in America. V Buch. IV Cap.
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Merkmaal eines guten Zeitraumes, nahm der Handel sogleich seinen Ansang. Als die SbrkffophCastilianer anö Land stiegen, begegnete ihnen der König deffelbigen. Man kennete ihn Kolumbus,bloß an einem Sonnenschirme von Blättern, der ihm über das Haupt gehalten wurde, undan der Ehrerbiethung, die ihm seine Leute erzeigeten. Er vertauschte seinen Spiegel am ^allerersten. Gleichwohl folgeren diesem Beyspiele nicht mehr, als neunzehn seiner Unter-thanen. Weil nun der Admiral glaubete, es werde an diesem Orte die Gewalt schwerlicheine größere Wirkung thun, als die Güte: so näherte er sich einer Dorfschaft, Namens Hu-riran, und fand die dasigen Einwohner dermaßen gutwillig, daß er für drey DußendSchellen neunzig Mark Gold eintauschte. Von hier kam er zu einem andern WohnplaHe, Na-mens Cubiga, wo die Gewohnheit, goldene Spiegel und Adler zu tragen, ein Ende nahm.
Es beträgt diese reiche Küste, von dem Flecken Caravans zu rechnen, etwa fünf-zig Meilen.
Den 2ten des Wintermonates lief man in einen Hafen, der seiner Schönheit wegen Entdeckungdes Namens Porto bello werrh geachtet wurde. Man brachte hier sieben Tage zu, und P°rtsgenoß den Anblick eines höchstangenehmen Landes. Die ganze Gegend war so wohl ^angebauet, daß sie einem Garten ähnlich schien. Allein, man bekam von den Einwohnernsonst nichts, als Obst, Lebensmittel, und baumwollen Garn. Vier bis fünfMeilen weiterfand der Admiral einen andern Hafen, den er wegen der vielen umliegenden WohnpläHeund des gut angebaueten Landes puerto di Bascnnentss nennete. Hier blieb er bis den2gsten, und ließ seine Schiffe ausbessern. Nachgehends lief er vor einem Orte, NamensGuiga vorbey, und die Castilianer verssumetm die Gelegenheit, Lebensmittcl daselbst ein-zunehmen, und einige Goldstücke, welche das dasige Volk in der Nase und in den Ohrentrug, einzutauschen. Den oösten lief er in den dritten, zwar sehr engen, aber ungemeintiefen Hafen, den er el Retrette nennete. Weil die Schiffe hier sehr nahe am Walle la- Haftn delZle-gen, folglich die Castilianer ohne Beyhülfe ihrer Nachen ans Land kommen konnten: so wette,machten sie bey dieser Gelegenheit auf einmal Bekanntschaft mit den Indianern. Esschienen auch dieselbigen im Anfange noch so ziemlich leutselig zu seyn: aber als man dieVertraulichkeit zu weit treiben, und in ihre Häuser treten wollte, so griffen sie zum Ge-wehre , und bedroheten die Schiffe damit. Der Admiral gedachte sie durch etliche Blind-schüsse zu erschrecken: allein, weil sie den Knall vermuthlich für einen Donnerschlag hiel-ten, so fragten sie wenig darnach, sondern machten nur ein großes Geschrey, und schlu-gen mit Stecken an die Bäume. Sie waren größer und starker vom Leibe, als alle In-dianer, die man bisher gesehen hatte. Doch ein einziger Scharfschuß,der etliche von ihnenzu Boden legte, dampfete ihre Verwegenheit, und jagete sie alle mit einander in die Flucht.
Ihr Land ist sehr eben, und mit hohem Grase bewachsen, in solchem lagen Cazmm.ns vonerstaunlicher Größe, die einen sehr starken Bisamgeruch von sich gaben.
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