in America. V Buch. IX Cap.
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Man brach endlich vierzehn Tage darnach, da man Cholula zum Gehorsame gebracht Ferdinandhatte, auf. Die erste Nacht brachte das Heer in einem Dorfe unter der Gerichtsbarkeit Tone;. >;>9.von Guagorinjo, einer kleinen Republik zu, die dem Motezuma nicht sehr zugethan war. Cortez ^ '
freuete sich, daselbst eben die Klagen zu hören, die er in den entlegensten Provinzen gehöret hatte. ^
Den folgenden Tag setzete er seinen Marsch auf einem sehr rauhen Wege, über Berge, die ^
eben so hoch sind, als der feuerspeyend'e, fort. Ein Cacique von Guagorinjo hatte ihm gervar-net, er würde mit einiger Gefahr bedrohet, wenn er von dem Berge herunter käme; undman hätte seit vielen Tagen gesehen, daß die Mexicaner mit Steinen und Baumstämmenden Weg versperret hätten, der zu der Provinz Chalco führete; da hingegen andere einenbenachbarten Weg eben gemacht. Man kam mit vieler Beschwerlichkeit auf die Spitzedes Berges, weil Schnee siel, mit einem grimmigen Winde. Eö zeigeten sich daselbstzween Wege, nicht weit von einander; und Cortez brauchetc nicht viel Mühe, sie an de-nen Merkmaalen zu erkennen, die ihm der Cacique gegeben hatte. Ungeachtet der Bewe-gung, die er empfand, da er diese neue Verrätherey bestätiget sah, fragete er die merica-nischen Gesandten, die neben ihm marschireten, ganz ruhig: in was für Absicht man dieVeränderung mit beyden Wegen vorgenommen hätte? Sie antworteten, sie hätten zurBequemlichkeit seines Marsches den leichtesten bähncn und den andern verstopfen lassen,welches der beschwerlichste wäre. Cortez erwiederte mit eben der Gelassenheit: ihr kennetdie Kriegesleute, die mich begleiten, sehr schlecht. Dieser Weg, den ihr beschwerlich ge-machst habet, ist eben derjenige, den sie nehmen wollen, bloß aus der Ursache, weil erbeschwerlich ist. Wenn unter zwoen Sachen zu wählen ist: so entschließen sich die Spanierstets zu der schwersten. Darauf befahl er, ohne sich weiter aufzuhalten, den mit ihm ver-bundenen Indianern, vorauszugehen, und den Weg durch Hinwegschaffung der Hindernisse,die ihn -bedeckten, zu reinigen. Er begab sich ohne Furcht auf denselben und ließ die Ge-sandten in Verwunderung über seine Wahl, welche sie einer Art von Wahrsagung zuschrie-ben. Es war wahr, daß die Mexicaner am Fuße des Gebirges einen Hinterhalt gelegethatten. Weil sie sich aber entdecket zu seyn glaubeten, als sie sahen, daß die Spanier ei-nen andern Weg nahmen, als den sie zurechte gemacht hatten: so dachten sie nur darauf,wie sie sich entfernen möchten, als ob sie von einem siegreichen Heere verfolget würden.
Das Heer stieg frey hinunter in die Ebene.
Indessen blieb Motezuma, der über den schlechten Erfolg seiner List verzweifelt war, Menischlos-bey seiner Unschlüßigkeit, ohne daß er sich unterstund, sich seiner Macht zu bedienen. Ersahen desfragete nur seine Götter um Rath, indem er das Blut auf ihren Altären fließen ließ. Er Motezuma.fand aber nichts, was nicht seine Unruhe vermehret^ Die Antworten seiner Pfaffen wi-dersprachen sich unaufhörlich. Als er endlich vernahm, daß die Spanier in der ProvinzChalco waren, und daß seine letzte Kriegcslist nur zu seiner Scharrde auSgeschlagen: soließ er alle seine Zauberer und Wahrsager zusammen kommen; und gab ihnen in dem Ver-trauen, das er auf ihreKunst hatte, Befehl, den Spaniern entgegen zu gehen, um sie indie Flucht zu treiben, oder sie durch die Kraft ihrer Beschwörungen einzuschläfern
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Das
nützet habe, dem Christenthums den Weg zu seiner Einrückung in Tlascala. 6 B. 12 , Cap.
öffnen.
c/) Der Pater Acosta und andere hochgeachtete
c) -Herrera sehet diesen Bericht des Cortez vor Geschichtschreiber führen hier viele Umstände an,