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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IV Cap. 147

an, von ihrem gemeinschaftlichen Oberhaupte dergleichen Dinge zu begehren: allein, die TbriffophAufrührer geriethen darüber in eine noch größere Wuth, ja sie droheten sogar, dasjenige, Kolumbus,was man ihnen nicht gutwillig geben wollte, mit Gewalt abzuholen. Porras sagete ih- > .

nen ins Gesicht, der Admiral sey ein Bluthund, bey dem niemand seines Lebens sichersey, und suche er nur sie mit List in seine Gewalt zu bekommen. Die Barke, die sich nureinen Augenblick sehen lassen, sey bloß ein zauberisches Blendwerk gewesen, dainit derAdmiral vortrefflich umzuspringen wisse. Denn, wäre sie ein rechtes natürliches Fahr-zeug gewesen: so hatte sich der Admiral nebst seinem Sohne lind Bruder bey ihrem ge-genwärtigen verzweifelten Zustande, ohne Zweifel darauf eingeschiffet. Das sicherste Mit-tel, das man ergreifen könne, sey ein Besuch mit dem Degen in der Faust. Man müssesich seiner Person, lind aller auf den Schiffen vorhandenen Güter bemächtigen e).

Bald darauf rückte er in der That herbey, und legete sich in ein indianisches Dorf, Sie rücken ge-Namens Mayma, an dessen Stelle nach einigen Jahren, ein castilianischer Wohnplah 2 e>uhn an.unter dem Namen Sevilla errichtet wurde. Hier machte er Anstalt, die Columben in ih-rem Aufenthalte anzufallen. Der Admiral mußte wegen heftiger Gichtschmerzen noch im-mer das Bette hüten. Zwar ärgerte er sich unbeschreiblich, als er hören mußte, die Auf-rührer waren wirklich im Anzüge gegen ihn begriffen, er wußte aber sich dennoch zu fas-sen. Don Bartholomäus mußte ihnen mit fünfzig Mann entgegen gehen, um sie zumGehorsame zu ermähnen, und auf diesen Fall der völligen Vergebung alles bisher vorge-fallenen zu versichern. Allein, sie ließen ihm nicht einmal die Zeit, seinen Vortrag zu thun.

Kaum erblickten sie seine Leute: so renneten sie mit dem Gewehre in der Hand und großemGeschreye auf sie los. Der Adelantade ermunterte die Seinen zu rühmlichem Wohlverhalten,und versprach ihnen, mit gutem Beyspiele vorzugehen; damit kam es zum Handgemenge.

Bey dem ersten Feuergeben stürzeten sechs Aufrührer zu Boden. Hierüber gerieth der äl-tere PorraS in eine erstaunliche Wuth, rennete wie ein unsinniger Mensch auf den Adelan-tade selbsten los, und spaltete ihm den Schild, also, daß der Hieb die Hand noch verke-tzere. Allein, Don Bartholomäus, der eine außerordentliche Stärke besaß, kriegte ihnbeym Leibe, und nahm ihn gefangen. Hierauf drang er in die übrigen, hieb einige nie- Werden gs-der, und jagete die andern davon. Dergestalt hatte der Admiral sein Leben seines BrudersTapferkeit zu danken; denn die Aufrührer hatten ihm auf den Fall, wenn der Sieg auf^„^ 2*'ihre Seire fallen werde, den gewissen Tod geschworen /).

Der Adelantade verlor nicht mehr, als einen einzigen Mann, bekam aber viele gefahr- . Es bleibenlieh Verwundete. Des Admirals Haushofmeister wurde mit einer Lanze durch die weiches ^r^emSeite gestochen, daran er nach einigen Tagei, sterben mußte. Ledesma, eben derjenige ^

Steuermann, dessen Tapferkeit und Starke bereits gerühmet worden ist, bekam einenHieb durch die Hirnschale, daß das Gehirn bloß da lag; der zweyte nahm ihm beynahe denArm weg, und der dritte spaltete ihm die Wade vom Knicbuge bis an den Knöchel hinab.

Als er unter andern wirklichen Getödteten für todt auf der Wahlstatt lag, kamen die In-dianer aus dem Dorfe Mayma herbey, erstauneten d. über, daß solche Leute, die sie bis-her für unsterblich angesehen hatten, ohne Bewegung auf der Erde ausgestrecket da lagen,und besühleten seine Wunden, um, wie der Geschichtschreiber saget, zu erforschen, wie ein Muth des Le-Säbelhieb beschaffen sey. Ueber diesem Betasten kam er zu sich, rief mit einer drohenden besma.Stimme: werde ich über euch kommen! und erschreckte mit diesem einzigen Worte die

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/) Ebendas 6 B- « Cap.