Band 
Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. m Cap. ,21

mann schlecht schickste, der über dieses mit der Generalstatthalterschaft bekleidet war: so er- Christophnannte er zu dieser wichtigen Verrichtung Alfons Maldonac, einen geschickten Rechts- Lolumbns.gelehrten. Die Vcrhaltungöbcfehle dieser beyden hohen Beamten wurden sorgfältigst auf- . .

gesetzt, wie sie den Absichten ihrer Majestäten gemäß kamen. Des Ovando seine insbesondere Befehlest»enthielten, die Aufführung und Rechnungen des Bovadilla zu untersuchen, ihn durch eben besten derLo-die Flotte wieder nach Spanien zu schicken, und alle seine Aufmerksamkeit anzuwenden, denzmnbe».Admiral und seine Brüder wider alles das Unrecht schadlos zu stellen, welches sie erlittenhatten. Carvajal, dessen Verdienste man bereits gerühmt hat, und welcher mit den Co-lumben bey ihrem Unglücke stets vereiniget geblieben, erhielt Befehl, in der Insel zu be-harren , und für ihr Bestes zu sorgen.

Nachdem das Jahr mit Zurüstungen vergangen: so erhielt Ovando endlich Befehl,unter Segel zu gehen. Bey seinem letzten Gehöre hielt ihm ein StaakSrath eine sehr lan-ge und rührende Rede, wie er sich bey seiner Verwaltung aufführen sollte /). Den izten »-»r.des Hornungs im 1502 Jahre gieng er zu Schiffe. Ein Sturm, den er bey den Cana- '

rien ausstund, zerstreuete seine Flotte und ließ eins von seinen größten Schiffen mit hun- Ovando He-bert und fünfzig Mann verloren gehen. Alle andere kamen zu Gomera, welches der all- Aöt sich ""Hgemeine Sammelplatz war, wieder zusammen, wo man ein Fahrzeug kauftte, um dasjenige^ *wieder zu ersetzen, was verloren gegangen war. Eine Menge Spanier, die auf den Ea-narien wohneten, machten das Schiffsvolk desselben aus. Ovando theilete darauf seineFlotte in zwei) Geschwader, nahm dasjenige unter seinen Befehl, wovon er glaubete, daßes am besten segeln könnte; und ließ das andere unter Antons von Torrez Befehle, wel-cher bey der Rückkehr sie alle führen sollte. Er kam den izten April in dem Hafen zuSän Domingo an.

Bovadilla vermuthete nicht, so bald einen Nachfolger zu bekommen. Indessen em-pfing er ihn doch am Ufer und führete ihn in die Festung, wo die neuen Bestallungen vorallen Beamten der Colonie gelesen wurden. Ovando wurde sogleich unter allen seinen Ti-teln erkannt und begrüßet, da sich Bovadilla hingegen auf einmal verlassen sah. Einige BovadillaGeschichtschreiber haben geschrieben, er sey zum Gefangenen gemacht worden. Man fin- wird verlas-det aber bey denjenigen, die am besten davon unterrichtet sind, keine Spur davon ; und st"-man sieht sogar, daß ihm stets ehrerbiethig begegnet worden. Roldan wurde weniger ver-schonet. Nachdem der neue Statthalter wider ihn und seine vornehmsten Mithaften Unter-suchungen angestellet: so ließ er sie insgesammt gefangen nehmen, und vertheilet sie aufder Flotte, damit sie nebst den Acten von ihrem Processe nach Spanien geführet würden.

Die Indianer wurden alsobald durch Bekanntmachung einer Verordnung des Königes und Neue Ber-ber Königinn, für frey erkläret, welche auch enthielt, man sollte die Hälfte von dem Gol- Ordnungen fürLe, welches man aus den Bergwerken brächte, an den bandesherrn abgeben; was das^^Mlaner.Vergangene aber anbeträfe, st sollte es bey dem Drittheile bleiben, nach den Verordiuin-gen des Admirales. Diese Verordnung war nicht sobald vollzogen, so hörete auf einmalaller Gewinnst aus den Bergwerken auf. Alle Anerbiethungen, die man den Eyländernthat, hatten keilte Macht über sie, da sie sich versichert zu seyn glaubet«, daß man sie nickstzur Arbeit zwingen könnte. Sie zogen ein ruhiges beben in ihrer erster» Einfalt, der Be-

schwer-

p) -Herrera führet sie im z Cap. des 4 D. ganz an. Mein, diese lange Reden sind in der Ge-schichte verdächtig.

Allgem. Bieisedeschr. Xlll Band. Q