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Reisen und Entdeckungen
Ferdinand Das spanische Heer setzet« nichts destoweniger seinen Marsch fort. Es kam den fol-Lorler. IZIK. genden Tag in ein Dorf der Provinz Chalco zwo Meilen von dem Fuße des Berges. Der^ " s" Cacique führet«, da er dem Cortez Lebensmittel überreichte, bittere Klagen über des Motezu-
Die Spanier Tyranney. Man marschirete den folgenden Tag vier Meilen durch ein sehr angeneh-PwvtmCHal-mes Land, um die Nacht in dem Flecken Amameca zuzubringen, welcher an dem Userro. ^ des großen Sees Mexico liegt. An diesem Orte war ein so großer Zusammcnlauf von Me-xicanern, die meistentheils bewaffnet waren, daß die Spanier dadurch beunruhiget wurden.Cortez ließ einige Stücke und Flinten abfeuren. Er befahl, es sollten dieser Menge vonNeugierigen die Pferde vorgeführet, und damit einige Wendungen gemacht werden, umihnen ein Schrecken einzujagen; da unterdessen seine getreuesten Dollmetscher sich beflissen,auszubreiten, dieses Geknalle und diese fürchterlichen Thiere zeigeten etwas gefährliches an.Alle die erschrockenen Indianer entferneten sich sogleich von dem Lager; ohne daß myn ur-theilen konnte, was für eine Absicht sie herbey geführet. Es blieb aber doch demGeneraleeiniger Argwohn, daß sie gekommen waren, ihn anzugreifen.
ZhmwirdLa- Indessen, da er sich wieder auf den Marsch begeben wollte, kamen einige mexikanischerumalM mt-Herren zu ihm, die ihm meldeten, Eacumatzin, des Motezuma Neffe und Fürst von Tez-grsrngeschickt. Eo näherte sich ihm mit einem zahlreichen Gefolge, ihn im Namen des Kaisers zu besu-chen. Dieser Herr kam auch in der That bald an, und wurde in einer Art von Tragsessel,der mit wohl ausgesuchten Federn geschmücket war, auf den Schultern vieler Indianer ge-tragen. Er war ein junger Herr von etwa fünf und zwanzig Jahren und angenehmer Ge-stalt. Sobald er abgestiegen war, bemüheten sich einige von seinen Leuten, den Bodenvor ihm her zu reinigen, auf welchem er gehen sollte. Cortez empfing ihn an der Thüreseiner Wohnung mit aller Pracht, wodurch er sich nur eine Ehre zu geben wußte. Nachden ersten Höflichkeiten bezeugetc ihm der Fürst das Vergnügen, das er empfände, ei-nen so berühmten Mann zu sehen. Da man aber auf die Schwierigkeiten kam, welchenicht erlaubeten, die Spanier in der Hauptstadt des Reichs aufzunehmen: so stellet-er sich, als wenn der Mangel in diesem Jahre sehr groß gewesen wäre, und die Einwoh-ner nicht gern ein fremdes Heer in dem Schooße ihrer Stadt sehen würden, da es ihnenselbst an demjenigen fehlete, was zu ihrem Unterhalte nöthig wäre. Cortez wiederholte,was er schon tausendmal von der Größe seines Herrn und von den wichtigen Ursachen gesa-gt hatte, die ihn antrieben, den Kaiser von Mexico zu sehen. Was die Unfruchtbarkeitdes Landes betraf, so versicherte er, die Spanier, welche zu den Beschwerlichkeiten gewöh-net, und über die gemeinen Schwachheiten erhoben wären, brauchten nicht vieler Nahrung,
die man auf solche Zeugnisse nicht weglassen darf,ob sie wohl in keine ernsthafte Geschichte kommenkönnen. Als diese Zauberer, sagen sie, auf dem Wegenach Chaleo angelanget waren, auf welchem unserHeer nach Mexico anrückte, und sie ihre Be-schwörungen angefangen hatten; so erschien ihnenein Gespenst, unter der Gestalt eines ihrer Gö-tzen, Telcatlepulca, d. i. der bö,esthuende undfürchterlich Gott, genannt; welcher nach ihrerSage Pest, Hunger und andere Landplagen in sei-nen Händen hatte. Dieser Geist gab Kennzeichen
eines entsetzlichen Grimmes von sich. Der Leibwar ihm mit einem Stricke vielmals umwunden,um ihnen dadurch zu erkennen zu geben, daß erdurch eine unsichtbare Hand gebunden wäre. AlleZauberer fielen vor ihm nieder, ihn anzubethen.Er aber ließ sich durch ihre Demüthigung nicht be-wegen , sondern nahm die Stimme des Götzen an,dessen Gestalt er vorstellete, und sagete zu ihnen:„Die Zeit ist gekommen , elende Mericaner, wo„eure Beschwörungen alle ihre Kraft verlieren wer-„öen. Alle unsere Bande.sind zerrissen. Mel-