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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. H Cap.

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das Wasser von Schildkröten recht wimmeln, und zu gleicher Zeit benahmen ihm einige ChristophSchaaren Vogel, welche ihren Flug aus der See nach Luba nahmen, den Anblick der Lolumbus.Sonne. Den folgenden Tag schwärmete eine dermaßen erstaunliche Anzahl Schmetterlin- '494.ge um die Schiffe herum, daß sie die Luft verdunkelten; und es dauerte diese Gattung ei-nes Ungewitters bis auf den Abend. Man versorgcte sich in einer gewissen Insel, die wenig-stens dreyßig Meilen im Umkreise zu haben schien, mir Holz und Wasser. Man nennetesie den Evangelisten, und ist sie, dem Vermuthen zu Folge, die voritzt also genenneteFichrcninscl. Nach des Admirals Ermessen lag sie ungefähr sieben hundert Meilen von Domi-nique. Da nun die gegenwärrige letzte Entdeckung drey hundert drey u. dreyßig Meilen betrug,so schloß der Admiral, vermittelst einer astronomischen Berechnung seiner Reise, er habevon Cadiz aus, fünf und siebenzig Grade der Lange durchstrichen, welche nach der Zeiteinen Unterschied von fünf Stunden ausmachen F).

Den izten des Brachmonates ließ er gegen Süden steuern: aber als er durch einenCanal,dcn er für den sichersten hielt, laufen wollte, fand er ihn zu seinem großen Verdrusseverschlossen. Doch sein Muth und seine Geschickü'chkeir wurden weder durch das Murrenseiner Leute, noch durch seine eigene Bekümmerniß vermindert. Er gieng auf dem bis-Bunte Sc-hengen Wege wieder zurück, bis an die Evangelisteninsel; von selbiger lief er gegen Nord-ost , und erkundschafte einige Inseln, die er auf fünf Meilen vor sich sah. Hier war manin einer grün und weiß gesteckten See, davon die Tiefe nur etwan zween Faden betrug.

Sieben Meilen weiter, schien sie allgemein weiß und wie geroni'M. Noch sieben Meilenweiter war sie zu größtem Erstaunen der Fahrenden so schwarz, als Tinte; über diese Ab-wechselung der Farben in einem so kleinen Raume, mußten die allergeschicktesten Seeleutesich verwundern. Man näherte sich der Insel Cuba wieder, und lief sodann bey sehr ver-änderlichem Winde, und durch viele mit Sand angefüllte Canäle gegen Osten. Der Admiralkam hier schrgefahrlich festzusitzen, rmd hatte die Errettung seines Schiffes bloß seiner eigenenGeschicklichkeit zu danken. Er rückte ohne gewisse Absicht oder Ordnung von einer Sandbank undDurchfahrt zur andern fort. Die See war ungemein weiß, und die Gefahr wegen der starker»

Fluchen und heftigen Ströme nicht geringe. Endlich waren die drey Schiffe wieder bey Cu-ba, und zwar an eben derselbigen Küste, von welcher sie ihren Lauf nach Osten genommenhatten. Hier verspüreke man einen höchst angenehmen Geruch. Er kam aus einer Insel her,wo die Einwohner nichts anders als gewürzartige Kräuter und wohlriechende Baume brennen.

Den ?ten des Brachmonates, als der Admiral eine. Messe am Strande lesen ließ, Der Admiralerschien ein alter Cacique, welcher über das ehrerbiethige Stillschweigen der Castiliancr bey bricht mit ei-dem Altare große Verwunderung bezeugte. Er beobachtete alle diese geistlichen Ceremonien Cuba *lange Zeit; und als er den Admiral deswegen,weil ihm der Priester den p.rcem zu küssen reichte, von der Un-sür das Oberhaupt erkannte, so wendete er sich zu ihm, u. überreichte ihm mit großer Bescheiden- skeMchkeitheit einige Früchte aus der Insel. Hernach setzete er sich aufdie Erde nieder, zog die Knie bis der Seele,aus Kinn, und hielt folgende Rede mit einer dermaßen nachdrücklichen Stimme, daß Es-Nimbus sich den Inhalt derselbigen sogleich durch seine Dollmetscher erklären ließ. Du„bist in diese Länder, welche du nie gesehen hattest, mit solcher.Macht, die uns alle in Furcht„und Schrecken setzet, gekommen. Vernimm aber doch, daß in jener Welt, wiewirqar„wohl wissen, zwcverley Orte sind, dabin die Seelen gehen müsset». Einer ist sehr fürch-terlich und voll Finsterniß; dieser ist das Erbtheil der Bösen; der andere ist gut und lu-

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