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Dreyzehnter Band.
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276 Reisen und Entdeckungen

Ferdinand Geschützes auf seinen größten Schiffen zu, den Soldaten aber befahl er, die sogenanntenLortel. i;>9. Estanpillos, oder abgenäheten Ueberwürfe anzuziehen. Mit anbrechendem Tage stellet«" man die Schiffe in einen halben Kreis, an dessen Spitze die Schaluppen ihre Stelle beka-

Er ^bekrieget Weil die Breite des Flusses in dieser Ordnung zu bleiben erlaubete: so schiffet? manam GrNalv^ vorschlich sehr langsam aufwärts, um die Indianer, wo möglich, auf Friedenögedanken zu' bringen. Ja es wurde Aguilar nochmals mit Freundschaftsvorschlägen an sie abgeschicket.Statt der Antwort gaben sie das Zeichen zum Angriffe. Sie rückten mit Hülfe des Stro-mes bis auf einen Bogenschuß herbey, und schickten den Spaniern auf einmal einen so ent-setzlichen Pfeilhagel zu, daß sie sich kaum davor decken konnten. Doch diese Hitze vergiengihnen ziemlich, als man sie mit der völligen Lage aus dem groben Geschütze begrüßete. Dasungewöhnliche Knallen der Stücke, und der Tod einer großen Menge ihrer Gesellen, setztesie in äußerste Angst. Sie sprangen aus den Canoten ins Wasser, und suchten sich mitSchwimmen zu retten. Hierauf rückten die Schiffe ohne Hinderniß bis ans Ufer, undCorte; unternahm das Landen in einer morastigen und mit Gebüsche angefüllten Gegend.Hier kam es abermal zum Gefechte. Die Indianer aus den Canoten stießen zu denen imHolze versteckten, und wagten einen gemeinschaftlichen Angriff. Ihre Pfeile, Wurfspießeund Schleudern bedrängten zwar die Castilianer nicht wenig: allein, Cortez wußte, seine Leu-te währenden Gefechtes in Schlachtordnung zu stellen. Es dieneten nämlich die vorderstenGlieder denen, die noch im Aussteigen beschäfftiget waren, zum Schutze, und, ver-schafften ihnen Zeit, sich gleichfalls zu stellen. Sobald die Schlachtordnung zu Standewar: so mußte Avila mit hundert Mann durch das Gehölze rücken, und die Hauptstadtdes Landes, Tabasco, davon die Lage aus den Beschreibungen der vorigen Züge schon be-kannt war, angreifen. Nachgehends rückte er mit festgeschlossenen Gliedern auf den un-zähligen Schwärm der Indianer los, trieb ihn auch, wiewohl mit unbeschreiblicher Kühn-heit und Gefahr zurück. Die Castilianer mußten dabey bis an die Knie durchs Wasserwaden. Der General schonte seine eigene Person eben so wenig, als der geringste Soldat,und man erzählet, er habe, als einer von seinen Schuhen im Moraste stecken geblieben,lange Zeit, ohne es zu merken, in diesem Zustande fortgefochten.

Unterdessen kamen die Indianer aus dem Gebüsche weg, vermuthlich, um ihreStadt, auf welche sie den Avila anrücken sahen, zu vertheidigen. Wenigstens schloß manes aus der großen Anzahl der darinnen versammelten Mannschaft. Die Befestigung be-stund aus eingerammeten Pfählen oder einer Art Pallisaden; zwischen den Pfählen gab esOeffnungen, dadurch man schießen konnte. Diese Umpfählung war völlig rund, ohneeinige Streichwehre. Beyde Linien, welche den Kreis bildeten, schlössen an ihrem Endeübereinander, doch so, daß zwischen ihnen ein schmaler Eingang mit vielen Wendungenoffen blieb; dabey stunden einige hölzerne Schilderhäuschen für die Schildwachen. Corrczkam zeitiger an die Stadt, als Avila, weil der letztere unterwegens durch viele Moräste undTeiche aufgehalten worden war. Doch stießen sie beyde zusammen, und rückten, ohne denIndianern viele Zeit zu vergönnen, gemeinschaftlich bis an die Verpfahlung. Der Raumzwischen den Pfählen dienete zwar statt der Schießlöcher für die Kugelbüchsen: allein, eswaren da wenige Indianer zu erblicken, weil sie sich meistcntheils bis an das andere Endeder Stadt zurück gezogen hatten; doch sah man , daß die Gassen ebenfalls mit Pfählen ge-fperret waren. Hier stelleten sie sich zwar mit großer Kühnheit von neuem, aber weil diegroße Menge einander selbst hinderte, mit schlechtem Erfolge, zur Wehre. Auf dem gro-