in America. V Buch. IX Cap. zsz
gen seiner erst kürzlich erhaltenen Würde eines Adelantade, mehr als jemals im Stande, Ferdinandsie werkstellig zu machen. Diese Nachricht sehete die neue Pflanzstadt in nicht geringes Lortex. 1519.Schrecken, und man erachtete, um sich außer aller Gefahr zu sehen, für unumgänglich nö-" ^ '
thig, dem Könige von allem, was man bisher vorgenommen hatte, Rechenschaft zu geben.
Die vornehmsten Kriegesbedienten seheten ohne Verzug ein Schreiben an Seine Majestätauf, darinnen sie den Zustand der bereits bezwungenen Länder, und die angezweifelte Hoff-nung, seine Herrschaft in diesem großen und reichen Theile der neuen Welt noch weicer auszubrei-ten , der Wahrheit gemäß, vortrugen. Zugleich stelleten sie vor, wie ungerecht und ge-waltsam der Statthalter zu Cuba verfahren sey, wieviel Spanien den weisen Anstalten desCortez und seiner Tapferkeit zu danken habe, und daß um dieser Ursache willen, sie die Ent-schließung gefastet hätten, ihn im Namen Seiner Majestät, wieder in diejenige Würde,die er aus Bescheidenheit niedergeleget, gleichwohl aber niemand so gut als er zuführenwisse, einzusehen. Zum Beschlusse ersuchten sie den König, er möchte ihre Wahl be-stätigen , und sie von des Don Velasquez Obergewalt gänzlich befreyen. Der Generalschrieb an seinem Orte ebenfalls, ertheilet« von den gegenwärtigen Umständen seiner Unter-nehmung ungefähr eben dieselbige Nachricht, überließ mit einer großmüthigen Gleichgül-tigkeit , die Bestimmung seines eigenen Schicksals Seiner Majestät bloßem Willkühr, undredete von sonst nichts mit einigem Nachdrucke, als daß er die größte Hoffnung vor sich sa-he, das ganze mexikanische Reich unter den Gehorsam Seiner Majestät zu bringen, indemer der Macht des Motezuma, welcher wegen seiner Grausamkeit äußerst verheißet sey, mitHülfe der misvergnügten Reichsstände zu stürzen sich getraue. Man wählete, um diese und*MonkeioSchreiben nach Hofe zu bringen, den Portocarrero und Montejo, und gab ihnen zugleich nach
alles vom Motezuma und den Caciquen zum Geschenke erhaltene Gold und andere Kostbar- Spanien ge-feiten mit. Der Kriegesbeamte, ja der gemeine Soldat selbst gab seinen Antheil von die- schicket,sein erstaunlichen Schahe willig her r). Gleichfalls erbothen einige Indianer sich freywil-lig zur Reise, damit sie dem Könige als die Erstlinge seiner neuerworbenen Unterthanenvorgestellet werden könnten. Man rüstete das beste Schiff von der Flotte aus, und un-tergab es der Anführung des Alaminor. Er gieng den i6ten des Heumonates unter Se-gel , und bekam den ausdrücklichen B esthl, seinen Weg durch die bahamische Meerengezu nehmen, keinesweges aber an Cuba zu landen, weil des Don Velasquez Eigensinn einesehr gefährliche Klippe für ihn seyn konnte. , Verschwö-
Indem die Zurüstungen zu ihrer Abreise vorgekehret wurden, verschaffte das Glück dem widerGenerale eine neue Gelegenheit, seinen Muth und seine Klugheit zu zeigen. Einige Sol- tzen Cortezbaten nebst einer geringen Anzahl Matrosen mochten entweder des vielen HerumschwärmenS wird entdecket,überdrüßig seyn, oder auch von dem Velasquez eine große Belohnung hoffen, kurz, sienahmen untereinander die Abrede, sie wollten mit einen: Schiffe durchgehen, und demVelasquez sowohl von dem Inhalte des jüngsthin an den König erlassenen Schreibens, als
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get, er selle die letztere heirathen. es hake aber tharlna genennct wurde, für sich behalten, dieder General vorgeschützet, die Spanier durften kei- übriaen aber an eben so viele KrieqeSbediente ans-ne Weiber von einer andern Religion heirathen. gekheilet. 14 Cap. Marina blieb, wie es scheint,
Herrera berichtet. Cortez habe nach einer im Tem- deswegen dennoch in der alten Gunst,pel gehaltenen Messe, die acht Indianerinnen tau-fen lassen, die Muhme des Caciquen, welche Es-
Solls r Buch iz Cap.