292 Reisen und Entdeckungen
Ferdinand allzuschwachett Grunde. Eben dieser Mangel nöthigte ihn nur allzuoft, bey dem UngehorsameLvrte;. 1519. gegen seine Befehle durch die Finger zu sehen. Daher rührete sein Eifer, denjenigen Ent-' * wurf, darzu alle diese gegenwärtigen Anstalten nur bloße Vorbereitungen waren, sobald als
möglich auszuführen.
Als die Regierung den folgenden Tag versammlet war, ließ er sich bescheidentlich melden.Die Räthe stunden bey seinem Eintritte auf. Er hingegen machete ihnen eine tiefe Ehr-erbiethung , und nahm keine andere Stelle an, als nach dem ersten Rathe. Hier hielt ereine künstlich ausgesonnene Rede, und stelleke mit einer äußerlichen großen Offenherzigkeitund uneigennützigen Gesinnung vor -r): weil der Statthalter von Cuba, welcher ihm seineStelle ertheilet habe, nachgehends anderer Meynung geworden sey, so halte er seine Befug-uiß, das Kriegebheer anzuführen, nicht für hinlänglich. Die gegenwärtigen Umständeerforderten bey einem Feldherrn freye Macht, nach Beschaffenheit der Umstände zu verfah-ren. Er übergebe folglich sein bisheriges Amt in die Hände der Regierung, welcher esobliege, unterdessen bis der König ein anderes verordne, das Kriegesheer mit einem Ober-haupte zu versorgen. Zum Beschlusse verlangete er eine Urkunde wegen niedergelegtenAmteS, legete den Bestallungsbrief des Don Velasquez auf den Tisch, und übergab denGeneralstab, nachdem er ihn vorher ehrerbiethig zum Munde geführct hatte, dem Regie-rungspräsidenten. Damit gierig er hinaus, und in sein Gezelt.
Ungeachtet er nun die ganze Sache zum Voraus auf solche Weise eingefädelt hatte,-aß ihm wegen des Ausganges nicht bange seyn durste: so reden doch alle Geschichtschreibervon dieser erhabenen List nicht anders, als mit Verwunderung. Die Regierung schrittohne langen Zeitverlust zur Wahl. Die meisten Räthe waren schon zum Voraus darzubereitet; die übrigen ließen sich die Sache gefallen , weil sie nichts darwider einzuwendenwußten. DGmach wurde einhällig beschlossen, man wolle zwar zugeben, daß Cortez seinAmt freywillig niederlegete, doch mit der Bedingung, daß er es, kraft einer im Namen desKöniges ausgefertigten Bestallung, sogleich wieder antreten, und der gemeine Mann von
die-
«) Da wkk, unserm gefaßten Entschlüsse zu Fol- „ne. Ich habe es für meine Schuldigkeit erach-§e, nichts vorbeylassen dürfen, was seine Gemüths- „trt, ihnen meine Gedanken dießfakks mitzutheilen;Leschaffenheir auf eine ausnehmende Weise schil- „indem ich besorge, sie möchten etwas nicht sattsamdert: so wollen wir diese Rede also hersetzen, „gegründetes als unstreitig voraussehen, dadurchwie Solls sie dem Diaz abgeborget hat. „Hoch- „aber genöthiget werden, ihre Derathschlagungen„gebiethende Herren. Die gegenwärtige Re- „von neuem anzufangen. Es liegt diese unter Ve-rzierung , welche wir durch Gotkeü Gnade „ro Regierung aufkeimende Stadt in einem noch„errichtet haben, stellet dies Person des Köni- „wenig bekannten aber ungemein volkreichen Lan-„ges vor, welchem wir, die Wahrheit zu gestehen, „de, das uns, wie aus den bisherigen Widerschlich-„verbunden sind, gleichwie denn alle ehrliebende „keiten zu schließen ist, viel zu schaffen machen„und tugendhafte Personen dieftlPflicht mit Lust „wird. Den diesen Umständen wird uns cinKopf„erfüllen. Ich erscheine demnach vor Ihnen, als „und Hände nöthig fallen, das ist, die Gewalt wird„ob ich in Seiner Majestät eigenen Gegenwart „dasjenige, was die Klugheit anfing, gar oft auS-„wäre, und ohne andere Absteht als dero Dienste „führen müssen. Zn unserm gegenwärtigen Zu-„zu befördern; indem ich, was dieses betrifft, mir „stände wollenUeberlegung und weise Anschläge nicht„eine Ehre daraus mache, keinem Menschen in der „allein hinlänglich seyn. Sie werden vor allen„Welt zu weichen. Sie berathschlageten sich über „Dingen auf die Erhaltung der KriegeSmachk, die„die Mittel, wie matt die gegenwärtige Pflanzstadt, „uns zur Brustwehr dienet, gedenken, und es erfor-„welche sehr glücklich ist, dergleichen Oberhäupter „dert meine Schuldigkeit, ihnen zu berichten, es„zu haben, auf einen dauerhaften Fuß setze» kön- „fehle ihr an gewissen, zu unserer Sicherheit, und
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