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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. II! Cap. 87

jenseit des Kopfes waren. In seinem ersten Schreiben an die katholischen Könige, bath Christopher sie, diese Beobachtungen als etwas sehr wichtiges anzusehen /). Den izten August war Kolumbus,er aus dem kleinern Seebusen, welcher durch die unweit Margarethe» liegende Inseln ein- , '498. .

geschlossen wird, ausgelaufen, und hatte bemerket, daß die Indianer ungemein schone Per-len daselbst fischen. Wind und Strom waren ihm so günstig, daß er den ichen bey der In-sel Beate», das ist fünf und zwanzig Meilen jenseits Gai» Domingo war. Diesen Irr-thum seiner Steuerleute vernahm er nicht ohne Verdruß. Es rührete aber selbiger daher,weil man zu selbiger Feit, da man diese Meere noch nicht recht kannte, nothwendigerwei-se des Nachtö allemal Schlage machen mußte, theils um die etwa vorhandenen abernoch unbekannten Sandbänke zu vermeiden, theils um den Strömen, welche nach Westenstrichen, und die Schiffe sehr weit aus ihrem Wege führen konnten, zu vermeiden. Alsman zwischen Beat.» und Hispamola war, wo die Entfernung beyder Inseln nur zwoMeilen beträgt: so schickete der Admiral seine Barken ans Land, um ihm einige Indianer,die er mit Briefen an seinen Bruder abschicken könnte, zu verschaffen. Eine spanische Arm-brust , die er in ihren Händen sah, schien ihm eine schlimme Vorbedeutung zu seyn, underinnerte ihn an das ehemalige erste Unglück seiner Pstanzstadt. Allein, man hatte seinedrey Schiffe unterhalb Gan Domingo vorbeyfahren sehen; und weil der Adelantade Kömmt nachkeinesweges zweifelte, es müßten die seinigen seyn, so hatte er eine Caravelle abgeschickt, die S, Domingo.sich auch bald einstellcte.

Den 22 sten hielt der Admiral seinen Einzug in Gan Domingo, welchem Orte man Ander seinebereits den Namen der Hauptstadt beylegete. Zwar wurde er mit großem Frcudengeschreye andern Schtf-und vielen Ehrenbezeugungen empfangen: allein, eS wurde die Freude, die er darüber em- ft nicht da»pfinden mochte, durch allerley verdrießliche Nachrichten gar sehr gestöhret. Denn zu ge-schweigen, daß die Pstanzstadt durch die langwierige Noth und innerliche Uneinigkeit insehr betrübte Umstände gerathen war: so hatten auch die drey Schiffe, die er bey den Ca-narieninseln vorausschicket, sich noch nicht eingefunden. Die Ströme, deren Gewaltden Was für einenSteuerleuten noch nicht bekannt war, hatten sie über hundert und fiebenzig Meilen weit Weg selbigevor dem Hafen Gan Domingo vorbey geführet; und weil sie ihren Weg nicht zurück neh- nehmen,men konnten: so befanden sie fich an der Küste von Saragua, unweit des Ortes, woRoldan mit seinen Leuten sich aufzuhalten pflegte. Anfänglich erschracken die Rebellen überden Anblick der drey Schiffe, weil sie besorgeten, es waren dieselbigen, um sie zu bekriegen,hieher geschicket worden. Da sie aber auf ihre Erkundigung die eigentliche Beschaffenheiterfuhren, kamen sie an Bord, doch ohne von ihrem Aufstande das geringste zu erwähne»».

Sie erkundigten sich nach dem Admirale, thaten sich mit den LebcnSmitteln, welche mander Pstanzstadt aus Spanien zuschickte, etwas zu Gute, und machten bey dieser Gelegen-heit den drey Schifföhauptleuten weiß, weil es doch höchstbeschwerlich falle, gegen den Windund die Ströme, als welche letztere in diesem Gewässer gemeiniglich westlich führen, nach

Gan

den angetroffen, wo es gediegene Goldstücke von wand machen könne. Vermuthlich erwähnte erzwanzig Unzen gebe, Kupferkiumpen von hundert der Perlen nicht, die er in so großer Menge gese-rmd fünfzig Pfunden, Lasur, Ambra, Baumwolle, hen hatte, weil ihm seine Feinde vorgeworfen, erPfeffer, Zimmer, Storax, Citrin, Aloe, Ingwer, habe diese schätzbare Entdeckung vor dem Hose ver-Weihrauch, allerley Gattungen Mirabolanen, Ca- hehlet-buya, Rippenkraut, daraus man sehr feine Lein-