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Dreyzehnter Band.
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274 Reisen und Entdeckungen

Ferdinand eines Lecks, den des Escalante Schiff bekommen hatte, wieder nach der Insel zurück keh-Lorre». 1519. ren mußte, sahen die Castilianer zu ihrer größten Verwunderung nicht nur das Bild nebst' ^ ' dem Kreuze noch immer an dem vorigen Orte stehen, sondern die Einwohner bezeugten

auch ihre Andacht durch vieles Beräuchern, und durch Bluhmen, damit sie den Altar be-streueten. Doch dieses ist die geringste Wirkung, welche der Geschichtschreiber des EortezGottesfurcht zuzuschreiben scheint.

Man findet Er hatte bereits wenige Hoffnung mehr, daß Ordaz die Gefangenen angetroffen hä-rmen verlor- ben würde. Aber als man vier Tage mit Ausbesserung des beschädigten Schiffes zugebrachtnrn Spanier. und eben im Begriffe war, unter Segel zu gehen, erblickte man von fern ein Canok,das über den Seebusen auf die Flotte zufuhr. Es saßen einige bewaffnete Indianer dar-innen , und man sah mit großer Verwunderung, daß sie nicht nur möglichst eileten, son-dern auch vor dem Anblicke der Flotte nicht die geringste Furcht äußerten. Der Generallegte um die Gegend des Ufers, wo das Canot landen mußte, einige Soldaten im Hinter-halte , welche die Indianer ungehindert aussteigen ließen, hernach aber ihnen den Rückwegverrenneten, und auf sie lossielen. Doch es trat einer von den Ankömmlingen mit offenenArmen voraus, und schrie auf Castilianisch, er sey ein Christ. Man empfing ihn mitgroßer Freude, und führete ihn zum Obersten; seine Gefährten wurden für eben diejenigenIndianer, welche man dem Ordaz nach Pucatan mitgegeben hatte, erkannt. Erwägetman, saget der Geschichtschreiber, daß ein Leck ein sehr gefährlicher Zufall sey, welchem,ohne nach der Insel umzukehren, abgeholfen werden konnte; bedenket man ferner, daß überdem Ausbessern des Schiffes ganz genau eben soviel Zeit verstrich, als der Gefangene zuseiner Ankunft nöthig hatte; daß dieser Mensch allerley auf dem festen Lande gewöhnliche Spra-chen verstund, folglich dem Generale für einen Dollmetscher dienen konnte; ja daß er inder That ein hauptsächliches Werkzeug zur Eroberung Mexico wurde: so kann man bey die-ser Begebenheit unmöglich alles einem bloßen Zufalle zuschreiben, sondern man wird gc-nöthiget, die wunderbare Anordnung der Vorsehung dabey zu erkennen^-).

Dessen Bege- Der arme Kerl sah einem Indianer vollkommen ähnlich. Er war gleich ihnen nackend,benhejten. schwarzbraun, und hatte die Haare in Zöpfen um den Kopf gebunden. Auf der Achsel"trug er ein Ruder, in der Hand einen Bogen, auf dem Rücken einen Schild und Pfeile.Nebst dem trug er einen gestrickten Sack, darinnen er seine Lebensmittel , und ein Paarkor-, 5 , die er fleißig zu bethen pflegte, verwahrete. Er fragte gleich anfänglich mit einerVerlegenheit, die man damals seiner übermäßigen Freude zuschrieb, was für ein Tag Heu- ^te sey? Allein, man merkete bald, daß er seine Muttersprache in der That vergessen hatte.Er konnte nichts erzählen, ohne einige indianische Worte, die niemand verstund, mit ein-zumischen. Cortez umarmete ihn, und bedeckte ihn mit seinem eigenen Mantel. Nachund nach erfuhr man soviel von ihm, er hieße Hieronymus d'Aguilar, sey aus Ecijs, einerandalusischen Stadt gebürtig, und von einer Herkunft, die ihm alle Gelegenheit zu einerguten Auferstehung verschaffet habe. Nachgehends gieng er feinem Berichte zu Folge nachIndien; und weil rr sich währender Uneinigkeit des Nicueffa, und des Vasco Nugnez deBalboa auf Darken befand, so begleitete er den Valdivia, als selbiger nach St. Domin-

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Cbendiefer 16 Cap. und -Herrera 4 B. 7 C. «) Solls ebendas. und -Herrera 7 und 8 Cap.r) Sonst las Br'voras oder Laymanes ge- Hcrrera meldet, man dürfe an des AguilarS Be-nannt. richte wegen feines redlichen Gemüthes, im ge-

ringsten