in America. V Buch. IX Cap. zzz
Die Tlastalaner, die er mit in seine Absichten zog, bothen ihm den Beystand ihrer FerdinandTruppen an; und viele Schriftstellen lassen sie auf hunderttausend Mann steigen: er mel- Torte;, re-dete ihnen aber, er brauchete eine so zahlreiche Bedeckung nicht; doch nahm er zu Bezeu- "gung des Vertrauens, welches er auf ihre Freundschaft setzte, einen Haufen von sechs-tausend Mann an »).
Der Marsch war vier Meilen weit ganz ruhig, bis man Cholula ansichtig wurde. geht nachCortez ließ sein KriegeSheer an dem Ufer eines angenehmen Flusses Halte machen, um nicht Cholula.bey Nacht in eine so volkreiche Stadt einzuziehen. Kaum hatte er diesen Befehl gegeben:so sah man cholulanische Gesandten ankommen, die ihm allerhand Lebensmittel brachten.
Sie entschuldigten ihre Caciquen, daß sie ihm diese Schuldigkeit nicht eher erwiesen hakten,weil sie nicht nach Tlascala kommen könnten, deren Einwohner ihre alten Feinde waren. Siebothen ihm eine Wohnung an, die man für ihn in der Stadt zurechte gemacht hatte, undbezeugeten auf eine übertriebene Art, was ihre Bürger für Freude empfinden würden, soberühmte Gaste aufzunehmen. Cortez empfing sie ohne Verstellung. Den folgendenTag setzte er seinen Marsch fort. Man sich niemanden aus der Stadt kommen, ihn zuempfangen; und da diese Anmerkung anfing, seinen Argwohn zu erwecken: so gab er sei-nen Leuten Befehl, sich zum Streite fertig zu halten. Nicht weit von den Mauern abersah man endlich die Caciquen und Opferpriester in Begleitung einer großen Anzahl unbe-waffneter Indianer zum Vorscheine kommen. Cortez blieb stehen, um sie zu sich heran kom-men zu lassen. Sie gaben anfänglich ziemlich natürliche Merkmaale der Freude. Weil mauindessen auf die geringsten Bewegungen Acht hatte: so erstaunte man, als man auf ein-mal eine große Veränderung auf ihren Gesichtern wahrnahm, und ein unangenehmes Ge-räusch hörete, welches einigen Zank unter ihnen zu bemerken schien. Die Spanier ver-doppelten ihre Vorsicht; und Marina hatte Befehl, sie um die Ursache dieser Bewegungzu fragen. Sie antworteten, da sie tlascalanische Truppen wahrgenommen, so wären sieverbunden, dem fremden Heerführer zu melden, daß sie ihre Feinde nicht mittenin ihren Mauren aufnehmen könnten; und daß sie ihn bäthen, solche entweder in ih-re Stadt zurück zu schicken oder sie in einiger Entfernung bleiben zu lassen, weil solche einHinderniß bey dem Frieden seyn würden, den sie verlängeren. Diese Forderung macheteden Cortez etwas verlegen. Er fand einen Schein der Gerechtigkeit, aber wenig Sicher-heit für sich selbst dabey. Indessen machete er doch den Caciquen Hoffnung, man wer-de ein Mittel finden, ihnen zu willfahren. Seine Hauptleute, die er so gleich versam-melte, waren der Meynung, die Tlascalaner außerhalb der Stadt sich lagern zu lassen, da-mit man Zeit härte, die 'Absichten der Caciquen einzusehen. Man that ihnen diesen Vor-schlag , worein sie viel leichter willigten, als man es gehofft hatte. Ihre Häupter ließenden Cortez versichern, sie waren nur gekommen, seine Befehle zu erhalten, und wolltensich so gleich außerhalb Cholula lagern : sie wollten aber im Gesichte der Mauern bleiben,damit sie ihren Freunden zu Hülfe eilen könnten, weil die Spanier ihr Leben wagen wollten,indem sie es Verräthern anvertrauten. Diese Partey wurde von den Caciquen gebilligekx).
Tt z Der
Am angef. Orte 19 Cap. nen Ruhm nicht vermindern wellen, daß er seine
t) Golis am aiiqef. Orte 4 Cap. Truppen zahlreicher gemacht, als sie gewesen.
»1 Bernhard Diaz sehet nur zweitausend; und xp Soli« im ; Cap Herrera saget gegen-Herrera dreyrausend, Cortez aber in seiner kurzen theils, es waren viele Leute heraus, und den Spa-Nachrichr sechstausend, und vermuthlich hat er sei- niern entgegen gekommen.