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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IV Cap. r§r

sprochene halten. Unter diese Anzahl gehörcte der Erzbischof von Sevilla und Lehrmeister Christophdes Kronprinzen, Don Diego de Deza, imgleichen der Erzbischof von Toledo, Don Kolumbus.

Franz Simones von Cisnecos. Das Ansehen dieser geistlichen Herren brachte zwar ,_

viele Hosteute zu einer gleichen Meynung: allein, die übrigen sigeten ungescheut, der Ad-miral verlange nwhr, als er verdiene, und es sey nicht rathsam, einen Ausländer so mächtigzu machen. Zu des Admirales Unglücke pflichtete der König im Herzen der letzter» Mcy- ^ ^den'nung bey. Mit einem Worte, er verlangete, der Admiral solle auf seine jammtlichen Vor-rechte Verzicht leisten, und sich mit einigen Gütern in Castilien absinden lassen. Er sou- ^er.derte zu diesem Ende wirklich ein gewisses Städtchen, Namens Canton de los Condes,von den königlichen Taselgütern ab, that noch einige Einkünfte an baarem Gelde dazu, unddamit sollten die unzähligen Bemühungen des Admirales für den Vortheil der Krone bezahletseyn. Hierüber kränkete ColumbuS sich um so viel heftiger, weil er mit gutem Grunde vermu-then konnte, es werde der Hofseinen Kindern die Versprechungen eben so schlecht halten. Dochda er zu gleicher Zeit vernahm, es werde König Philipp von Oesterreich und seine Ge-mahlinn die Königinn Johanna von Arragon »»verweilet nach Castilien kommen, unddiese Krone in Besitz nehmen: so Hoffete er, die Tochter und der Eydam der KöniginnIsadella, würden es für eine Verletzung ihrer eigenen Ehre halten, wenn sie dem gegebe-nen Worte ihrer Mutter kein Genügen thun sollten. Weil er nun wegen Leibesschwachheit,ihnen nicht persönlich aufwarten konnte: so setzete er gleich nach ihrer Ankunft im Lande ein Bemühen sichSchreiben an sie auf, und sein Bruder Don BartholomäuS versprach, es zu überreichen. ^

Sie nahmen es sehr gnädig an, und es mußten die Merkmaale ihrer Gunst, die sie dem Ade- ^lantade ertheilcten, ohne Zweifel auch sehr kräftige Versicherungen in sich enthalten, weilseine Hoffnung dadurch von neuem belebet wurde.

Allein,

Eln andermal stelkete er dem Könige mündlichvor, „es erlaube ihm sein Alter und schwächn-„cher Leibeszustand nicht, auf die königliche Gna-„de noch lange Zeit zu warten; Ihre Majestät„möchten nur alle Vorrechte, die er vontzt habe,„zu sich nehmen, und ihm soviel, als es denensel-„bcn beliebig falle, wieder zurück geben; er ver-klänge bey seinen kränklichen Umstanden weiter„nichts, als einen Ott zu seinem Aufenthalte, nebst„der Freyheit, sich ungesäumt dahin zu begeben.„Der König gab darauf zur Antwort, er verlange„leine Abreise im geringsten nicht, er wisse wohl,„daß er ihm Indien gegeben habe, und er sey ge-„sinnet, ihm nicht nur alles, was ihm vermöge„seiner Freyheitsbriefe zustehe, wieder einzuräumen,„sondern über dieses auch in den Krongütern eine„Belohnung anzuweisen. „ Zn der dritten Bitt-schrift machte der Admiral eine sehr lebhafte Be-schreibung,„von demgewiffenlosenVerfahren desDo-„vadilla gegen ihn, von den Gewaltthätigkeiten„des Roldans und seiner Rette, und von der sicht-baren Rache, welche der Himmel an seinen Fein-„den ausgeübet habe. Er rechtfertigte sein Ver-„fahren mit den Zndianern, und versicherte, erha-

„be sie bloß kn der Absicht nach Castilien geschicket,„damit man sie im katholischen Glauben erziehen,„und in den Gewohnheiten des Königreiches unter-richten, sodann aber in ihr Land zurück schicken„möchte, woselbst sie bey ihren Landerleuten sehr„nützlich gewesen seyn würden. Er bath Seine„Majestät, Sie möchten seinen Sohn an seine„Stelle, nnd in den Besitz aller ihm selbst ange-„wiesenen Güter und Statthalterschaften setzen.„Auf diesem Stücke beruhe seine Ehre. Unter-„dessen stelle er doch alles in des Königes Belie-ben ; er unterwerfe sich der Willkühr desselbigen,„und er ipühre wohl, daß die Betrübniß über dke„lange Verzögerung der königlichen Gnade seinem„Leben ein baldiges Ende machen werde. „ Dieallerletzte Bittschrift überreichere er in seines ältestenSohnes Diego Columbus Namen. „Es ersuchte der-„selbige Seine Majestät, in seines Vaters Bitte„zu willigen. Auch würde er sich glücklich schätzen,„weun er der Krone an seines Vaters Statt die-„nen dürfte; und wofern es Seiner Majestät be-liebig fiele, ihm einen Beamten beizugesellen:„verspreche er hiermit, dem Einrathen desselbigeig„Folge zu leisten. Hexxera 6 B. z-z Cap.