in America. V Buch. m Cap. uz
der ganzen Colonie, die sich aus Neugierigkeit versammelt hatte, andere offene Briefe vor- Christophlesen, die ihn zum Generalstatthalter der Inseln und des festen Landes der neuen Welt, mit Lolambus.
einer unumschränkten Gewalt, macheten /). Nachdem er darauf den gewöhnlichen Eid ab- ,_,
geleget hatte: so lud er jedermann zur Unterthanigkeit ein; und damit er eine Probe davonmachen möchte, so verlangete er von neuem die Gefangenen. Man gab ihm eben dieAntwort; und diese Standhaftigkeit machte ihn verleget:. Er ließ zwcene andere Befehle derkatholischen Könige vorlesen, durch deren eilten dem Admirale und allen Befehlshabern der Fe-stungen und Schiffe, den Schatzmeistern, und Vorstehern der Magazine befohlen wurde, ihnfür ihren Obern zu erkennen. Der andere betraf den Sold der Soldaten und die Bezah-lung der Handwerker und Arbeitäleute. Nach dieser Verlesung, die alle Kriegesleute aufseine Seite zog, forderte er den Don Diego zum drittenmale auf, ihm die Schlüffel desGefängnisses zuzustellen. Auf seine Weigerung begab er sich nach der Citadelle, wo Mi- Gewaltthä-chael Diaz als Alcalde commandirete; und nachdem er ihm seine Macht und Gewalt andeu-tigkeit, womitten lasten, so verlangete er, es sollten sogleich auf der Stelle alle Gefangene vor ihn ge-^ sein Anse-bracht werden. Dia; verlangete Zeit, um dem Admirale Nachricht zu geben, von dem «wichet,sie ihm anvertrauet worden. Der Comthur aber, welcher befürchtete, dieser Aufschubmöchte angewandt werden, den Guevara und seilte Mithaften hinrichten zu lassen, ließ denAugenblick alle Truppen, die er mitgebracht hatte, und auch die aus der Stadt, welchebereits seinen Befehl erkannten, ins Gewehr treten. Die Citadelle war noch ohne Ver-theidigung; und ob sich gleich Diaz nebst seinem Lieutenants, Alvarado, mit dem Degenin der Faust auf den Zinnen zeigete: so rückete er doch ohne Widerstand ein. Er ließ sichnach dem Gefängnisse führen, wo er die Strafbaren in Ketten und Banden fand. Einleichtes Befragen schien ihm schon genug zu seyn; und nachdem er ihnen Hoffnung zurGnade gemacht, so ließ er sie nur unter der Wache eines von seinen Leuten.
Der Admiral, welcher von dieser Veränderung bald Nachricht erhielt, hörete die er- Unruhe dessie Zeitung davon ziemlich ruhig an. Das Vertrauen, welches er auf die Gütigkeit des Adnürales.Königes und der Königinn setzen zu können glaubete, nachdem er ihnen solche gute Dien-ste geleistet hatte, machete, daß er urtheilete, Bovadilla wäre ein Abentheurer so, wie Oje-da, den er sich vom Halse zu schaffen, nicht viel Schwierigkeit haben würde; oder wenig-stens würde seine Commission nicht weiter gehen, als des Aguado seine. Als er aber ver-nommen hatte, daß sich der Comthur Meister von der Festung gemacht, und daß alleTruppen unter seinem Befehle stunden: so sah er diese Sache mit andern Augen an. DieMeynung, die er noch immer behielt, es wäre dieses eine neue Betrügerey, wider die er sichzu vertheidigen hatte, hielt ihn nicht ab, zur Erhaltung seiner Gewalt Maaßregeln zu er-greifen. Er erhob sich nach Bonao, nachdem er die Castilianer daselbst hatte zusammenkommen lassen, die er auf seiner Seite zu seyn glaubete, und den meisten Caciguen besoh-let,, mit allen ihren Truppen, die sie aufbringen könnten, zu ihm zu stoßen. Als er da-selbst ankam: so fand er einen Thürhüter mit dem Stäbe allda, welcher ihm Abschriften
von
„Gerechtigkeit: nnd sie wollten, es sollten alle ih- „Macht und Gewalt gäben, mit dem Befehle an„re Unterthanen, wenn er nach der eingeführten „alle, ihm zu gehorchen.,, Diese Commission„Art und Weise den Eid abgeleget hatte, ihn da- war den Listen May unterzeichnet. -Herrera„für erkennen, und ihm als ihrem Statthalter und ebendaf.
„Richter Gehorsam leisten, wozu sie ihm volle
Allgem. Reiftbeschr. XIII Band. P