Band 
Dreyzehnter Band.
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z6o Reisen und Entdeckungen

Ferdinand auszudrücken. Unterdessen daß er sich also derselben ohne Maaß ergab, bedienete sich

orrex. izi K. Heerführer eines andern Kunstgriffes seiner Staatekunst, die er in Großmuth

zu verwandeln wußte, und gab in seiner Gegenwart Befehl, man sollte alle Wachen ab-führen; und sagete zu ihm, da die Ursache, warum er gefangen gehalten worden, aufgeha-ket hätte, so stünde es ihm frey, wieder in seinen Pallast zurück zu kehren. Er wußteaber, daß diese Anerbiethung nicht würde angenommen werden. Man hatte denMotezu-ma sagen hören, es wäre seiner Würde unanständig, sich, so lange die Spanier da blieben,von ihnen zu trennen, weil er die Hochachtung seiner Unterthanen verlieren würde, wennsie sich einbilden könnten, er hätte seine Freyheit nur von einer fremden Hand- Marinahatte ihm diese Gedanken selbst auf Befehl des Cortez beygebracht, welcher nicht aufgehö-ret hatte, die Lift anzuwenden, um ihn in seinem Gefängnisse zu behalten. Ob nun gleichdieser Beweguugsgrund alle Stärke bey ihm behielt; so schämete er sich doch, solchen zugestehen; und er nahm einen andern Vorwand, wodurch er sich bey den Spaniern einVerdienst zu machen glaubete. Er antwortete ihm also, ihr eigener Nutzen erlaubete ihmnicht, sie zu verlassen, weil ihn» sein Adel und sein Volk anliegen würden, die Waffen wi-der sie zu ergreifen. Cortez lobete seine Großmuth und dankete ihm für die Achtsamkeit,die er für seine Freunde hätte. Diese »reue List dienete, allen Schein der Redlichkeit unterLeuten wieder herzustellen, die einander gegenseitig zu hintergehen dachtest, r).

Der V Abschnitt.

Cortez will sich Meister von dem See machen;zieht Nachricht von dem Reiche ein; will denGötzendienst zerstören; solches erreget dieGroßen. Staatsgriff des Motezuma. Erhuldiget Spanien. Beschenket den Cortes undliegt ihm an, seine Staaten zu «erlassen. Ver-stellung der Spanier. Achtzehen spanischeSchiffe kommen an. Warum die spanischeFlotte nach Mexico gekommen. Reise desMontcjo. Der Statthalter auf Cuba erfährtsie. Montejs kömmt nach Spanien. DasSchiff wird in Beschlag genommen. Sie be-schweren sich bey Hofe; werden gnädig ange-genommen. Es ereignen sich Hindernisse. Ve-lasquez bekömmt Nachricht davon; rüstet eine

Flotte aus; unterglebt sie dem Narvaez. DieHieronymiten widersetzen sich. Ankunft derFlotte in Mexico: Narvaez will den Sandovalverführen. Sandoval schicket die Abgeordne-ten nach Mexico. Cortez ist wegen des Nar-vaez Ankunft sehr verlegen; gewinnet die Ab-geordneten deü Narvaez. Unvorsichtige Auf-führung desselben. Oimedo suchet einen Ver-gleich zu stiften. Narvaez setzet Geld auf desCortez Kopf. Cortez rücket dem Narvaez ent-gegen; findet ihn zu Zampaoia. Neues Ver-gehen des Narvaez. Verrätherey desselben.Cortez überfallt ihn in Zampaoia. Narvaezmuß sich ergeben. Alle Spanier vereinigen sich.Eifer der Indianer für den Cortez.

Cortes will H imer dieser Zeit vergaß Cortez keine Vorsicht, welche seine Sicherheit fest setzen konnte,sich Meister 4-s- Die Geschichtschreiber erzählen »richt, was er ins besondere für Absichten gehabt; son-macken" den» nur, daß er sich, nachdem er den Sandoval zu Escalantenö Nachfolger in der Statt-^ ' Halter-

e) GolislIIB.ro C- /) Hsrrera IXB. l. C. „nehmsten Tempel der Stadt Mexico in eine Kir-F) Es ist nöthig, solche anzuführen, damit man „che zu verwandeln. Franciscus Lopez von Go-demjenigen desto mehr Glauben gebe, was von ei- „mara aber, welcher gemeiniglich in den aller un-nem so gemäßigten Schriftsteller herrühret. „Bern- „wahrscheinlichsten und ungereimtesten Dingen,,hard Diaz von Castillo berichtet,saget er, daß die „dem Diaz zu folgen pfleget, bezeuget, daß dieses„Spanier zu dieser Zeit beschlossen , alle Götzen- „schon lange vorher geschehen sey. Beyde erzäh-„bilder der Mexicaner zu zerstören, und den vor- „len, daß die Spanier, ungeachtet alles Wider-spruchs