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Reisen und Entdeckungen
Ferdinand fahl, die Soldaten zun Waffen greifen zu lassen, und sich zur Vertheidigung ihres LebensCortez. izis. hxM zu halten. Nachdem er indessen alle seine Mäßigung zusammen genommen: so' ^ ' nahm er ein ruhigeres Gesicht an, um dem Kaiser zu antworten, er dächte selbst an die
Rückkehr in sein Vaterland, und hätte dazu bereits einige Anstalten gemacht: man wüßteaber gar wohl, daß er seine Schiffe verloren hätte; und er bäthe sich nur Zeit und Bey-stand aus, eine neue Flotte zu erbauen.
Verstellung Dem Vorgeben nach hatte der Kaiser fünfzig tausend bewehrte Leute auf den Beinen,der Spanier, und war Willens, seine gefaßte Entschließung mit Gewalt zu behaupten. Unterdessen, daer nicht eher, als im äußersten Nothfalle, brechen wollte, so entzückere ihn die Willfährigkeitdes Generals dermaßen, daß er ihn: voll Freuden um den Hals siel, und die Versicherunggab, er verlange keineswegeS die Spanier über Hals und Kopf aus seinem Lande zu stoßen,sondern er wolle sie mit allen Nothwendigkeiten zu ihrer Reise versorgen, auch ohne Ver-zug Schiffe für sie bauen lassen. In dieser Innigkeit entfuhr ihm unvorsichtiger Weise einWort, das seine wahren Bewegungsgründe verrieth; denn er sagete, um den Göttern zugehorchen, und das Murren und Klagen seiner Unterthanen zu stillen, sey die Erklärung,daß er ihrem Verlangen fügen wolle, schon hinlänglich. Hieraus sah man ohne Mühe,er werde von seiner Religion und Staatskunst heftig bekämpfet. Da nun Cortez erfuhr,die Priester hätten wirklich, im Namen ihrer Götzen, und mit den schrecklichsten Bedrohun-gen auf seine Abreise gedrungen: so beschloß er, dem bevorstehenden Sturme durch den äu-ßerlichen Schein eines schleunigen Gehorsames auszuweichen. Es wurde die Abreise derSpanier öffentlich kund gemachet, und den Werkleuten angedeutet, sich an der Küstezu stel-len. Motezuma benennete die Gegenden, wo man das Holz fällen sollte, und die Dorf-schaften, welche zur Arbeit etwas beytragen mußten. Cortez schickete seine Zimmerleute, seinvorräthiges Eisen und Thauwerk ebenfalls dahin, und sprach ohne Unterlaß vom Schiff-baue, nicht anders, als ob er der Entfernung ungeachtet, an keine andere Sache gedächte.Aber in geheim hatte er denenjenigen, welche die Oberaufsicht ü^er das ganze Werk trugen,Befehl ertheilet, alle widrige Zufälle und Hindernisse zu veranlassen. Mit einem Worte,seine ganze Absicht, die er nunmehr seinen Kriegesbedienten eröffnen mußte, lief dahinaus,er wolle durchaus am mexikanischen Hofe bleiben, und sich daselbst so fest setzen, daß erdie ganze Macht des Reiches verlachen könne. Zu diesem Ende suchete er nur Zeit zu ge-winnen , in Hoffnung, es werde unterdessen Montejo aus Spanien, dahin er ihn ab-geschicket hatte, wieder zurück kommen, und ihm entweder eine mächtige Verstärkung, oderdoch wenigstens einen kaiserlichen Befehl, der seinem Beginnen zur Rechtfertigung dienenkönne, mitbringen: würde er unterdessen ja mit Gewalt genöthiget, seinen gegenwärtigenAufenthalt in der Hauptstadt zu verlassen, so gedachte er noch Vera Cruz zu erreichen, undin diesem wohlbefestigten Orte mit Hülfe seiner Bunbesgenossen so lange gegen die Mexica-ner auszuhalten, bis die Antwort aus Spanien einlaufe «).
Achtzehn sta- Indem er mit den Anstalten zu diesem wichtigen Vorhaben beschäfftigek war, bekamnisch« Schiffe Motezuma durch seine Läufer Nachricht, eS ließen sich achtzehn ausländische Schiffe an derkommen an. Küste sehen. Da ihm nun die Beschreibung dieser Flotte, oder vielmehr weil die Mexicanerstatt der Schriften Gemälde gebraucheten , die Abbildung derselbigen keinen Zweifel übrig
ließ,
n) Solls Ebendas. steine Schuldigkeit gegen des Cortez gutes Zutrauen,
s) Dia; Del Lasiillo beschuldiget ihn, er habe chlecht in Obacht genommen, nnd sein Gut nur
des.