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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cap. zzi

untermischet zu seyn, die sich bey ihrer Bewegung in unzählige Funken zertheileten. Die FerdinandIndianer hatten bey Erblickung des Rauches keine Furcht bezeuget. Dieser Anblick war ckorrez. i;i-ihnen nichts neues. Allein, die Flammen erregeten ein entsetzliches Schrecken unter dem ^ ^Volke. Es glaubete, von einer fürchterlichen Begebenheit bedrohet zu werden. Die Meynung dervornehmsten Räthe schienen überzeuget zu seyn, dieß wären die Seelen der Boshaften, Indianer da-welche herausgiengen, die Einwohner der Erde zu züchtigen: und diese Meynung, welche*""*'wenigstens einen Begriff von der Unsterblichkeit der Seele enthielt, war eine Gelegenheitfür den Cortez, ihnen die Hoffnung und Furcht einzuprägen, welche seinen großen Absichtengemäß waren. Unterdessen daß das ganze Volk bestürzet war, verlangete Diego d'Ordaz D'Ordaz ke-die Erlaubniß, diesen feuerspeyenden Berg in der Nähe zu betrachten. Ein so kühner suchet solchen.Antrag machete, daß die Indianer zitterten. Sie bemüheten sich, ihm einen Vorsatz aus-zureden , wovon sie ihm alle Gefahr vorstellten. Die tapfersten Tlascalaner hatten sichnoch niemals unterstanden, sich der Spitze des Berges zu nähern. Man hörete zuweilenein entsetzliches Gcbrülle daselbst. Die Schwierigkeiten aber machten dem d'Ordaz nurmehr Muth und er erhielt leicht die Erlaubniß vom Cortez, welcher sich ein Vergnügendaraus machte, daß er seinen neuen Bundesgenossen zeigen könnte, eö sey für die Tapfer-keit der Spanier kein Hinderniß unübersteiglich.

D'Orda;'reiste mit zweenen Soldaten von seiner Compagnie und einigen Indianern Nachricht vonab, die sich nicht weigerten, ihn bis an den Fuß des Berges zu begleiten, nachdem sie seinem Wegeihm gemeldet hatten , sie betrüoeten sich sehr, daß sie erwählet worden , Zeugen von sei- und seinenDe-nem Tode zu seyn. Der unterste Theil des Berges ist eine reizende Landschaft, mit denschönsten Bäumen von der Welt besetzet, welche einen angenehmen Schatten machen.

Allein, man findet darüber nur ein unfruchtbares Land, welches mit Asche bedecket ist, undgegen den Rauch so weiß, als Schnee zu seyn scheint. An diesem Orte blieben die Indianer:

D'Ordaz aber stieg mit seinen beyden Spaniern ferner muthig hinauf. Sie mußten sichmit Händen und Füßen helfen, um die Spitze des Berges zu erreichen. Als sie sich derOeffnung näherten: so fühleten sie, daß die Erde unter ihnen von gewaltigen Stößen zit-terte. Bald darauf höreten sie das Gebrülle, wovon man ihnen gesaget hatte, woraufunmittelbar ein Wirbel folgernder mit einem noch starker» Geräusche und mit in Asche ver-hüllten Flammen und einem abscheulichen Rauche begleitet war. Obgleich der Wirbel soplötzlich heraufgestiegen war, daß er die Luft nicht erhitzet hatte: so erweiterte er sich doch, da erzu seiner Höhe gekommen, und breitete über die drey Waghälse einen so dicken und soheißen Regen von Asche aus, daß sie genöthiget wurden, sich unter einen Felsen zu verber-gen , wo sie eine Zeitlang nicht zu Athem kommen konnten. Weil indessen das Erdbebenaufgehöret hatte, und der Rauch nicht so dicke mehr war: so munterte d'Ordaz seine Ge-fährten auf und stieg vollends zu der Mündung des feuerspeyenden Berges hinan. Erbemerkete in der Tiefe dieser Oeffnung eine große Masse von Feuer, die ihm in Wellenaufzuwallen schien, wie eine flüssige und sehr glänzende Materie. Der Umfang dieser ent-

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die Dunkelheit der Nacht keinesweges geschwächet Kreuze ihre Ehrerbiethung zu bezeugen. Diesesworden. Anfänglich wären die Zndianer über die- dauerte, wie Solls saget, bis zur Bekehrung desses Wunderzeichen sehr erschrocken. Hernach aber, Landes, 4 Cap, nach dem Herrera aber bis zur oöl-als oie Furcht vergangen, hätten sie es als ein Merk lig hergestellten Ruhe im ganzen Lande, Am

waal des himmlischen Schuhes über die Spanier angef. Orte 14 Cap.angesehen, und allmählich sich angewöhnet, dem 7) Soli« ebendas.