in America. V Buch. H Cap. 77
fern. Hierauf besetzete er alle Zugänge des umliegenden Gebirges, und befahl, alle Casti- Christophlianer todtzuschlagen r). Lolmnbus.
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Ungeachtet dieser verächtlichen Hartnäckigkeit, schickete doch Don Bartholomäus dreyvon seinen Unterthanen, die er gefangen bekommen hatte, an den Cacique, und ließ ihm Castilianer ^nochmals Friedcnsvorschläge thun. Ja, er rückte voll guter Hoffnung, naher herbey, fangen.Allein, statt der Antwort, ließ Mayobanex diejenigen hinrichten, die sich mit diesem Auf-trage beladen hatten. Hierüber wurden die Castilianer äußerst ergrimmet, und rücktenzum Angriffe herbey. Auf den ersten Schuß, den sie thaten, liefen die Indianer alle miteinander nach dem Gebirge; und ließen die beyden Caciquen ganz allein im Stiche, wel-che folglich ihre Rettung auf gleiche Weise suchen mußten. Ungeachtet der Adelantadeseine Leute wegen Mangel der Lebensmittel nicht alle bey sich behalten konnte: so hatte erdoch das Herz, nur mit dreyßig Mann, die sich anerbothen, ihm zu folgen, in dieseWildniß einzudringen. Sein Entschluß war, die Flüchtigen von einem Berge auf denandern zu jagen. Als er aber zween Tage hernach einige Indianer in seine Hände be-kam , peinigte er ste so lange, bis sie den Berg, dahin Mayobanex seine Zuflucht genom-men hatte, verriethen. Sogleich verstelleten sich zwölf Castilianer, als ob sie aus dem Landegebürtig wären, sie zogen sich nämlich nackend aus, und bemaletsn sich am ganzen Leibemit rother und schwarzer Farbe «), welche von der Frucht gewisser, von den IndianernBsra genannter, Bäume verfertiget wird. Sie nahmen kein ander Gewehr mit sich, alsihre Degen, die sie in Palmblätter einwickelten, und kamen in dieser Gestalt unter Anfüh-rung ihrer Gefangenen bis an des Mayobanex Zufluchtsort. Hier fanden sie ihn in Ge-sellschaft seiner Frau und seiner Kinder, und ließen ihm ihre bloßen Degen auf einmal vordein Gesichte blinken. Der arme Cacique verlangete bey diesem Anblicke, nicht den gering-sten Widerstand zu thun, sondern ließ sich geduldig zu dem Generale bringen, der hier-auf mit dieser Beute seinen Weg sogleich nach Conception nahm. Auf eben diesem Zuge,hatten die zwölf Castilianer eine sehr schöne Indianerinn, des Mayobanex Muhme und Ge-mahlinn eines der vornehmsten Herren im Lande mit sich genommen. Ihr Mann, wel- ZärtlicheLiebecher sich ebenfalls ins Gebirge gerettet hatte, kam durch ihren Verlust dermaßen außer sich, eines Jndia-daß er ohne Betrachtung der Gefahr, die ihm selbst drohete, dem Admirale in aller Ge-schwindigkeit nacheilete, und ihn mit weinenden Augen, auf das beweglichste ersuchete, ermöchte ihm doch seine Frau, die er weit höher, als Leib und Leben schätze, wieder geben.
Der Admiral wurde, durch eine dermaßen zärtliche Gesinnung eines Wilden, gerühret;er gab ihm seine Frau wieder, ohne das geringste Lösegeld dafür zu verlangen. Dochdiese Gütigkeit war für die Castilianer nicht verloren. Der großmüthige Indianer kamzu ihrer großen Verwunderung bald wieder und hatte einige hundert von seinen Untertha-nen bey sich. Jedweder trug einen Loas, das ist, einen im Feuer gehärteten Pfahl, damitsie die Erde umgraben. Sein Anbringen war, man solle ihm einen Platz anweisen, den«r bearbeiten könne. Man ließ es sich gefallen; und weil seine Leute durch die Dankbarkeitzur Arbeit.angefrischet wurden; so gruben sie in kurzer Zeit ein gewaltig gwßeö Stück Land um,
K z - welches
„auszuliefern; über dieses sey er beständig sein gu- „diese Tanzart den Branle de lü Vega, wo deS„ter freund gewesen; indem Guari'noex ihn und „Guarmsex Königreich lag.,, 8.Cap.
„seine Gemahlinn, die Königinn, den Tanz von ») Vermuthlich ist es mit demjenigen, was alle„Magua gelehret habe. Die Spanier nenneten unsere Reisebeschreibungen Roc»» nenne«, einerley.