in America. V Buch. il Cap. 67
zeigen des Admirals das sämmtliche Frauenzimmer bald freundlich und vertraulich. Sie Christophversorgeten die Castilianer bey ihrem neuntägigen Aufenthalte in der Insel mit Lebensmit- Lolumbug.telu; und als man unter Segel gieng, erboth sich des Caciquen Frau, sie wollte nebst ih- . ^
rer Tochter mit dem Admirale nach Spanien gehen /).
Man steuerte beständig gegen Osten, ohne die Breite von zwey und zwanzig Graden Beschwerlich«weit zu überschreiten, weil man damals noch nicht wußte, was die Erfahrung nachgehendslehrete, nämlich, daß man, um die heftigen Ostwinde zu vermeiden, welche beynahe dasganze Jahr auf dieser See blasen, bis auf zwey und dreyßig Grad und darüber gehenmäste, auf welche Weise die Fahrt weit sicherer und kürzer werde. Voritzt wurde sie inder That dermaßen langweilig, daß die Castilianer in große Noth geriethen. Den ntendes Brachmonates entdeckte man zum erstenmale land. Der Admiral erkannte es für Er kämmtdas Vorgebirge G. Vincent, ungeachtet die Steuerleute glaubeten, sie wären im Gesichte "ach Burgos.der azorischen Eylande. Als er den folgenden Tag im Hafen zu Cadix einlief, fand erdaselbst drey mit Mund - und Kriegesvorrathe für Hifpaniola beladene Schiffe segelfer-tig liegen. Wiewohl er nun, als ihm der königliche Befehl vorgezeiget wurde, sie nichtaufhalten konnte: so hatte er doch so viel Zeit, daß er seine Brüder bey dieser Gelegenheitdurch Briefe zur Standhaftigkeit und zu unverzagtem Muthe ermuntern konnte.
Er reisete nach Burgos, als dem gewöhnlichen Sitze Ihrer katholischen Majestäten;daselbst aber fand er weder den König; welcher in Rouffillon mit einem Kriege gegenFrankreich bcschafftiget war, noch die Königinn; denn diese hatte sich nach loretto begebenund machete daselbst Anstalt zur Abreise ihrer Tochter, der Jnfannnn Johanna, nachFlandern, wo sie dem Herzoge Philipp, des Kaisers Maximilian Sohne, beygelegetwerden sollte. Nach ihrer Rückkunft, verfügeten sich beyde Majestäten nach Burgos, umdie Prinzessinn Margaretha, die Schwester des Erzherzoges, und des spanischen Prin-zen Braut, zu erwarten. Diese Umstände waren für den Admiral sehe günstig. Ererschien mir eben so großer Unerschrockensten, als Bescheidenheit vor Ihren Majestäten. An-statt mit ihm als mit einen: Missethäter, der sich verantworten sollte, umzugehen, wurdeweder von des Aguado Untersuchung noch von des Boyl und Margarera Anklagen dasgeringste Wort gedacht. Man lobete ihn nur wegen seiner neuerlich geleisteten Dienste,und dankete ihm dafür F).
Voll Freuden über diese Aufnahme, welche seinen Feinden zum größten Schimpfe Was er ver-gereichte, legete er eine ruhmvolle Erzählung von seinen neuen Entdeckungen ab, und langet,schlug ihre Fortsetzung vor. Er verlangete acht Schiffe. Zwey davon sollten Mund-und Kriegesvorrath nach Isabella schaffen; zwey aber unter seiner Anführung verbleiben.
Dieses Verlangen wurde genehm gehalten. Als er nachgehends vorstellete, es sey nöthig,einen dauerhaften Sitz, welcher den folgenden zum Muster dienen könne, zu errichten:so bewilligten Ihre Majestäten, eine Verstärkung von dreyhundert Mann nach Hifpaniola zuschicken. Diese sollte bestehen aus vierzig Reutern, hundert Fußgängern, sechzig Ma-trosen, zwanzig Goldarbeitern, fünfzig Bauern, und zwanzig verschiedenen Handwerksleu-
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„gab er ihnen eine Menge Papageyen, und Larven „zwanzig Unzen, und ein Stück Ambra, das er„mit Augen und Nasen von Golde, nebst andern „kaum tragen konnte, mit seinen Augen gesehen,
„indianischen Seltenheiten. Herrera z,B. i.Cap. „und mit seinen Handen angerühret.,, veeaä. i.
„Martyr versichert, er habe eine Goldscange von 4. Buch.