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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. I Cap. zz

glücke nicht entgangen seyn, wenn er, wie die Portugiesen verhoffeten, mit der ersten ChristophHälfte seiner Leute anS Land gegangen wäre o). Lolumbus.

Sobald das Wetter wiederum günstig wurde, ließ er den Lauf nach Osten richten, , ,

und sctzeteihn bis auf den andern März glücklich fort. Ein sehr großer Vogel, den er füreinen Adler ansah, sctzete sich auf einen Mast, und war gleichsam der Vorläufer eines zwey- ^ten und eben so schrecklichen Sturmes, als der erste gewesen war. Bey dieser Gelegenheit SMin,gelobete man eine neue Wallfahrt, und eS bemerket der Geschichtschreiber mit großer Ver-wunderung , es habe der Himmel das Loos übermal auf den Admiral fallen lasten/). Manüberließ sich den Winden zween Tage lang, und man gab alle Hoffnung verloren. End-lich, als man in einer sehr dunkeln Nacht sehr nahe vor sich Land gesehen hatte, erkenneteman bey anbrechendem Tage den Felsen Linrra. Ob nur, gleich der Wind zum Fortsetzender Reise nach Spanien günstig war: so gieng doch die See dermaßen hohl, daß man für ^nöthig erachtete, in den. listabonnischen Hafen einzulaufen.

Der König von Portugall war eben damals zu Valparaiso. Als nun der Admiral zu Listvor allen Dingen einen reutenden Bothen nach dem spanischen Hofe abgeschicket hatte: so bath sghon ei»,er besagten Fürsten vermittelst eines Schreibens um die Erlaubniß, in dem Hafen seinerHauptstadt vor Anker zu legen, meldete auch zugleich, er komme nicht aus Guinea, son-dern aus Indien. Ungeachtet dieser gegebenen Erläuterung, durchsuchte ein portugiesischerOfficier das ganze Schiff, und deutete ihm nachgehends an, er solle mit ihm ans Landkommen, und dem Befehlshaber des Hafens von seiner Reise Rede und Antwort geben.

Seine Antwort lautete, er sey spanischer Admiral, und vermöge dieser Würde nicht schul-dig, etwas zu thun, das man seines Gleichen nie zumuthete. Man verlangcte, er solle we^nigstenS einen Steuermann abschicken: doch er lehnete auch dieses Begehren mit gleicherStandhastigkeit ab: hingegen zeigete er seine Briefe. Sobald der Officier seinen Bericht er-stattet hatte, näherte sich der Hauptmann einer Galione, welcher nur auf diese Erläute-rung gewartet hatte, unter Trompeten - und Paukenschalle der Caravelle, kam selbst anBord derselben, und erboth sich, dem Admirale bedürfenden Falles mit Lebensmitteln undanderm Beystande an die Hand zu gehen. - -

Sobald das Gerücht von seiner Ankunft in Lissabon erscholl, war jedermann begie-rig, die Leute, welche eine neue Welt entdecket hatten, zusehen, und der Fluß war in kur-zer Zeit mit Barken angefüllet. Des folgenden Tages erhielt der Admiral ein Schreiben Hofe erhält,des Königes von Portugall, darinnen er unter Versicherung einer besonders günstigen Auf-nahme nach Hofe eingeladen, und ihm erlaubet wurde, vorerst zu Sacaben einige Tageauszuruhen. Auch war Befehl da, ihm alles, was er nöthig haben werde, ohne Enk-geld zureichen. Ertrug kein Bedenken, dem gegebenen Worte eines Monarchen undguten Freundes seiner Könige zu trauen, begab sich also gleich am folgenden Tage nachValparaiso. Alle vornehme Herren am Hofe kamen ihm entgegen, und begleiteten ihnnach dem Pallaste. Der König empfing ihn sehr gnädig, ließ ihn niederfitzen, und sichbedecken, hörete auch lange Zeit mit Lust zu, als der Admiral alle Umstände seinerReise erzählete. Nachgehends wünschete er ihm zwar Glück zu dem erworbenen Ruhme,setzete aber hinzu, es könnten, vermöge der zwischen Eamlien und Portugall vorhandenen

Ver-

Wendas. Daman. L-rSi'nand Lozumbus nennet ihnAl-

§) Er hieß, dem -Hervera zu Folge: Alvaro vgro v'Acuna.

Allgenr. T^eisebeschr. Xlll Band. E