in America. V Buch. n Cap. 7z
wegen auf das heftigste anlagen, wieder los, doch geschah es nicht, ohne zuvor diejenigen Christophzu bestrafen, welche ihn, die Waffen zu ergreifen, angereizet hatten. Lolumbu».
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Um eben diese Zeit ließ ihm Bohechio und Anacoana vermelden, ihre Abgabe sey ^zusammen gebracht, und stehe zum Einliefern in Bereitschaft. Hierauf befahl er seinem 'lomäus nicktBruder, Don Diego, welcher noch immer Statthalter zu Jsabella war, er sollte eine Ca- den Tributravelle nach der Küste von Taragua abschicken, er selbst aber wollte zu Lande dahin gehen, vorn Dvhechi»und das allererste Zeichen der Unterthänigkeic, welches diese Caciquen der Krone Spanien ^gaben, in Person empfangen. Die Weise, wie sie ihn aufnahmen, bestätigte ihn in sei-ner, von ihrer Aufrichtigkeit gefaßten Meynung. Sie gierigen ihm mit zwey und dreyßigvornehmen Herren entgegen. Hinter ihnen folgcte eine große Anzahl von ihren Untertha-nen mit einer ansehnlichen Menge, theils roher, theils gesponnener Baumwolle, undvielen Lebensmitteln. Bey Ankunft der Caravelle in dem Hafen von Naragua, welcherkaum zwo Meilen von des Bohechio Pallaste lag, begab sich Anacoana nebst ihremBruder ohne Bedenken an Bord derselbigen. Sie hatte nicht weit vom Ufer eine sehrschone ausgezierte Wohnung für den Adelamade veranstaltet, darinnen er zu seiner gro-ßen Veränderung unter andern Auszierungen auch hölzerne, aber dermaßen künstlich gear-beitete Stühle fand, daß man geglaubet hätte, sie wären mit Seide überzogen; ungeach-tet auch die Fürstinn ungemein schöne Canoten hatte ausrüsten lassen, so bestieg sie doch den fol-genden Tag die spanische Barke, ohne das geringste Mistrauen. Bey dieser Gelegenheitsah man auf dieser Küste ein europäisches Schiff zum erstenmale. Die Castilianer feuer-ten ihr grobes Geschüß ab°, worüber die Indianer gewaltig erschrocken. Als aber Ana,coana wahrnahm, daß der Adelamade nur darüber lachte, war sie die erste, die ihren Verdienste derLeuten Muth einsprach. Sie stieg auf den Ueberlauf, woselbst das Getöne der Schiffs- Prinzessinnmusik das Schrecken mit Lustbarkeiten verwechselte. Sie machte sich, nebst ihrem Bruder, Anacoana.ein Vergnügen daraus, das ganze Schiff zu besichtigen, und der Adelamade schöpfete anseinem Orte nicht weniger Lust, aus ihrem beyderseitigen Erstaunen über den Anblick einesdermaßen wunderbaren Gebäudes. Wir halten es so, wie alle Geschichtschreiber , für bil-lig , den Eigenschaften der Anacoana, absonderlich aber ihrer für eine Indianerinn für-wahr ungemeinen Artigkeit und guten Lebensart, Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, undwir zweifeln nicht, der geneigte Leser werde künftig ein desto größeres Mitleiden mit ihr tra-gen, wenn er vernehmen muß, wie verächtlich ihr nachgehends eben diejenigen begegneten,bey denen sie voritzt eine billige Bewunderung, und die größte Dankbarkeit erweckte.
Denn alle Leutseligkeit und alles billige Verfahren, das die Spanier damals noch gegen dieJnseleimvohner beobachteten, verschwand in eben dem Maaße, als ihre Macht zunahm;und als sie bey der bald hernach ausgebrochenen innerlichen Uneinigkeit ihre Schuldigkeitgegen ihr eigenes Vaterland, aus den Augen seheten, so machten sie mit den armen In-dianern,
das Schrecken an den Adelantade in einen Hollen hinein schreibe. Dergestalt wurde er mit erstann-Srock, und sagte dem Zndianer, der es ihm über- licher Hurtigkeit fortgebracht, und es schrieben diebringen sollte, zum Voraus, wenn »r saumselig sey, Spanier ihre Erhaltung bloß diesem gespielten ljeso werde ihn der Brief eben so gut verrathen, als stigen Streiche zu. Z. B- 6. Cap.er das Vermögen habe, alles zu sagen, was man
Allgem. Rristdrschr. Xlll Band. K