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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cap. 27z

ausgesuchet hatte. Diese sollten den Gefangenen einen Brief und einige Geschenke, um da- Ferdinandfür von dem dasigen Oberhaupte ihre Freyheit zu erkaufen, überliefern. Ordaz bekam Cortez. 1519.Befehl, acht Tage lang mit seinem Schiffe auf sie zu warten, weil in dieser Zeit Antwort ersol- ^ ^ '

gen konnte.

.Cortez sah zu seinem größten Abscheue in diesem fände alle die scheußlichen Götzen- Will die Ein-gestellten , davon wir in des Grijalva Reise gemeldet haben. Sein Glaubenseifer trieb wol,„er aufihn an, die Bekehrung des Cacique zu versuchen »). Aber als er ihn nach seiner Mcy- ^fU'.mcl b«-nung schon halb gewonnen hatte, erhuben die Priester auf der Insel einen gewaltigen Lärm,und droheten sowohl dem Cacique für seine Person, als dem ganzen Volke das schrecklichsteUnglück, wenn sie litten, daß man die Verehrung ihrer alten Götter stöhrete. Cortezwurde darüber verdrießlich, und ließ sogleich alle diese Götzen in Stücke schlagen. DieIndianer erschraken im Anfange gewaltig darüber. Als aber der Himmel, anstatt dieseUnthat zu rächen, eben so heiter blieb, als zuvor: so verwandelte sich ihre Ehrerbiethung ge-gen ihre ehemaligen Götter in eine große Verachtung; und sie bewilligten nach vcrstöhrterAbgötterey, die Errichtung eines Altares, worauf ein Liebes Frauenbild, nebst einem Kreu-ze gesetzet wurde. Weil die vorgeschriebene Frist der acht Tage verlief, ohne daß Ordazzum Vorscheine kommen wollte: so eileke man mit dem Aufbruche, doch empfahl Cortez vorseiner Abreise dem Cacique nochmaten, das Bild und Kreuz unterdessen nur fleißig zu ver-ehren , und sollte ihm bey anderer Gelegenheit eine weitläustigere Unterweisung davon gege-ben werden n).

Einer so wunderlichen Bekehrung sollte man zwar von Rechtswegen keine sonderlichelange Dauer zuschreiben. Nichtsdestoweniger, als bald darauf die ganze Flotte wegen

eines

„tigkeit; weil im Kriege die Geduld nicht selten„dasjenige, was der Stärke der Waffen unmöglich„fiel, zu wege bringt. Auf diese Weise hat Her-cules den Namen des Unbezwingiichen erworben,„und eben deswegen haben seine Thaten die Be-nennung der Mühseligkeiten erlanget. Ihr habet„in denen Inseln, die ihr bezwungen, bereits gelernct,„wie man vieles ausstehen und tapfer fechten solle.„Gleichwohl ist unsere gegenwärtige Unternehmung„von weit größerer Wichtigkeit, und weil man den„Muth nach der Größe der Gefahr abmessen muß:„so müssen wir auch voritzt uns mit desto größerer„Standhaftigkeit ausrüsten. Zwar ist unsere An-„zahl geringe: allein, bey einem Kriegeshcere be-„steht die ganze Stärke bloß in der Einigkeit, ja,„sie machet es gleichsam größer, und dieses müssen„wir von der Gleichförmigkeit unserer Gesinnun-gen erwarten. Wir müssen, mnneBnider, wenn„es darauf ankömmt, einen Schluß zu fassen, alle„mit einander nur einen Sinn haben, gleichwie„nur eine Hand, wenn es zum Ausführen kömmt.„Bey allem, was wir zu erobern das Glück haben,„muß weder unser Ruhm noch unser Nutzen eine„Trennung leiden. Die allgemeine Sicherheit muß

Allgein. TFeisebeschr. XIII Band.

„sich auf eines jedweden besondere Tapferkeit grün-„ben. Ich bin euer Oberhaupt; nicht« desto we.„niger will ich für den allerschlechtesten Soldaten„mein Leben willig wagen. Ihr werdet mehr„mein Beyspiel als meine Befehle zu befolgen Hä-rchen. In dieser Zuversicht, getranete ich mir eine„ganze Weit zu erobern, und mein Herz giebt mir„die Hoffnung darzu durch eine gewisse Ahndung,„welche gewisser, als alles Wahrsagen zu seyn pflegt.„Hiermit schließe ich. Es ist Zeit, stakt des Re-gens zum Werke selbst zu schreiten. Haltet mein„zuversichtliches Versprechen fückemePraleiey. Es„gründet sich auf diejenigen, die ich um mich sehe,„und was ich selbst nicht zuwege bringen kann, das>,verhoffe ich von euch.,, Soli.« 14 Cap.

Er nahm ihn bey Seite, saget der Geschicht-schreiber, und überzeugete ihn von der Wahrheitdurch Hülfe des Dollmetschers durch dermaßenhandgreifliche Gründe, daß der Indianer gleich-sam betäubt davon wurde und nicht wußte, waser sagen sollte. Solls i; Cap.

.v) Solls 1 Cap.

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