in America, v Buch. IX Cap.
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Gebirge, nach O.uiabizlan. Sie waren Oberhäupter der sogenannten Totonaguen, eines FerdinandVolkes, das viele sehr volkreiche Dorfschaften bewohnete, und weder an der Sprache noch Lorrez. ,;i§.Lebensart mit den Einwohnern anderer Gegenden im Reiche viel Aehnlichkeit hatte. Es ' '
waren lauter baumstarke, abgehärtete, und zu allen Kriegesübungen sehr geschickte Leute. Toton«-Die Caciquen bothen »richt nur dein Corkez ihre Völker an, sondern sie verbanden sichauch mit einem Eide zur Treue, und leisteten der Krone Spanien die ordentliche Huldi-gung /). Als dieses Bündnis seine Richtigkeit hatte, gieng jedweder nach Hause, umdie Befehle des neuen Bundesobersten zu erwarten. Indem nun Cortez voritzt keine Hin-derniß mehr vor sich sah: so beschloß er, der Stadt Vera Cruz eine ordentliche und bestän-dige Gestalt zu geben. Denn bisher war sie mit dem Heere, daraus sie, der ihr eigenenEinrichtung und Aemter ungeachtet, bestund, von einem Orte zum andern herumgezogen.
Man wählete zu ihrer Stelle, eine Ebene zwischen der See und Quiabizlan, eine halbeMeile weit von letztbesagtem Orte. Die Ursachen der Wahl waren die Fruchtbarkeit desBodens, die Menge des Wassers und die Schönheit der Bäume. Man legete ohne Stadt
Verzug den Grund zu einer Ringmauer. Die Befehlshaber vertheileten die Auf- gewisse
ficht über diese Arbeit unter sich, und giengen dem gemeinen Manne mit ihrem Beyspiele Stelle,vor. Cortez selbst glaubete, er dürfe sich bey dieser Gelegenheit vom Handanlegen nichtausschließen. Dergestalt kam nicht nur die Mauer in kurzer Zeit zu Stande, sondernsie erlangete auch eine genügsame Festigkeit, den indianischen Kriegesrüstungen Widerstandzu leisten. Man setzete ziemlich niedrige Häuser hinein und sah dabey mehr auf die Be-quemlichkeit, als auf die Zierde m).
Indem dieses vorgieng, waren die beyden mexikanischen Beamten an ihren Hof zu-rück gekommen , und hatten bey Erzählung ihrer Unglücksfälle, die Verbindlichkeit, die siedem ausländischen Generale wegen ihrer Freyheit hätten, keinesweges vergessen. DieseNachricht hatte die Kraft, das Aornfeuec des Motezuma auf einmal zu löschen. Dennin der ersten Hitze wollte er ein schreckliches Heer auf die Beine bringen, und damit alleAufrührer und Helfershelfer derselbigen bis auf den Grund vertilgen. Doch, weder seinGrimm, noch sein Stolz, brachte ihm die Aussprüche seiner Götter, und die Merkmaale vondem Zorne des Himmels über seine Person aus dermSinne. Er beschloß also, die Güte
noch einmal zu versuchen, und den Cortez durch eine neue Gesandtschaft und abermaligeGeschenke, wo möglich, zur Abreise zu bewegen. Die Gesandten kamen eben zu der Zeit, Motezumaals man die letzte Hand an die Befestigungswerke von Vera Cruz legete, ins spanische Lager,und hatten zween junge Prinzen, des Kaisers Vettern, nebst vier alten Caciquen, die ihre n^an Cer-Hofmeister vorstelleten, bey sich. Ihr Geschenk war von erstaunlichem Werthe/ Sie rez.danketen dem Cortez für seine den beyden Reichsbeamten erwiesene Freundschaft, versicher-ten, der Kaiser habe die Bestrafung der aufrührischen Caciquen bloß in Ansehung seineraufgeschoben, und wiederholeten endlich das alte Begehren von seiner Abreise mit derma-ßen vielerley Umschweifen und geheimnißvollen Gründen, daß man leicht merken konnte,es sey dieses das Hauptwerk von ihrem ganzen Antrage.
Cortez ließ ihnen große Ehre erweisen, und bezeugete viele Achtung gegen das Geschenk. Ihre Unterre-Ehe er aber ihren Antrag beantwortete, ließ er die vier Gefangenen, welche hierzu schon dung-
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tausend Mann angebothen: allein Dia; meldet kel- «) Es wurde durch einen Notarkum, Namensne Zahl, sondern saget nur, das Land sey sehr Volk- Diego von Svdois, eine Urkunde darüber ausgeser-reich gewesen. rizek. -Herrera.