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Dreyzehnter Band.
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76 Reisen und Entdeckungen

Christoph sowohl von ihm als von seiner Rotte nichts als höhnische Antworten und ein verächtlichesLolambos. Bezeugen davon. Wenig Tage hernach erfuhr man, sie hatten den Weg nach Taragua^ '498. . genommen, und hoffeken bey dem großen Ueberfluffe der Lebensmittel, welchen besagte Land-schaft hat, nach Herzenswünsche zu Hausen. Bey seiner Ankunft in besagter Gegend,machete Roldan dem Cacique zu wissen, er komme, um ihn von der Abgabe, die manihm ohne des Königes Vorwissen auferleget habe, zu befreyen. Eben dieses schwahek'e erallen übrigen Fürsten vor. Allein, er war nicht lange in ihrem Gebiethe: so pressete erihnen weit mehr ab, als die Abgabe betrug, davon er sie befrcyete. Nachdem der Ade.lantade ihn und seine Rotte zum öftcrn zum Gehorsame ermähnet hatte: so ließ er sie endlich,den spanischen Gesehen gemäß, für Aufrührer erklären, und zu der gewöhnlichen Strafeverdammen.

Guarinoex Indem dieses vorgieng, erfuhr man zu S. Domingo, weil die Unterthanen desflleht auf das Guarinoex von einer Partey so Übel mitgenommen würden, als von der andern: so haltenGebirge. ^ von ihrem Fürsten verlanget, er solle die Uneinigkeit der Spanier zu seinem Vortheileanwenden und das Joch abwerfen. Allein, weil dieser friedfertige Cacique, durch seinUnglück, klüger geworden sey: so habe er nebst einer großen Anzahl seiner Leute seine Zufluchtzu den Ciguayos, einem kriegerischen Volke, das aus dem nördlichen Gebirge bey demCap del Cabron wohne, genommen, sey auch von ihrem Fürsten, dem Mayobanex wohlempfangen worden. Die Flucht dieses Cacique brachte die Castilianer um die Abgabe, da-zu er sich verstanden hatte. Dieses war schon eine genügsame Missethat, dafür ihn derAdelantade zu bestrafen beschloß. Er mußte über ein sehr steiles Gebirge ziehen, kam hernachauf eine Ebene, welche von einem großen Flusse bewässert wird. Bald darauf erblickete erein zahlreiches Heer, das ihn stehenden Fußes zu erwarten schien. Als er aber herzhaftfortrückte, schickete ihm der Feind einen Pfeilhagel zu, der keinen einzigen Mann verkehrte,und verlief sich hernach ins Gebirge. Ungeachtet er nicht Willens war, die flüchtigen In-dianer zu verfolgen: so entschloß er sich doch anders, als er einige von seinen Leuten, die sichzu weit wagten, verlor. Er setzete also den Wilden nach, tödtete einige, und erfuhrvon den Gefangenen, Mayobanex habe sich mit dem Kerne seiner Leute in einem gewis-sen Dorfe verschanzet. Sogleich rückte der Adelantade auf diesen Schlupfwinkel an. Un-terdessen da er bey gegenwärtiger Beschaffenheit seiner Umstände die Indianer lieber mitGüte zu gewinnen, als zu überwinden suchte: so ließ er dem Cacique unter der einzigenEdelmuts) ei- Bedingung , den Guarinoex auszuliefern, seine Freundschaft anbiethen. Doch der stolzenrs (.acique. Cacique gab zur Antwort: „sein Bundesgenoß sey ein braver Mann, welcher in seinem„ganzen Leben keiner Seele Unrecht gethan habe, dahingegen könne kein Mensch die Spa-„nier für sonst etwas als für Spihbuben und Straßenräuber halten, mit welcher Art Leuten„er keine Freundschaft zu unterhalten begehre.,, Mit gleicher Standhaftigkeit wies erauch die Vorstellungen seiner Unterthanen ab, welche keinen sonderlich glücklichen Ausgangdieses Krieges vermutheten. Er ließ den Guarinoex rufen, offenbarere ihm seinen Ent-schluß , und versprach ihm nochmals, lieber zu sterben, als ihn seinem Feinde auszulie-fern.

e) Nebst dem Verwände der Ehrlichkeit, den er werden verdienet, vorbringen. „Er gab ihnenbey seinen Unterthanen vorschützte, läßt ihn -Her- „zur Antwort, es sey höchst unbillig, einen Mann,rera noch einen andern, welcher angeführet zu „dem er Schuh versprochen habe, an seine Feind»

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