Band 
Dreyzehnter Band.
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130
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Christoph

Lolumbus.

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Reifen und EntdeckungenDer U Abschnitt.

Küste de loS Contrastes. Fluß Dabra und Belem.Der Admiral schicket seinen Bruder nach Vera-gua. Christophsgebirge. Goldbergwerke zuUrira. Wohnpiatz am Belem errichtet. Kriegwider die Caeiquen des Landes. Der CaciqueQuibia wird gefangen; entwischet; rächet sich.Bartholomäus Columbus vertheidiget sich. ES

entwischen einige Gefangene. Die andern er-hängen sich. Muth eine« Castilianer«. Rück-reise des Admirale«. Er giebt einigen InselnNamen. Schlechter Zustand der Schiffe. An-stalten deswegen. Verwegene Reise. Seltsa-me Fahrt zween» Waghalse.

Lindem sich die Stürme allgemach aufzuziehen begonnten, auch die Ost-undNordostwin-de sehr ungestüm bliesen, getrauete sich der Admiral nicht, die See dagegen langer zuhalten, sondern beschloß, auf dem bisherigen Wege zurück zu gehen, und die Goldgruben,davon man ihm gefaget hatte, an einem gewissen Flusse, der bey den Indianern Dera--gua hieß, aufzusuchen. Er kam also den zcen des Christmonates wieder nach Portodello. Aber kaum war er wieder in die See gegangen: so mußte er ganzer drey Wochenlang alles Ungemach, das auf einer Fahrt nur immer vorfallen kann, empfinden. Esschien, als ob ihm das entsetzliche Toben der Wellen, Donnerschlage, Hunger und Durst,gleich einem Schwärme unversöhnlicher Feinde den gänzlichen Untergang geschworen hatten.Man hatte in dieser langen Zeit, von porco bello nur etwa dreyßig Meilen zurückgcle-Küste de los get, als man endlich wieder alt die Küste kam. Der Admiral gab ihr den Namen de losContrastes. Kontrastes. Denn zu geschweige«, daß seine Schiffe bey der unaufhörlichen Gefahr, demUntergänge bloß aus einer besondern Gunst der Vorsehung entgangen waren: so wollte er-such durch die nurbesagte Benennung seine persönliche Quasi ausdrücken; indem er vondem Podagra auf das heftigste gepeiniget wurde, und weder Tag noch Nacht dafür ruhenkonnte H).

,50?. Anfänglich sah er einen andern Fluß für den Veragua an. Die Landeseinwohner

' " ' nenneten denselbigen Pabra, er aber Belem, darum, weil er nach vorgängiger Untersu-

Flnß Yabra, chung der Tiefe, eben an Christi Erscheinungstage, an welchem ehemals die heiligen dreyKönige zu Bethlehem einzogen, in selbigen einlief. Den folgenden Tag lief er, nach erhal-^ ' tener Anweisung von den dasigen Einwohnern, wirklich in den Veragua ein; indem er nur

eine Meile davon entfernet gewesen war. Nach einigen Hindernissen, welche durch eineFreundschaftsstiftung mit den Indianern dieses Flusses beygeleget wurden, empfing er eineMenge Gold von ihnen. Doch gaben sie, um bey dem Handel destomehr zu gewinnen,vor, sie müßten es sehr weit von hier in einem steilen Gebirge aufsuchen, über dieses auch,durch Fasten und Enthaltung sich dazu vorbereiten. Der Admiral machte an seinem Ortegleichfalls Schwierigkeiten, und gieng gar wieder nach dem Flusse Belem zurück, weil ihmselbiger für seine Schiffe bequemer fiel. Sogleich lief ein großer Schwärm Indianer ;u-Er schicket sei- sammen, und vertauscheten allerley Waaren, auch etwas Gold gegen Glascorallen, Steck-nsn Bruder nadeln und Schellen. Unterdessen da dem Admirale der Veraguaffuß, weil er ihn für dienach Vera- wahre Quelle der Reichthümer hielt, beständig im Sinne lag: so schickte er seinen Bruder,S»a. Don

/>) -Heerera machet eine entsetzliche Beschrei-bung von dem Zustande der Castilianer. Unterandern ganz ungewöhnlichen Erscheinungen beydiesem Sturme meidet er auch, die See habe wie

kochendes Wasser gebrennet; der noch übrige Zwie-back sey so voll Würmer geworden , daß man ihnnicht habe ess n können; gleichfalls habe eine Was-serhose, als ein den Castllianern ganz fremder An-blick,