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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IV Cap. 145

nen Soldaten, die mir ungehorsam wurden , ergieng? Was für Gefahr mußten sie nicht Christophausstehen, da sie sich unterstunden, über den Seebusen zu sehen, dahingegen diejenigen, Columbus.die ich selbst abschickte, ohne Mühe darüber kamen! Bald, bald, werdet ihr ein schreck- . ^4. ^liches Beyspiel sehen, wie der Gott der Spanier sich zu rächen vermag! Der Mond wird,um euch vor dem bevorstehenden Unglücke zu warnen, diese Nacht eine Blutfarbe anneh-men , sich verfinstern, und euch seinen Schein entziehen. Diese Begebenheit ist ein Vor-spiel des großen Jammers, der euch unfehlbar treffen wird, wofern ihr fernerhin unter-lasset, mich mit Lebensrnitteln zu versorgen c).

Nach einigen Stunden ereignete sich die Finsterniß in der That, und die Wildenheuleten vor Angst auf eine entsetzliche Weise. Sie fielen dem Columbo zu Füßen, undersuchten ihn, er möchte für sie, und ihre ganze Insel Gnade auskitten. Er ließ, um seinerLift einen desto größern Schein zu geben, sich ziemlich lange dazu bitten; endlich aber ver-sprach er, es zu thun, und gab vor, er wolle sich, um seinen Gott desto unveränderter an-zurufen, in sein Zimmer einsperren, er hoffetc auch, es werde ihn selbiger erhören. Alsendlich der Mond wieder zum Vorscheine kam: so machete er ihnen mit einer angenommenengroßen Freude weis, sein Gebeth sey erhöret, und Gott verzeihe ihnen für diesesmal, weiler Bürgschaften für sie geleistet und ihn versichert habe, sie würden sich inskünftige wohlaufführen, und die Christen mit Lebensmitteln versorgen. Von diesem Tage an gabensie nicht nur den Spaniern alles, was sie verlängeren, sondern nahmen sich auch sorgfältigin Acht, sie auf keine Weise zu beleidigen.

Ihr Beystand siel dem Admirale um soviel nöthiger, weil ihn außerdem eine aber-Man will diemalige Unruhe, die sich vor seinen Augen entspann, in die größte Verlegenheit gesetzet hätte. Columbcn er-Ein Apotheker, Namens Vernarbt, und seine beyden Gesellen, Dtllarora und Zamora,erachteten die gegenwärtige Gelegenheit für günstig, ihrem seit langer Zeit gegen die Co-lumben geschöpften Haffe ein Genüge zu thun. Sie wiegelten also die Kranken auf, undhakten nichts geringers im Sinne, als den Admiral nebst seinem Bruder zu ermorden. Es Es kömmt ei-wäre auch unstreitig ein großes Unglück erfolget: allein, die Ankunft der von Ovando aus "e Barke desHispaniola abgeschicketen Kundschaftsbarke brachte diejenigen, welche der Verdruß über ihr ^ando an.Elend zum Beytritte verleitet hatte, auf bessere Gedanken. Der Hauptmann besagterBarke hieß Diego d'Estobar. Er war in den Aufruhr des Roldan Timeneö verwickeltgewesen, und vom Admirale zum Tode verurtheilet worden. Ovando trug ihm diese Ver-richtung ausdrücklich deswegen auf, weil er ihn wegen seines Haffes gegen die Columben BoshafteVer«für die allergeschickteste Person zu Ausführung seiner Absichten hielt. Der VerhaltungS- halmngsbe-befchl, den er ihm mitgab, besagte, Diego solle sich den Schiffen des Admirales nicht nähern,er solle nicht ans Land gehen, sich in keine Unterredung weder mit den Columben, nock) ^ * 'mit irgend einem von ihren Leuten einlassen; keine andere Briefe als seine eigenen überlie-fern , auch keine andere als das Antwortsschreiben des Admirales annehmen; er solle miteinem Worte nicht vergessen, daß er bloß, um den Zustand des Geschwaders zu erkund-schaften, abgeschicket sey -/).

Ejcobar beobachtete alles mit einem recht ungeschliffenen Gehorsame. Er ankerte in Wie er sie be-einiger Entfernung von den gestrandeten Schiffen, fuhr in einem Canote ganz allein aus folgt.

Land, ließ ein Faß Wein nebst einem Schweine ausschiffen, und dem Admirale sagen,

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