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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cap. 277

ßen Marktplätze, welcher mitten in der Stadt lag, versuchten sie ihr Heil zum letztenmale; Ferdinandsie wurden aber von diesem Orte ebenfalls verjaget, und hatten sodann kein anderes Ret- Locke), i;-«,.tungZmittel mehr übrig, als die Flucht in den Wald. Cortez litt nicht, daß man sie ver- ' ^ '

folgte, nicht nur, damit sie die Freyheit, sich eines bechern zu bedenken, sondern auch damitseine Leute Zeit zum Ausruhen gewönnen. Dergestalt wurde Tabasco ganz «»vermuthet dererste Ort, den er bezwäng. Die Stadt war an sich selbst zwar groß und volkreich: allein,weil die Indianer nebst Weib und Kindern zugleich auch ihr bestes Vermögen in Sicher-heit geschafft hatten, so fand der beutbegierige Soldat wenig Schätze zu plündern, Lebens-rnittel hingegen gab es im Ueberfluffe. Viele Castilianer wurden verwundet, unter an-dern auch Diaz von Castillo, dessen Tapferkeit Solls ungemein lobet. Der Feind verlorviel Volk, suchte aber in dem Verbergen seines Verlustes einen sonderlichen Ruhm, undbrachte deswegen seine Todten heimlich auf die Seite.

Die Castilianer lagerten sich diese Nacht in drey Tempel, darinnen sie wegen der vor-theilhaftigen Lage derselbigcn vor allen Ueberfallen in Sicherheit waren. Cortez verrichtete dieRunde in eigener Person, führete auch die Schildwachcn selbst auf. Als mit anbrechen-dem Tage kein Feind weder zu hören noch zu sehen war, ließ er den benachbarten Wald er-kundschaften. Allein, auch hier war keine lebendige Seele. Diese Gelassenheit schien ihmsehr verdächtig, absonderlich als man erfuhr, Melchior, einer von den alten Dollmetschern, Untreue'einessey diese Nacht weggelaufen, und habe die Kleider, die er seit seiner Bekehrung zum Chri- Dolmetschers,stenthume trug, an einem Baume hangen lassen. Der Kerl konnte den Indianern aller-dings Nachrichten von gefährlicher Folge geben. Man erfuhr nachgehends wirklich, erhabe sie versichert, es wären weder die Spanier unsterblich, noch ihr fürchterlich krachen-des Gewehr der Donner, und er habe sie eben durch diese Nachricht zur Fortsetzung desKrieges verleitet. Allein, seine Untreue brachte ihm schlechten Vortheil; denn weil denWilden der Sieg deswegen nicht im geringsten leichter siel, so opferten sie ihn ih-ren Götzen.

Cortez wäre voritzo unter Segel gegangen: allein, da er den Krieg einmal angefangenhatte/so wäre ein allzuhastiger Abzug einer Flucht ähnlich gewesen, oder es hätte doch wenig-stens eine unvollkommene Ueberwindung des allerersten Volkes, mit dem er ins Handgemengegerieth, den Schrecken seines Namens nicht genugsam ausgebreitet. Seine auf Kund- Die Indianerschafk ausgeschickten Parteyen ä) brachten ihm die Nachricht, es stehe an einem gewissen Or- ziehen sich zu-ke, Namens Cmthla, ein unzähliger Schwärm Indianer, und habe sich vermuthlich bloß sammen.in der Absicht, ihn anzugreifen, versammelt.

Indem alle in diesen Gegenden befindliche Völker bey ihren Kriegen einerley Weise Ihre Ein-beobachteten: so beschreibt Dia; den Zug der KriegeSmacht, davon die Rede ist, damit man nchrung.sich von allen bey dieser Eroberung vorgefallenen Treffen eine Vorstellung machen könnte.

Ihr gewöhnliches Gewehr waren Bogen und Pfeile. Die Bogensehne bestund aus den Ner-vcn irgend eines Thieres oder aus zusammengedrehten Hirschhaaren; die Pfeile waren miteinem spitzigen Knochen oder mit einer Fischgräte vorgespitzet Nebst dem hatten sieWurfspieße oder Hassagayen, die sie nach Gelegenheit entweder würfen, oder als einenFaustspieß gebrauchten. Einige trugen Schlachtschwerdter oder breite Säbel von einem

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ö) Dia; Sek Laftills und Solls beschreiben fämmenhänqend beschreiben, ohne etwas merkwür-nlie diese Streifereyen ausführlich. Wir lassen es digeS, das den Cortez selbst betrifft, wegzulassen,dabey bewenden, daß wir die Havxtzeschichte zu-