Z2» Reisen und Entdeckungen
Ferdinand zu gewinnen, indem sie wegen der bisherigen unaufhörlichen Unruhe ungemein viel ge-Lorle;. lz.K. litten hatte r).
' ^ 7 Kaum waren diese Gesandten zum Thore hinaus: so ließen sich fünf Mexikaner im
Abermalige d^ö Motezuma melden. Sie hatten sich auf allerley Schleifwegen in das tlascali-
bes^Mvttui- sihe Gebiethe geschlichen, und es war bloß ihrer ungemeinen Vorsichtigkeit zuzuschreiben, daßmq. ^ " sie so glücklich durchkamen. Weil Motezuma von allem, was im Tlascalischen vorfiel, ver-mittelst seiner Läufer sogleich Nachricht bekam: so verdoppelte sich seine Bestürzung, als ervernehmen mußte, daß ein streitbares Volk, das seiner gesammten Macht schon vielmalsdie Stange gehalten hatte, von einer Hand voll Ausländer etliche mal nach einander ge-schlagen worden sey. Er besorgete, Cortez möchte, nach Bezwingung dieser Aufrührer,nach hdhern Dingen streben, und das ganze Reich unter seine Gewalt bringen. Etwaserstaunliches ist es, daß er bey einem sowohl gegründeten Argwohne, auf keine Vertheidi-gung gedachte, noch ein Kriegesheer auf die Beine brachte. Allein, es erhellet aus allem,was er vornahm, daß er sich allzusehr auf die Kunstgriffe seiner Staatsklugheit verließ,und der Meynung war, er könne die Vereinigung zwischen den Spaniern und Tlastalcrnnoch wohl hintertreiben. Eben in dieser Absicht schickete er die gegenwärtige Gesandtschaftan den Cortez, obgleich unter dem äußerlichen Vorwande, ihm wegen seiner erhaltenen Sie-ge Glück zu wünschen, und ihn zu ermähnen, er möchte diese ihre gemeinschaftlichen Feindeohne Gnade und Barmherzigkeit behandeln, wie er sie ihm denn als Leute ohne Treu undGlauben verdächtig und verhaßt zu machen suchete. Nebst dem sollten die Gesandten demausländischen Generale wegen seines Vorhabens, nach Hofe zu gehen, nochmalige Vorstel-lungen machen, und unter dem Scheine der Freundschaft die Ursachen, warum der Kaiserseine Erlaubniß nicht darzu geben könne, vortragen. Auch sollten sie die gegenwärtigenUmstände der Tlascalaner ausforschen, und wofern dieses Volk zum Frieden geneigt seynsollte, dem Schlüsse desselbigen soviele Hindernisse in den Weg legen, daß sie ihm von demErfolge ihrer Werbung unterdessen Nachricht geben könnten/).
Cortez empfing sie mit desto größerer Freude und Höflichkeit, weil ihm das langeStillschweigen des Kaisers allmählig Kummer erweckete. Auch bezeugete er wegen ihrerGeschenke, die sich auf zweytausend Mark Goldes beliefen, alle ersinnliche Dankbarkeit.Die Antwort selbst aber verschob er unter allerley Vorwande, eigentlich aber deswegen, damitsie vor ihrer Abreise sehen möchten, wie demüthig die Tlascalaner um Friede bey ihm ansuche-ten. Die Gesandten verlängeren ihres Ortes eben so wenig, auf eine schleunige Abferti-gung zu dringen, weil sie den Verzug ihrem Auftrage für gemäß hielten. Unterdessen ga-ben sie durch allerley unschickliche Fragen gar bald Anlaß, denselbigen zu errathen; man be-griff daraus, wie bange es dem Motezuma seyn müsse, und wie viel darauf ankomme,mit den Tlascalern abzuschließen, wofern man ihn anders zu Paaren treiben wolle.Xicokencatk Der Staat suchete die Spanier von der Aufrichtigkeit seiner Gesinnung zu überzeu-s^chkint itü gen, und ließ deswegen an alle um das Lager befindliche Dorfschasten einen Befehl erge-^anischen a- ^, selbiges ohne Bezahlung oder Umtausch einer andern Waare, mit Lebensrnitteln zuversorgen. Sogleich war alles im Ueberflusse vorhanden, und die Bauern aus diesem
Be-
e) Die Geschichtschreiber melden, er habe ei- zu Pferde gestiegen, und habe alles, was man so-neS Tages, da ihn die Indianer angriffen, Ar- wohl von einem Feldherrn als tapfern Soldatenjener- eingenommen gehabt; dem ungeachtet sey er iw-