Reisen und Entdeckungen
nach derHauptstadtfortsetzen'
Ferdinand seiche,i Mündung , welche fast den ganzen Gipfel des Berges Annahm, war nicht weni-6ortc ;. l;-9- crls eine Vierthcilmeile groß. Nach diesen Beobachtungen grenz d'Ordaz ganz geruhig^ . zurück, und seine Kühnheit sehete alle Indianer in Erstaunen. Anfänglich war ste dem
Corteznachher Cortez in seinen Augen nur als eine wunderliche und verwegene Neugier vorgekommen:davon hat/ nach der Zeit aber erhielt er einen ansehnlichern Nutzer: davon, als die Bewunderung derTlascalancr. Einige Zeit darnach, da es ihm bey einem von den wichtigsten Umstandenseines Zuges am Pulver fehlet?, erinnerte er sich dieser Wellen einer flüssigen und ent-flammten Materie, welche d'Ordaz im Grunde des feucrspeyenden Berges gesehen hatte;und seine Leute zögere aus demselben vortrefflichen Schwefel, sein ganzes Kriegesheer damitzu versehen H.
Lortez will sei- Die Spanier brachten zwanzig Tage zu Tlascala zu, welches eben so viele Feyertageneu Marsch waren, an denen sie lauter Zeichen der Treue von den Einwohnern empfingen. NachdemCortez endlich den Tag seiner Abreise angesetzet hatte: so machete man ihm einige Schwie-rigkeiten wegen des Weges, den er nehmen sollte. Seine Neigung trieb ihn, den nachCkolula, einer großen volkreichen Stadt, zu nehmen, die nur fünf Meilen von Tlascalaentfernet und die Hauptstadt einer andern Republik war, mit welcher Motezuma in so gu-tem Vernehmen lebete, daß er gemeiniglich seine alten Truppen daselbst im Quartierehatte r). Allein, eben diese Ursache, welche den spanischen Heerführer Lust dazu machte,wurde gegentheilö von den Tlascalanern angeführet, ihm zu rathen, daß er einen ganz an-dern Weg nehmen möchte. Sie stelleten ihm die Cholulaner als ein treuloses und ver-schmitztes Volk vor,welches dem Kaiser knechtisch unterworfen wäre, der keine gehorsamereUn-terthanen hätte. Sie setzeten hinzu, alle benachbarte Provinzen dieser Stadt sahen sie alsein heiliges Land an, weil sie in dem Bezirke ihrer Mauern über vierhundert Tempel undso wunderliche Gottheiten enthielte, daß es gefährlich wäre, sich ohne ihr Gutheißen, Oer-tern zu nähern, die sie beschützeten. Indem man so unschlüssig war, kamen neue Ge-Gesandten sandten mit Geschenken vom Motezuma. Ihre Verhaftungsbefehle enthielten nicht mehr,von Motezu- den Cortez von der Reise nach Mexico abzuziehen; sondern da sie vorauszusehen schienen,wa wollen ihN hgß er dazu entschlossen wäre, so bezeugeten sie ihm, weil der Kaiser geurtheilet hätte, daßhintergehen. Weg über Cholula nehmen würde, so hätte er ihm daselbst eine Wohnung zurechte
machen lassen. Die tlascalanischen Rathe zweifelten nunmehr nicht, daß man ihm nicht da-selbst einige Schlingen geleget hätte. Cortez selbst, der über eine so unvermutete Verän-derung erstaunete, konnte sich einiges Argwohnes nicht enthalten. Weil er es indessenvon Wichtigkeit zu seyn erachtete, solchen vor den Mexikanern zu verhehlen: so schloß ermit seinem Rathe, er könnte die Wohnung, die sie ihm anböthen, nicht ausschlagen, oh-ne ein Miskrauen zu bezeugen, wozu sie ihm noch keinen Grund gegeben hätten stund wenn mandieses MiStrauen als billig voraussetzcte, so sollte er, anstatt daß er sich in größere Unterneh-mungen einließe, wobey er Verräther im Rücken behielte, die ihm sehr beschwerlich fallenkönnten, vielmehr gerade nach Cholula gehen, um daselbst ihre Anschläge zu entdecken,und durch die Züchtigung der Treulosen seinen Waffen einen neuen Ruhm verschaffen.
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5 ) Karl der V, welcher von dieser That des b'Or- zum Wapen. Dieser berühmte Berg hat den in-daz, und dem Nutzen, den man zu seinem Dien- dianischen Namen Popocarepu behalten, undste davon gehabt hatte, Nachricht erhielt, beloh- nicht aufgehöret, zuweilen Rauch, und Aammcnmke ihn durch verschiedene Gnadenbezeugungen und auszuwerfen. Ebendas. Herrera'setzet noch hin-gab diesem Hauptmanne einen feuerspeienden Berg zu, man sähe von der Spitze die Stadt Mexico.
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