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Dreyzehnter Band.
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176 Reisen und Entdeckungen '

Entdeckn»-- rier zwar aus; aber bald darauf kamen sie ins Weichen, und liefen endlich gar davon,gen nach Lo- Die Castilianer liefen ihres Ortes auf den Flecken zu, wo sie keine lebendige Seele, aberLumbo. eine gewaltige Menge Lebensmittel antrafen.^ Sie durchstreiften das ganze Land, ohne ei-, , nen einzigen Indianer zu sehen, und machten an allerley Geschmeide von dem reinestcn

Golde, für mehr als zehntausend Pesos Beute »r).

Dieser glückliche Streich, und das Wohlleben, darein,man so unvermuthet gerieth,sehete den Vasco Nugnez in eine ganz besondere Achtung. Er schlug vor, man solle dasgemeinschaftlich abgelegte Gelübde erfüllen; es wurde auch sogleich eine Stadt angeleget,die man, weil sie an diesem Flusse lag, Unsere alte liebe Frau von Darien nennete. Ver-muthlich dachte Enciso nicht daran, daß er seine Pflanzstadt durch ihre Verlegung an dieWestseite des Darien, aus Neuandalußen nach Goldcastllien Versehrte, indem der Fluß beydenLandschaften zur Gränzscheidung dienete. Sobald ihn Nugnez so weit verleitet hatte: so stel-lte er seinen Anhängern vor, weil die Pflanzstadt sich nicht mehr in dem Gebiethe desBaiboa hin- Ojeda befinde: so habe auch Enciso, dessen Gewalt von dem nur besagten Statthaltertergeht den hermhre, kein Recht mehr, ihnen etwas zu befehlen. Dieses Einblasen machte einenEnciso. ziemlichen Eindruck in den Gemüthern. Als nun noch ein neuer Fehler des Enciso darzukam, indem er allen Privatpersonen den Goldhandel bey Lcbensstrafe untersagete, folglichden Verdacht auf sich lud, als ob er diesen einträglichen Handel für sich allein treibenwollte: so wurde er dermaßen verhaßt, daß ihm jedermann inö Gesicht sagete, weil manKämmt an nicht mehr in Neuandalusien sey, so habe seine Regierung ein Ende. Die Misvergnüg-seine Stelle, ten errichteten hierauf eine andere, dabey Leugne; nebst noch zween Officieren, JohannZamudio und Franz Valdivia das meiste zu sagen hatten. Weil aber doch diese Verän-derung nicht einem jeden gefiel: so entstunden drey Rotten, welche, durch ihre Uneinigkeit,beynahe die ganze Pflanzstadt, gleich bey ihrem Aufkeimen schon wieder zu Grunde gerich-tet hätten. Einige verlängeren den Enciso wieder, wenigstens doch so lange, bis derHof einen andern Statthalter verordnete. Andere waren der Meynung, man solle nach demNicuessa schicken und ihm gehorchen, weil man in seinem Gebiethe sey: und endlich so blie-ben die guten Freunde des Nugnez bey ihrer Wahl, und hielten niemand der Regierungwürdiger, als denjenigen, der ihnen das Leben gerettet habe.

Ankunft des Unterdessen da die Uneinigkeit alle Tage zunahm , hörete man unvermuthet, daß imColmenarez. Seebusen einige Stücke abgefeuert wurden. Sogleich traten alle drey Parteyen zusam-men , und beantworteten die Losung. Bald darauf erschienen zwey Schiffe. Sie wur-den von TFodrigo Enrique; von Eolmenarez geführet, und hatten sechzig Mann nebstvielem Verrathe für den Nicuessa an Bord. Colmenarez wurde durch widrigen Winderstlich in den Hafen Santa Maria geworfen, welcher etwa fünfzig Meilen weit vonCarthagena'liegt. Als er nun hier frisch Wasser einnehmen wollte: so fielen die Wildenüber seine Leute her, und schössen ihm sechs und vierzig Mann todt. Noch sieben andere

hatten sich verlaufen und konnten nicht wieder an Bord kommen. Der Verdruß über

sein Unglück, und die Noth, seine Schiffe auszubessern, führete ihn an die östliche Seitedes Secbusens, woselbst er den Ojeda anzutreffen verhoffete. Allein, er bekam vielmehrgroße Ursache, zu muthmaßen, es müsse weder Ojeda noch jemand von seinen Leuten mehram Leben seyn. Bey diesen Umständen beschloß er, den ganzen Busen zu durchführen,

dann

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