in America. V Buch. IX Cap. 367
ließ, sie müsse eine spanische seyn: so ließ er ohne Verzug den General vor sich kommen, Ferdinandzeigete ihm die Gemälde, und sagete dabey, die angefangenen Anstalten zu seiner Abreise Loree». i;i-.wären nunmehr unnörhig, indem er mit diesen aus seinem Vatertande angekommenen ^ ^ '
Schissen dahin zurück reisen könne. Cortez betrachtete diese Gemälde mit größerer Auf-merksamkeit als Verwunderung. Ungeachtet er die zur Erklärung beygefügten Schriftzei-chen nicht verstund: so schien ihm doch die spanische Kleidung und die europäische Schiff-bauart kenntlich. Da er nun diese mächtige Flotte, die er längst erwartete, für nichts anders, alsfür die Verstärkung unter dem Montejo halten konnte: so empfand er über diese Gunst desHimmels eine derselbigen gemäße Freude in seinem Herzen; doch ließ er äußerlich nicht dasgeringste davon blicken, sondern antwortete nur, wenn diese Schiffe bald wieder nachSpanien zurück giengen, so sey er bereit, mit ihnen abzureisen. Weil ihm auch wegen derbereits bekannten großen Geschwindigkeit der kaiserlichen Läufer die baldige Nachricht, welche derKaiser von ihrer Ankunft hatte, keine Verwunderung mehrverursachete: so erwähnete er noch,es würden ihm die zu Zampoala hinterlassenen Spanier ohne Zweifel bald ein gleiches berich-ten , und könne man sodann die eigentliche Fahrt dieser Flotte mit größerer Zuverläßigkeitvernehmen. Mit dieser Antwort war Motezuma zufrieden , und widmete den Spaniernstin gutes Zutrauen von neuem.
Es war allerdings eine ausländische Flotte an die merican ische Küste gekommen, und Cor- Warum dietez bekam bald darauf von dem Befehlshaber zu Vera Cruz, Nainens Sandoval, ihrent- spanische Flor-wegen eine genauere Nachricht. Um aber die Begebenheiten in ihrer Verknüpfung vorzu- te nachMexi«»stellen, müssen wir bis auf die Verschickung des Montejo und Portocarrero nach Spanien^zurück gehen. Sie waren den röten des Heumonates des vorigen Jahres von Vera Cruz Reise desabgereiset, und hatten den ausdrücklichen Befehl, die Insel Cuba durchaus nicht zu betre- Montejo.ten, sondern durch die bahamische Meerenge zu laufen. Ungeachtet nun ihre Fahrt glück-lich war, geriethen sie doch durch eine Unvorsichtigkeit, die von keinem einzigen Geschicht-schreiber entschuldiget wird, in die äußerste Gefahr. Montejo besaß ein Gut auf der InselCuba. Als er nun auf die Höhe des Vorgebirges St. Anton kam, beredete er seinenAmksgehülfen unter dem Verwände, frische Lebensrnittel an Bord zu nehmen, an diesemOrte anzusteigen. Denn da die Stadt St. Pago, wo Diego von Velasquez sich auf-hielt, weit davon lag: so glaubete er, es werde wenig zu bedeuten haben, wenn er demBefehle des Generals so genau nicht folgete. Gleichwohl sehete er dadurch nicht nur daöSchiff, und die kostbaren Geschenke, die er am Borde hatte, sondern auch das ganze ihmanvcrtrauete Geschäffte in Gefahr. Denn weil die Eifersucht dem Velasquez keine Ruheließ r so hatte er die ganze Küste mit Kundschaftern, die ihm von allem, was vorgieng, un-gesäumt Nachricht gaben, besehet. Er besorgete nämlich, Cortez möchte ein Schiff nachSt. Dsmingo abschicken, der dasigen Regierung Nachricht von seiner Entdeckung geben,und um Verstärkung ansuchen. Sobald er nun durch seine Kundschafter des Montejo An- DerStatthal-kunft erfuhr, ließ er ungesäumt zwey stark bemannte Schiffe auskaufen, welche des Cor- ter auf Cubatez seines wegnehmen sollten. Es geschah dieses mit solcher Geschwindigkeit, daß der erfährt sie.Steuermann Alaminos mit aller seiner Geschicklichkeit kaum im Stande war, den Montejo ausdieser Gefahr, welche die ganze Eroberung von Neuspanien zu vernichten drohete, zu retten o).
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deswegen besuchet, damit er seine Reise verzögern, wegzunehmen, an die Hand geben möchte; ja, erund dem Velasquez eine Gelegenheit, das Schiff habe ihm sogar durch einen Matrosen, welcher un-ter