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Dreyzehnter Band.
Seite
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zz6 Reisen und Entdeckungen

Ferdinand vieler Hitze sagete. Diese geschickte Dolmetscherinn bedienete sich der Gelegenheit, ihn durchsLorlez. 1519. neue Unruhen zu verwirren; sie stellete sich, als ob sie sich fürchtete, daß die Spanier hö-' ^ ren möchten, was sie sagete, und antwortete ihm, er wäre in Gefahr, wenn er Leuten wi-

derstünde, deren Muth er kennete, und die einen außerordentlichen Beystand des Himmelshätten: da sie in seinem Reiche gebohren wäre, so sahe sie auch nur auf sein Bestes; siestünde ihm dafür, erwürbe, wenn er dem fremden Heerführer auf der Stelle folgete,-mit aller Achtung begegnet werden, die seinem Range gebührete: wenn er sich aber wei-gerte, zu widerstehen, so wäre sie ihm für sein Leben nicht gut. Diese Rede trinmphirekeüber seinen Stolz. Er stund plötzlich auf, um dem Corte; zu melden, er trauete ihm, erwäre bereit, mit ihm in sein Quartier zu gehen, und das wäre der Wille der Götter vonMerico, weil sie zuließen, daß die Ueberredungen der Spanier über allen ihren Schwie-rigkeiten die Oberhand behielten. Er rief sogleich seine Hausbedienten, um ihnen zu be-fehlen , sie sollten seinen Tragsessel zurechte machen. Er ernannte diejenigen, die ihn be-gleiten sollten, nachdem er zu ihnen gesaget, er hätte sich aus Staatsursachen, die er mitseinen Göttern überleget, entschlossen, einige Tage in dem Pallaste seines Vaters zuzubrin-gen. Seine Staatsbeamten, die er ebenfalls rufen ließ, erhielten Befehl, seinen Entschlußdem Volke zu eröffnen. Er setzete hinzu, er hätte solchen freywillig und zum Besten desReiches gefastet. Auf der andern Seite trug er es einem Hauptmanne von seiner Leib-wacht auf, sich des Qualpopoca und aller Hauptleute des Heeres zu versichern; und stel-lete ihm zur Gewißheit dessen, was ihm aufgetragen worden, ein Siegel zu, welches er«m dem rechten Arme trug. Da er diese Befehle öffentlich gab, so bath er die Marina, sieden Spaniern zu erklären, aus Furcht, er möchte ihnen Argwohn erwecken und sich eini-gen Gewaltthätigkeiten aussehen.

Der Kaiser Er gieng mit einem ziemlich zahlreichen Gefolge aus seinem Pallaste. Die Spa-wird in das stier umgaben seinen Tragsessel, und bewachten ihn unter dem Verwände einer Begier-de" Spanier ^""3- D" fich das Gerücht in der ganzen Stadt ausgebreitet hatte, die Fremden höben-«führet. den Kaiser auf: so sah man die Straßen gleich voller Leute, welche ein großes Geschreyerhoben, so daß es zu einem allgemeinen Ausstande zu kommen schien. Einige warfensich auf die Erde, andere bezeugeten ihr Betrübniß durch ihre Thränen. Der Kaiser nahmein munteres und gelassenes Gesicht an, welches diese Unruhe Mete, vornehmlich da erihnen ein Zeichen mit der Hand gemacht und sich erkläret hatte, er wäre kein Gefangener,sondern wollte freywillig einige Tage bey den Ausländern zubringen und sich mit ihnen lu-stig machen. Als sie in das Quartier der Spanier kamen: so ließ er die Menge Volkesaus einander treiben, welches nicht aufgehöret hatte, ihm nachzulaufen, und gab seinenStaatSbedicnten Befehl, allen Zusammenlauf bey Lebensstrafe zu verbiethen. Er erwiesden spanischen Soldaten viele Liebkosungen, die ihn mit den größten Merkmaalen der Ehr-erbiethung empfingen. Er suchete sich das Zimmer aus, welches er einnehmen wollte.

Man

ae) Er hakte eine besondere Zuneigung gegen Golde gesvielet wurde. Motezuma theilet« seineneinen Castilianer, Namens Pcnna, den er mit Gewinnst unter den spanischen Soldaten, und Cor-Reichthümern überhäufere, und ohne den er nicht tes seinen unter den kleinen mexicanischen Dedien-einen Augenblick seyn konnte. Herrera VIIIB-; C. ten aus. Alvarado zeichnete gemeiniglich a», undEr pfiegete des Abends mit dem Corres To- wollte seinem Heerführer wohl. Der Kaiser merke-tologue zu spielen, welches eine Art von Kegel- te es, und warf ihm im Scherze vor, daß er einspiele war, das mit kleinen Kugeln und.Kegekn von schlechter Rechenmeister wäre; doch bath er ihn

alle-