in America. V Buch. IV Cap. rzi
Don Bartholomäus mit den Barken dahin, und hieß ihn bis an die Wohnung eines Ca Christophciquen, Namens Duibia, der für ungemein reich ausgeschrien wurde, den Strom auf-Kolumbus.wärtS fahren. (Luttbia willigte zwar ohne große Weitläufigkeit in einen Besuch des spa- . '-o --nifchen Generals. Weil aber keiner den andern recht verstund: so lief die ganze Unterredungnur auf Wechselgeschenke aus. Noch wurden die vom Admirale gekosteten Vortheile, durchdas erstaunliche Ergießen des Belemflustes, und die dadurch verursachte Beschädigung sei-ner Schiffe verhindert. Man schreibt diese dem besagten Strome sehr gewöhnliche Zu-falle, dem ungemein hohen Gebirge zu, das man weiter oben am Flusse antrifft, und das Christophsge«vom Admirale den Namen des heiligen Christophs empfing r). birge.
Als endlich aufden Sturm wieder schönes Wetter folgete: so gieng Don Bartholomäusmit acht und sechzig Mann abermal nach dem Veraguaslusse, und schiffte, in der Absichtdie Goldbsrgwerke auszufragen, etwa anderthalb Meilen bis an das DorfdesQuibia auf-wärts. Der dasige Cacique ließ ihm durch drey Wegweiser in eine gegen Westen liegendeund sehr goldreiche Gegend bringen. Hier sammelten die Castilianer innerhalb zwo Stun-den soviel Gold, daß sie den Rückweg mit großer Freude über den glücklichen Versuch er-griffen. Gleichwohl erfuhren sie bald hernach, es wären diese Gruben nicht die veragui-schen, als welche der Cacique ihnen nicht habe offenbaren wollen, sondern sie gehöretennach Urira, dem Wohnsitze eines andern Caciquen, der mit jenem Krieg führete. Indem Goldbergwer-sie aber ergiebig genug waren, und an dem Namen das wenigste lag: so begab sich der ke zu Urira.Adelantade den röten selbst an den Urirafluß, welcher etwa sechs Meilen westlich vom Be-kemstrome liegt. Hier wurde er nicht nur von dem Cacique und seinen Unterthanen sehr freund-lich aufgenommen; sondern es begegneten ihm auch, als er den Fluß weiter aufwärtsgieng, die Einwohner der Flecken Dururi, Zobrada und Careba nicht weniger leutselig.
Es bewohneten dieselben ein sehr wohl angebauetes land, und vertauschten ihm eine Men-ge goldener Spiegel, davon der geringste zehn bis zwölf Pistolen werth war. Aus Bey-sorge, er möchte sich von den Schiffen allzuweit entfernen, ergriff er mit seinen Schätzen Wohnplatzden Rückweg. Der Admiral freuete sich bey diesem Anblicke ungemein, beschloß, unweitBekm er«der Mündung des Belems einen Wohnplatz zu errichten, seinen Bruder nebst dem groß-e -ken Theile der Mannschaft da zu lassen, für seine Person aber eine ansehnliche Verstär-kung aus Spanien abzuholen. Er überliest dem Adelantade achtzig Mann nebst einemSchiffe; und dieser fing sogleich an, Häuser nach indianischer Weise, von Holze mit einem Da-che von Palmblattern zu bauen. Noch wurde ein anderes sehr geräumiges Haus aufge-führet , das zur Waarennicderlage dienen sollte, vorläufig aber zum Verwahren des gro-ben Geschützes und des Bauwerkzeuges gebraucht wurde. Die LHensmittel ließ man, umbesserer Sicherheit dieser höchstnothwendigen Sache willen, an Bord, wiewohl man übri-gens an dieser Küste, da es zum wenigsten doch eine unbeschreibliche Menge Fische giebt,keinen Hunger zu leiden verhoffete. Die Indianer verfertigten vortreffliche Fischernetze, im-gleichen Fischangeln, theils von Knochen, theils von der Schale der Schildkröten. Stattdes Eisens, daran es ihnen fehlete, gebrauchten sie Fäden von einer gewissen Hanfgattung,
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blick, einen neck nie empfundenen Schrecken in sie hernach platzte, so glaubten sie durch Gottesihrem Gemüthe erwecket. Doch, saget'er, fanden Kraft davon befreyet zu seyn. 9 Cap.sie ein unfehlbares Mittel dagegen; sie sageten e) Colunib. Lebensbeschr. r D- zz Cap. -Her«nämlich das Evangelium Johannis her; und weit rerg am angef. Orte io Cap.