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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IV Cap.Der m Abschnitt.

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Unmenschliche' That des Ovando. Unerhörte Treu-losigkeit des Statthalters. Die Königinn wirdaufgeknöpfet. Die Spanier legen Städte an-Ovando bekümmert sich wenig um den Admiral.Die Columbm sind zu Jamaiea in Noth. Auf-ruhr unter dtzin Schiffsvolke. Die Aufrührergreifen zum Gewehre: sie wollen abreisen. Ab-reise derselben. Weises Verfahren des Admi-

rales- List des ColmnbuS. Man will die Co-lumben ermorden. ES kömmt eine Barke desOvando an. Boshafte VerhaltungSbefehle ih-res Schiffers. Wie er sie befolget. Anmer-kung über des Statthalters Aufführung. DerAdmiral suchet die Rebellen zu besänftigen. Sierücken gegen ihn an; werden geschlagen. Muthdes Ledesma. Die Aufrührer ergeben sich.

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/As schien damals, wie der Geschichtschreiber dieser Insel saget, als ob die Würde eines Unmenschlich»^ Statthalters ansteckend wäre, und einen jedweden, er möchte von Natur so sanftnrü- That desthig und billig seyn, als er immer wolle, zu einem blutdürstigen Vertilget' der armen In. Ovando.dianer mache.' Ovando, von besten Klugheit und Gottesfurcht außerdem viel Rühmensgemachet wird, hatte kaum die oberste Gewalt in Händen: so erachtete er, um diese un-glücklichen Leute in Gehorsame zu erhalten, unter andern für nöthig, die Einwohner einerder volkreichesten Landschaften gänzlich auszurotten. Zwar findet man nicht, was für ei-ne Ursache ihn absonderlich hierzu bewog; soviel aber ist gewiß, daß er seiner eigenen Nei-gung auf eine unglaubliche Weise vergaß, und bey dieser Gelegenheit auf eine treuloseund unmenschliche Weise verfuhr. ' Wir haben bereits erzählet, daß nach dem Aufstandedes Alcalde Majors, Roldan Timenes, eine ziemliche Anzahl seiner gewesenen Anhän-ger sich in der Landschaft Taragua niederließ, beständig allerley Muthwillen ausübete,und man froh seyn mußte, daß sie es nur nicht ärger machten. Der Caciqus Bohechiowar vor kurzem ohne Kinder mit Tode abgegangen, und sein Land an seine SchwesterAnacoana gefallen. Weil diese Prinzessinn allemal eine große Zuneigung gegen die Ca-stiliancr gehabt hatte: so erzeigete sie denen, die in ihrem Lande wohneten, alles ersinnlicheGute: allein, da man sie dafür mit Undanke bezahlete, so kann es wohl seyn, daß sich ih-re Liebe in Haß verwandelte. Wenigstens hätte es doch von Rechts wegen geschehen sol-len , und aus eben dieser Ursache, hielten die Spanier die Sache für wirklich. Dergestaltzog diese Veränderung auf beyden Seilen einige Feindseligkeiten nach sich, die aber baldwieder aufhörcten. Dem ungeachtet schrieben die Castilianer an den Generalstatthalter,die Königinn von Taragua führe nichts Gutes im Schilde, und es sey hohe Zeit, ihr vor-zukommen. Ovando kenncte die GcmüthLbeschaffenhelt der Leute, die ihm diese Nachrichtgaben, mehr als zu gut. Nichts desto weniger unternahm er unter diesem Vorwandeeinen Zug mit dreyhunderc Mann zu Fuße und siebenzig zu Pferde, in besagte Landschaft,sprengete aber vorher aus, es geschähe bloß, um die Abgabe, welche diese Königinn der casti-liamschen Krone schuldig sey, abzuholen, und bey dieser Prinzestinn, die sich allezeit sehr ge-neigt gegen die Spanier erwiesen habe, einen Besuch abzulegen.

Anacoana vernähn: diese Nachricht mit großen Freudensbezeugungen; und weil sie ent-weder sich unschuldig, oder ihr Geheimniß in Sicherhcitzu seyn wußte, so ließ sie doch keine ande-re Sorge an sich merken, als wie sie den Statthalter nach Würden empfangen möchte. Um ihreHofstaat zu vergrößern, und ihre Herrlichkeit zu zeigen, berief sie alle ihre Lehnsleute zusammen.

Die spanischen Geschichtschreiber zählen bis auf drey hundert, die sie für Caciguen ausgeben.

Beydes Statthalters Annäherung zog sie ihm, in Begleitung dieser Standespersonen, undeiner unzähligen Menge Volkes, entgegen. Der ganze Haufe tanzete nach dasiger Landcs-

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