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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cap.

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ge Zeit in diesem Zustande, als ein Mensch, der ganz außer sich war. Einige von seinen Ferdinand

Bedienten, die gegenwärtig waren, begleiteten seinen Schmerz mit ihren Thränen, ohne Lorrez. i;i-.daß sie sich unterstunden, etwas zu sagen. Sie warfen sich zu seinen Füßen, um die Last ^ '

feiner Ketten zu tragen. Sie steckeken zwischen das Fleisch und die Eisen Stückchen wei-ches Zeug, damit seine Arme und Füße nicht dadurch beschädiget würden. Als er aus die-ser Art von Verwirrung wieder zu sich selbst kam: so gab er anfänglich einige Zeichen vonVerdruß und Ungeduld: allein, diese Bewegungen legeten sich bald wieder; und sein Un-glück schien ihm eine Fügung des Himmels zu seyn, deren Ende er mit ziemlicher Stand-haftigkeit erwartete. Auf der andern Seite eileten die Spanier mit der Hinrichtung der -HinrichtungStrafbaren. Sie hatten vor einigen Tagen Nachricht erhalten, es befänden sich in einem der Mördervon den kaiserlichen Häu ern, Namens Tlacochalco, ein Haufen Lanzen, Schwerdter, ^ Argue o.Schilder, Bogen und Pfeile, die sie eines Tages wider sich angewandt zu sehen befürch-teten. Sie hatten mit Motezuma davon geredet, und dieser Herr hatte ihnen ganz na-türlich darauf geantwortet, es wäre solches ein altes Zeughaus, dergleichen seine Vorfahrenstets zur Vertheidigung des Reiches gehabt hätten. Die Gelegenheit schien ihnen günstigzu seyn, sich von einer Ursache zur Furcht zu befreyen. Sie braucheten alle diese Waffen,den Scheiterhaufen davon zu machen, auf welchem Qmalpopoca und seine Mithaften ver-brannt wurden r). Diese That hatte alle Einwohner der Stadt zu Zeugen, ohne daßman das geringste hörete, was nur den mindesten Argwohn verursachen konnte. Es hatte,saget ein ernsthafter Geschichtschreiber ein allgemeines Schrecken das ganze Volk einge-nommen, welches theils aus Verwunderung, theils aber aus Ehrfurcht entstund. Sieverwunderten sich nicht wenig darüber, daß einige Fremde, welche nicht anders als Gesand-ten eines andern Königes anzusehen wären, sich unterstehen dürften, eine solche Gerichts-barkeit auszuüben. Allein, sie unterstunden sich nicht, ihre Macht in Zweifel zu ziehen,die sie durch die Duldung ihres Königes bestätiget sahen. Ueber dieses hatten sie des Qual-popoca Aufführung verdammet: und sein Verbrechen schien ihnen um so viel verhaßter,weil er solches auf seinen Herrn schob, wiewohl dieser Prinz nicht aufgehöret hat, solcheszu leugnen. Allein, wir wollen den Corte; nicht vor den Richterstuhl der Vernunft zie-hen. Wenn er nicht selbst von seinem übermäßigen Glücke berauschet gewesen : so mußman voraus sehen, daß ihn seine Klugheit nach Regeln geführet, die den Geschichtschreibernunbekannt, damals aber die klügsten gewesen, weil sie sich zu den Umständen am besten schi-ckeren.

Nach der Hinrichtung eklete er wieder in des Motezuma Zimmer, den er mit einem Corte; nimmtfreudigen und liebkosenden Gesichte begrüßete. Er sagete zu ihm, man hätte die Verrä- demKaiftr diether bestrafet, welche die Verwegenheit gehabt, den Ruhm ihres Herrn zu bestecken; und ^Iffl wiedernachdem er ihm wegen der Herzhaftigkeit Glück gewünschet, die er gehabt hätte, der Ge-"'rechtigkeit des Himmels durch Aufopferung seiner Freyheit auf einige Stunden ein Genü-gen zu leisten: so ließ er ihm die Fessel abnehmen. Einige Nachrichten versichern, er seyniedergekniet, um sie ihm mit eigenen Händen abzunehmen. Dieser gedemüthigte Mo-narch freuete sich über die scheinbare Zurückkehrung seiner Größe mit einer so lebhaftenEntzückung, daß er nicht aufhörete, den Cortez zu umarmen und seine Freude gegen ihn

auszu-

sey auch in der That ein sehr starker Regen gefal-len- Ebend. VI Cap.

c) Herrera VIIIB. 8 Cap.</) Solis III V- »o Cap-