Band 
Dreyzehnter Band.
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m America. V Buch. I Cap. Zk

nen/). Als endlich der Admiral seinen Tod alle Augenblicke vermuthete, und nicht so- Lhrlflpohwohl sein unvermeidliches Unglück, als vielmehr den Verlust seiner gesammelten Nachrich- Kolumbus,ten bedauerte, indem auf diese Weise Spanien nicht den geringsten Vortheil von seiner . ,

Reise hatte: so verzeichnete er das Hauptsächlichste mit wenig Worten auf Pergament, ver- Vorsicht deswahrere solches in einer Tonne aufdas Beste, und warf sodann die Tonne über Bord,ohne seinen Admirals, fti-Leuten das geringste vonder Ursachedieses Verfahrens zu offenbaren. Sie bildeten sich ein, es sey ne Nachrich-irgend ein neues aus der Religion hergenommenes Hülfsmittel m); und als der Wind sich ten zu retten,auf einmal legte, schrieb jedermann diese glückliche Veränderung der Frömmigkeit des Ad-mirals zu. Unterdessen hatte man gleich zu Anfange des Sturmes die zweyte Caravelleaus dem Gesichte verloren; und weil sie sich des schönen Wetters ungeachtet nicht wiedereinsinden wollte, so glaubte jedermann, sie müsse zu Grunde gegangen seyn. Den iztensah man Land in Ostnordost: man konnte aber nicht abnehmen, was für eines es seyn müsse.

Einige hielten es für die Insel Madera, andere für den Felsen Ermra unweit Lissabon.

Nur Colurndus schloß aus seinen Beobachtungen, es müsse eines von den Azoreseylauden Er köm^nachseyn «), und bald darauf erkannte man es wirklich für Ganra Maria. ^n den Azo-

Den i8tcn warf er an ihrer Nordseite Anker. Der portugiesische Befehlshaber, Dom ren.

Juan de Caftaneda, ließ ihn sogleich bewillkommen, und schickte ihm einige Erfrischun-gen an Bord. Diese Höflichkeit machte ihn st zuversichtlich, daß er, um vor allen Din-gen dem Himmel durch Abstattung des allgemeinen Gelübdes Dank zu sagen, den folgen-den Tag einen Theil seiner Leute ans Land setzen ließ, damit sie die Proceffion in eine be-

nach-

„len, und selbiger es Eurer Majestät überliefern.„Za, was noch mehr: weil ich besorgete, der Sturm,,möchte das Faß zuweit verschlagen, so legte ich„ein zweytes, dem vorigen ganz ähnliches Perga-„Ment, .in ein anderes Faß, das ich an Bord be-„hielt; damit nach unserm Schiffbruche doch we-nigstens eines unter beyden Eurer Majestäten über-liefert werden möchte- „ Lebensbeschreibung Lbri-„jkoph Columbus- Zs. Cap. Man warf demAdmirale vor, er habe hier eine große Unvorsich-tigkeit begangen; denn das Faß konnte ja in ganzandere, als spanische Hände fallen, und sodann hät-te ein ganz anderer Hof den Nutzen von seiner Ent-deckung gezogen.

/) -Herrera meldet was für welche? Er sa-get: »als der Admiral nichts mehr anzuordnen„wußte, so befahl er, man solle darum loosen, wer„eine Wallfahrt zuU.LF.von Guadalupa thun„solle; und müsse derselbige, welchen das Loos tref-„fe, eine fünfpfündige Wachskerze dahin bringen.„Es ist dieses eine Schuldigkeit der Seeleute, wenn-»sie in großer Gefahr schweben, und Gott erhö-het sie sehr oft. Das Loos traf den Admiral,„welcher sogleich dasGclübdezu erfüllen versprach.„Zum zweytenmale loosete man, wer zu U. L- F„von Lorekto, einem sehr heiligen Orte in der Anroni-„tanermark wallfahren solle. Als nun das Loos einen„Matrosen, Peter Se Villa, traf, versprach der Ad-

„miral, die Unkosten herznschießen. Weil nun der„Sturm noch nicht aufhören wollte: so that man„noch ein anderes Gelübde, nämlich zu Santa„Clara ve Mogues eine Nacht zu wachen, und„eine Messe daselbst lese» zu lassen. Das Loos„traf den Admiral zum zweytenmale. Endlich, als„der Sturm einmal tobete wie das andere,so gelobten„sie alle mit einander, sie.'wollten an dem ersten Latt-iche, dahin sie kommen würden, >m bloßen Hemde»aussteigen, und in Processivn nach einer der heilj-„gen Jungfrau gewejheten Kirche gehen. Aber dein„allen ungeachtet , währete das Ungewittrr immer„fort-» Am angeführten Orte, 2 . Cap.

Eben daselbst.

») Wir folgen zwar dem -Herrera. Unterdes-sen schreibt der Admiral selbst in einem Briefe, da-von sein Sohn einen Auszug beybringt, sich keineso große Einsicht zu. „Sonnabends den i6ten„des Hvrnuugs käm ich des Nachts an eine von diesen„Inseln. Es war aber das Wetter so trübe, daß„ich nicht wußte, wo ich war. Ich schlief ein we-„nig, weil ich in drey Tagen nicht geruhet hatte.„Bey dem Aufwachen war ich von der großen Ab-haltung und feuchten Luft, wie lahm andenFü-„ßen Beynahe harre es uns an Lebensmitteln,Befehlet- Folgenden Montags erfuhr ich, wir»wäre» an der Insel Santa Maria, einer von„den azorischen. „ Lebensbeschreibung LolnmbasCap. z?.