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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cap. z6i

ßalterschaft von Vera-Cruz gemacht, das Tauweck, die Segel, das* Eisen und Gerüche LerdkEdvon den in Grund gebohrten Schiffen bringen lassen. Er konnte es nicht vergessen, was Loreer.die Tlascalaner gehöret hatten, daß es leicht seyn würde, die Dämme und Brücken abzm —v-——'brechen; und seine Absicht war, zwo Brigantinen in Mexico bauen zu lassen, um sichMeister von dem See zu machen. Er ließ den Motezuma dieses Unternehmen genehmhalten, unter dem Vorwande, ihm einen Begriff von dem Seewesen in Europa zu geben»

Dieser Herr schaffete ihm Holz; und die spanischen Zimmerleute brachten in kurzer Zeitein Werk zu Ende, welches eine neue Ursache zur Verwunderung für die Mexicaner wur-de. Man bedienete sich derselben zum Spaßkerfahren und Jagen, welches dem Cortez Ge-legenheit gab, alle Theile des Sees zu beobachten. Zu gleicher Zeit erkundigte er sich Axht Nach.nach der Größe und den Gränzen des Reiches, und die Fragen, die er wegen einer so küß- richt von demliehen Materie that, wurden mit einer so geschickten Art vorgebracht, daß der Kaiser, an-Reiche «in.statt einen Argwohn daraus zu fassen, ihm durch seine Maler eine Art von Karte zeichnenließ, welche den Umfang u«d die sage seiner Staaten vorstellte. Bey diesen Erläuterungenwurden auch diejenigen Provinzen genannt, aus denen man das Gold holete; und Cortez,welcher durch tausenderley Umschweife diese wichtige Kenntniß zu erwerben suchete, erbothsich so gleich, einige Spanier dahin zu schicken, welche sich auf die Arbeit in den Bergwer-ken vollkommen wohl verstünden. Sein Vorschlag wurde angenommen. Motezuma be-lehrte ihn damals, die ergiebigsten wären in der Provinz Zacatuta gegen Mittag zwölfTagereisen von Mexico, und in Chivantla gegen Norden, welches zwar nicht zu seinemReiche gehörte, wo aber doch sein Name in solchem Ansehen stünde, daß diejenigen, dieunter seinem Schutze reisten, sicher seyn könnten. Er nannte ihm auch das Land derZapo-tecas, und versprach ihm Führer, welche alle diese Oerter kennten. Cortez erwählte denUmbria und Pizarra zu einer Verrichtung, die von allen Spaniern gesucht wurde. Siereisten mit einigen Soldaten ihrer Nation und einer guten Bedeckung von Indianern ab.

Umbria kam zuerst wieder, und brachte dreyhundert Mark Gold mit, legete auch das Zeug-niß ab, daß die südlichen Bergwerke sehr reichhaltig waren. Pizarra brachte aus demnördlichen tausend Mark /°).

Unter ihrer Reise soll eine weit gefährlichere Unternehmung vorgefallen fern, die von Will den Gä-ben Originalgeschichtschreibern, mit einer Art von Stolze, als die rühmlichste That deSCor-tzendienst zer-tez erzählet wird, darüber aber SoliS doch einige Zweifel erregt . Sie betrifft die Re-

ligion,

„spruches und Bittens des Motezuma, wirklich ihr„Vorhaben auszuführen, sich bemühet Hütte»; weil„aber die Priester sowohl, als der gemeine Mann zur„Vertheidigung ihrer Götzen dieWaffen ergriffen:„so hätte diese Bewegung auf beyden Seiten einige„Zeit gedauert, ohne daß man zu wirklichen Feind-seligkeiten geschritten, bis endlich die Spanier zur„Erhaltung der allgemeinen Sicherheit und Ruhe„sich genöthiget gesehen, die Götzen unbeschädigt„zu lassen, und nur eine Capelle in gedachtem„Tempel anzulegen. Man setzet sogar hinzu, daß„man in dieser Capelle nicht allein das heilige„Kreuz und das Bildniß der Maria aufgerichtet;„sondern daß man auch in derselben öffentlicheAllgem. Rciscbeschr. XIII Band.

„Messe gehalten, und daß die mexicanischen Gö-„henpriester selbst in einer geraumen Zeit für die„Reinigung und AuSzierung derselben Sorge ge-fragen hätten. Anton von Hcrrera bekräftiget„nicht allein diese Erzählung, sondern fügt noch„einige Umstände hinzu, welche alle Gränzen der„Glaubwürdigkeit übersteigen, und die nicht ein-„mal unter die Zahl einer geschickten oder zierlichen„Ausschweifung, wofern anders dergleichen in ei-„ner Geschichte zu gebrauchen erlaubt ist, können„gerechnet werden. Er beschreibt nämlich weit-„läustig einen heiligen und sehr andächtigen Auf-„zug, welchen die Spanier, obgleich bewaffnet, ge-halten haben, um die gedachten Bilder öffentlich

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