Band 
Dreyzehnter Band.
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zo , Rcksen und Entdeckungen

Lbrifloph als der Indianer, den sie begleiteten, ihren Argwohn merkete, so suchte er ihnen denselbigenLolnmbus. zu benehmen: als aber bald darauf neuer Lärm entstund, wurden sie abermals mistrauisch,

, ^ beschlossen die Flucht, weil es noch Zeit sey, zu ergreifen, und verwundeten, um diesen:

Wilden eine Furcht einzujagen, ihrer zween mit dem Säbel. Hierauf warfen die übrigen^Is"dic Spa- alle mit einander ihre Bogen und Pfeile weg, und liefen davon. Bey dieser Gelegenheitnier in der vergossen die Castiiianer zmn erstenmale Blut auf dieser Insel. Anfänglich war es demneuen Welt Admirale leid: allein, nachgehends erfuhr er, es sey recht gut, daß die Indianer wüßten,,vergießen, die Castiiianer verstünden, ihr Gewehr zu gebrauchen ^), absonderlich, als. man den folgen-

den Tag mit dem Cacique dieser Gegend Frieden schloß. Es kam selbiger an.des Admirals;Bord, und beschenkte ihn mit einer goldenenKrone. Diese Begebenheit brachte der Bayden Namen Pfeilbay zu wege, sie hat ihn aber nicht behalten.

Unterdessen wurde nicht nur der Admiral einer so langen Fahrt endlich überdrüßig,.sondern es nöthigte ihn auch der schlechte Zustand der Caravellen-, welche sehr leck waren,gerades Weges nach Europa zu gehen. Den i6ten des Jänners wendete man die Se-,gel nach Nordost, und man entdeckte verschiedene kleine Inseln, die aber kein Mensch zu,besichtigen verlangte. Die Fahrtwar bis Dienstages den roten des HornungS r) zwar glück-lich, aber wegen der Verschiedenheit in den Beobachtungen und dem Schuhen der Steuer-.Gewaltiger leute sehr ungewiß. Als beyde Caravellen etwa fünf hundert Meilen zurück gelegt hattet?,.Smrm. so überfiel sie ein dermaßen schrecklicher Sturiv , daß der Sch.iffbruch unvermeidlich zu seynschien ä). Man suchte den. Beystand des Himmels durch mancherley Gelübde zu gewin-,

. neu.

H) -Herrera, ebendas. „würden, ja vielleicht würden Eure Majestät selbst

e) Diese Zeit meldet-Herrerä. Andere sehen „nicht mehr an sie gedenken, indem Ihnen dersie einige Tage später. Doch ist auch wahr, daß »Dienst, den ich ihnen zu leisten das Gstick gehabt,-Herrera bey seiner Angabe ^von dem ersten Tage ,,nimmermehr kund wurde. Zuweilen dachte ich, diedes Sturmes redet. . „Gerechtigkeit Gottes wolle mich zur'Strafe für

' /<-) Nurbesagter Geschichtschreiber hat eine weit- „meine Sünden, des erworbenen Ruhmes nicht

lanftige Erzählung davon beygebracht: allein cS „genießen lassen. Unterdessen konnte ich mir dochwird dem geneigten Leser angenehmer fallen, eini- »nicht vorstellen, daß meine Entdeckungen nichtge Umstände davon aus dem dritten Briefe des „dereinst zu Dero Wissenschaft gelangen sollten,Lhvistopb Lolumbus an den König von Spa- „und um ihnen für meine eigene Person Nachrichtnie» zu vernehmen. „Ich hatte mein Unglück mit' „davon zu geben, hatte ich-wahrmden Sturms ei-'„größerer Geduld ertragen, wenn sonst niemand, „nige Zeilen auf ein Pergament geschrieben, auch„als ich allein, in Gefahr gewesen wäre. Der Tod »die Namen der Länder, welche ich für Dero Kro-„hatte mir schon so oft vor den Augen geschwebet, „ne erworben hatte, imgleichen denWeg, den man da-„daß er mix wenig Entsetzen mehr verursachte: Nur »hin nehmen müsse, und die Dauer meiner Reise da--»schmerzeteesmich, daß soviel-Leute, die Eure Ma- »zugesetzet. Ich gab Eurer Majestät Nachricht„jest. mir zu meiner Unternehmung anvertrauet hat- »von der Lebensart der dösigen Einwohner, von der„ten, zu Grunde gehen sollten. Nebst dem kränkste es -Fruchtbarkeit des Landes, und von der Pflanz-'„mich, daß ich Eurer Majestät die Nachricht von „stadt, dis,kh, ym das Land für Eure Majestät„meiner Entdeckung nicht in eigener Person über- „im Besitze zu erhalten, daselbst angeleget hatte,„bringen, und denen, welche meine Anschläge zu „Dieses Pergament verschloß ich mit meinem Sie-'„hindern gesuchet hatten, durch den Augenschein „gel, wickelte es erstlich in gewichste Leinwand,„darthun könnte, daß. ich dieselbigen auszuführen- „hernach in Wachs, und verwahret? es in einem»im Stande gewesen sey.: Auch kamen mir mei- „wohl. verschlossenen Fäßchen, nebst einer Aufschrift»ne beyden Söhne., di«: ich zu Eordua habe, in „an Eure Majestät. . Das Faß warf ich in die„den Sinn Ich betrübte mich wegen ihrer Ju- „See,' in beb.guten Hoffnung, wofern gleich wir»gend. Ich dachte daran, wie unglücklich und „alle mit einander um das Leben kämen, so werd»

, von jedermann verlassenste nach meinem Todeftyn „es doch irgend einem, Seefahrer in die Hände fal-

- - ' , „len.