iZ2 Reisen und Entdeckungen
Ehrifloph welche so gut schnitten, als das Eisen selbst. Sie baueten Mais, und machten nicht mirColumbss. Brodt, sondern auch allerley Getränke daraus, ihres Weines von Palmen-und andern. . Bäumen zugeschweigen, den sie durch beygemischtes Gewürz und mancherley Säfte, sehr
angenehm machten. Die Arbeit gieng dem Eifer der Arbeitenden gemäß von statten, unddieser Wohnsitz war, seiner kurzen Dauer ungeachtet, dennoch der erste, den die Spanierauf dem festen Lande errichteten ä).
Allein, der Adelantade merkete bald, es gefalle deii^Indianern seine Unternehmungsehr schlecht, und es verdrieße sie, daß man ihnen eine Stadt vor die Nase hinsetze, ohnesie einmal darum zu begrüßen. Der Admiral lag zwar noch auf der Rhede: er hatte aberdurch eben den widrigen Wind, der ihn nicht auskaufen ließ, seine Schaluppe verloren,und konnte wegen der unaufhörlichen Gefahr, an der Küste zu scheitern, unmöglich erfahren,was am Ufer vorgieng. Gleichwohl schreckte seine Gegenwart die Indianer. Doch end-lich erriethen sie die Hinderniß, die ihn aufhielt, und stclleten sich so verdrießlich, als ob sienach des AdmiraleS Abfahrt den neuen Wohnplatz wegzubrennen gedächten. Don Bartholo-Krieg wider hielt also für nothwendig, ihnen vorzukommen. Er nahm vier und siebenzig Mann zu sich,des Landes^ und überzog damit den zosten März das Gebieth des (Dtiibia, den er für seinen gefähr-lichsten Feind ansah. Als der Cacigue seine Airnäherung erfuhr, ließ er ihn ersuchen, nichtbis an sein Haus zu kommen, welches auf einer Höhe am Ufer des Veragua lag. DerAdelantade suchte ihn zu überraschen. Er setzte seinen Weg fort, jedoch nur mit fünfMann, und befahl den übrigen, nur paarweise und so nahe anzurücken, daß sie bey Ver-nehmung eines Schusses das Haus umringen könnten. Indem er auf das Haus losgieng,ließ ihn der Quibia zum zweytenmale bitten, er möchte nicht in seine Behauung treten,weil er im Begriffe sey, ihm entgegen zu gehen. Der Adelantade schloß, es habe dieseBitte des Cacigue nicht sowohl ein Mistrauen oder eine Furcht wegen seiner eigenen Personzur Ursache, sondern vielmehr die Eifersucht wegen seiner Weiber. Als er nur noch zwan-zig Schritte weit vom Hause war, wartete er zwar, bis der Cacigue an die Thüre kam, be-fahl aber seinen Leuten, denselben in dem Augenblicke, da er ihn beym Arme fassen werde,gefangenzunehmen, und trat hierauf, nebst einem einzigen Indianer, welcher von bey-den Sprachen so viel verstund, daß er zur Noth einen Dollmetscher 'abgeben konnte, zuihm. Nach einem kurzen Gespräche ersah er seine Gelegenheit, ihn beym Kragen zu fas-sen. Anfänglich gieng es hitzig her, indem ihm der Cacigue an Stärke nicht das gering-ste nachgab. Allein, als die fünf Castilianer herzueileten, und durch einen Büchsenschußihre übrigen Gefährten herbeyriefen: so kamen nicht nur der Cacigue, sondern auch noch funf-Quibia wird ^ Einern Haufe befiMliche Personen, ohne Mühe in der Spanier Gewalt. Besagtegefangen. Personen waren seine Weiber, Kinder, und einige Bekannte oder Unterthanen von ihm.
Die armen Leute bothen ein großes für ihre Freyheit. Allein, weil der Adelantade wohlwußte, es könne ihm nunmehr, da er den Herrn des Landes in seiner Hand habe, dasdarinnen vorhandene Gold nicht entgehen: so schickte er disGefangenen nach seinem Schif-ft,
L) -Herreca io Cap. Colnmb. Lebensbeschreib. Bragama zu, welcher in unsern Tagen mit dem§; Cap. Nachgehend wurde die Landschaft De- Geschlechte von Lerwick Liria verloschen ist.ragua zum Herzogthume gewachst, und des Chri-stophs Enkel, Ludwigen gegeben. Seine Schwe- /) Wir folgen hier dem -Herrera. Ferdinandster Isabella brachte eö einem Zweige des Hauses Lolumbuö geht etwas weiter von ihm ab. Er
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