in America. V Buch. H Cap. 75
herb«) eilete, hatten die Aufrührer das Her; nicht, ihn zu erwarten. Aber eben deswegen er- Christophstaunete jener desto mehr, über den unvermutheten Fortgang der Empörung, absonderlich Lolumbus.als einige angesehene Kriegesbeamten, zum Beyspiele Escobar, Befehlshaber in der . .
Magdalenenschanze, Mopica und Baldivicsse, öffentlich mit dazu traten. Er nahm, ausSorge für den Don Diego, den Weg nach Jsabella. Als er dahin kam, warnete ihnBallester, sein leben werde daselbst in keiner Sicherheit seyn; und weil er nun derMenge seiner Feinde in der That nicht gewachsen zu seyn besörgete, so kehrete er wieder nachConception zurück, und gedachte, den tollen Schwärm, den er mit Gewalt zu bezwingennicht hoffen durfte, mit Glimpse zu besänftigen. Er ließ dem Roldan alles, was ihnauf einige Weise auf bessere Gedanken bringen konnte, vorstellen. LfNalabev, welchemdiese Unterhandlung aufgetragen war, brachte es so weit, daß eine Unterredung beyderOberhäupter abgeredet wurde. Sie geschah in Conception selbst, doch um besserer Si-cherheit willen, nach beyderseits ausgelieferten Geiseln, auch aus einem Fenster zum an-dern. Allein, die Verbitterung wurde durch den Wortwechsel nur desto größer. Rdldanhatte sich, wie man gewiß wußte, eingebildet/), er werde nicht nur die Schanze, sondernauch des Columbus eigene Person in seine Gewalt bringen können. Als er aber sah, ersey entweder noch zu schwach zu diesem Unternehmen, oder man habe seine Anschläge verei-telt: so begab er sich zu dem Cacique Manicaorer und empfing die Auflage am Goldevon ihm. Weil er seinen Leuten allen Muthwillen gestattete: so liefen ihm täglich meh-rere zu; dahingegen alle Besatzungen für Hunger wegliefen, ja Don Bartholomäus be-sörgete schon, er werde übermannet werden, als zwo mit Lebensrnitteln beladene Caravel-len einliefen, und ihn wieder Athem schöpfen ließen.
Es waren diejenigen, welche der Admiral unter denen vom Könige erhaltenen acht,»4 ??-vorausgeschicket hatte, und welchen die übrige Flotte bald nachfolgen sollte. Sie kamen den ^ ^
zten desHornungs 1498 unter Airführung desObristwachtmeisterö perer Fernande; Coronet j^äiis erhättbey St. Domingo vor Anker. Weil der Adelantade die rühmlichen Eigenschaften dieses Verstärkung.Mannes, und die Ergebenheit desselbigen für seinen Bruder wohl wußte: so begab ersich ohne Verzug zu ihm. Nichts desto weniger war Roldan dermaßen verwegen, daßer gleichfalls gegen Sän Domingo anrückete, und vermuthlich die Caravellen auf seineSeite zu locken verhoffete. Als er aber sah, daß ihm sein Feind vorgekommen war, under von den Einwohnern der Stadt, als welche seine Empörung misbilligten, keinen Bey-stand zu hoffen hatte: so schlug er sein Lager etliche Meilen weit von der Stadtmauer auf.
Der Adelantade hingegen Machete den Inhalt der Schreiben kund, die er von den ka-tholischen Königen empfangen hatte, imgleichen die Gnade, damit ihn Ihre Majestät, inseinem Amte bestätigten, di besondere Gunst, darinnen sein Bruder bey Hofe stehe, und Suchet diedaß selbiger bald mit sechs Schiffen erscheinen werde. Indem er aber noch immer wün- ^rzu-schcte, die Ruhe auf der Insel möchte noch vor Ankunft desselbigen hergestellet seyn: so^schickste er den Coronet selbst an den Roldan ab, ließ ihn zum Gehorsame ermähnen,und ihm eine allgemeine Vergessenheit aller seiner Mishandlungen versprechen. Sobaldihn die Aufrührer erblicketen, schlugen sie ihr Gewehr auf ihn an, schalten ihn für einenBösewicht, und warfen ihm vor, er sey für den glücklichen Ausgang ihrer Anschläge umacht Tage zu früh gekommen. Gleichwohl bekam Coronel ihren Anführer zu sprechen,und steilere ihm das Unheil, das er in der Pflanzstadt stiftete, vor Augen. Allein, er trug
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1) Durch die Auesage des Genial Gome) Collado. -Herxera ebendas.