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Reisen und Entdeckungen
Lhristoph Mein, dem Admirale hatte die Erklärung des Königes Ferdinands eine tödtlicheLolttmbns. Wunde geschlagen. Wie es scheint, so starb er vor seines Bruders Zurückkunst, und g§-
. _, noß das Vergnügen, die gnädige Gesinnung der neuen Herrschaft gegen sein Haus zu
AM ,-b d s vernehmen, nicht mehr. Der letzte Tag seines Lebens war der aaste May, an welchemMistrale«, ^ das Himmelfahrtsest einfiel. Er war damals zu Valladolid. Sein Leichnam wurde ausdieser Stadt inS Carthäustrkloster zu Sevilla, und nachgehends in die Insel Hispaniola ge-führt, und daselbst in der Hauptkapelle der Domkirche zu St. Domingo beygesetzet o).
Er war vorhin erwähntermaßen zweymal verheirathct gewesen. In Portugal! mitPhilippine N7oniz peresrrello, der Mutter des Don Diego, der ihm in sinnen Würdenfolgere. Mit seiner zweyten Gemahlinn der Beatrix Henriquez, die er in Spanien hei-rathete, zeugete er Don Ferdinand, der sein Leben beschrieb, für seine eigene Person bloßdie Ruhe liebte, und von allen Geschichtschreibern ungemein gelobet wird />).
Seine Ge- Christoph Columbus starb in seinem fünfund sechzigsten Jahre. Seine Gemüthöbeschaf-müchsbeschaf- stehest ist von mehr als einem Geschicheschreiber seinerZeiten auf das genaueste bemerket worden,fenhkit. Sein Leben war ein unaufhörlicher Wechsel von Glück und Unglücke, von Beschimpfungund Lobe, von so hohen Ehrenstellen und so tiefer Erniedrigung, als man von dem Wan-kelmuthe des Glückes nur immer erwarten kann. Ungeachtet seines großen Ruhmes undder hohen Würden, damir man ihn bekleidete, genoß er doch wenig Vergnügen. Im Ge-gentheile vergieng selten ein Tag, da er nicht entweder heftige Leibesschinerzen, oder ver-drießliche Zufälle, oder nagenden Verdruß ausstehen mußte. Von Person war er großund rvohlgcbildek. Sein Airblick und ganzes Wesen zeigeken etwas erhabenes. Er hatteein längliches Gesicht, eine Habichtnase, blaue muntere Augen, eine weiße Gesichtsfarbe.In der Jugend hatte er röthliche Haare, sie wurden aber bey seinen schweren Bemühun-gen , und vielfältigem Verdrussi bey guter Zeit weiß. Sonst war er von dauerhaftigerLeibesbeschaffenheit, großer Stärke und Behendigkeit; er hatte ein gefälliges und unge-zwungenes Wesen an sich, bezeugte sich beständig freundlich und bescheiden. GegenFremde war er höflich, gegen seine Bedienten leutselig, bey guten Freunden! lustig, undblieb allezeit auf eine bewundernswürdige Weise gelassen, Aus den Begebenheiten seines- Lebens erhellet von selbst, daß er viele Großmuth, erhabene Gesinnungen, einen durch-
drin-
o) Wir wollen das Ende dieses großen Mannesmit den eigenen Worten eines spanischen Geschicht-schreibers erzählen. „Seine Schmerzen vergeb„ßerten sich alle Tage, theils wegen der schlimmen„Witterung, theils aus Betrübniß, daß er we-ider Rath noch Hülfe wisse, ja nicht das gering-„ste im Vermögen habe, da er doch so unschätzba-re Dienste geleistet hatte, und Castilien durch die„von ihm der Krone erworbenen Schatze täglich„reicher wurde. Als er nun sah, daß seine Kräf-„te abnahmen: so ließ er sich den Leib Unsers Herrn„bringen, und empfing ihn mit großer Andacht.„Nachgehends, da er sein iiistehendeS Ende ver-„merkete, empfing er auch die letzte Oelung, und„gab seinen Geist, in dem Zustande eines wahren„Christen, seinem Schöpfer wieder.,, Heruerg6 B. rz Cap.
p) Voieds, der ihn genau kannte, lobet sein gu-tes Gemüth, seine Liebe zu den Wissenschaften,und seine Bemühung, einen schönen Büchervsrrachfür sich anzuschaffen.
-/) Zu diesem allgemeinen Entwürfe, welcher,soviel das Hauptwerk betrifft, aus dem Herreragenommen ist, wollen wir noch einige besondereUmstände aus eben diesem Geschichtschreiber fügen.
Christoph Columbus verstund die Sternwiffen-schafk und Schiffahrt vollkommen. Er verstundauch Latein, und machte Verse. Er war ein soeifriger Christ, daß er alle seine Reden und Hand-lungen mit Anrufung der heiligen Drcyfaltigkeitanfing. Er setzete über alle seine Briefe fclgendelateinische Worte: Islus, Lrux, blarig, stm nobü
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