' in America. V Buch. IX Cap. zZr
damit im Ernste Lärm. Nach dem Knallen der Stücke, ließen sich die Trommelschläger Ferdinandhören. Man lief von allen Seiten zusammen, und gerieth in kurzer Zeit mit den Piken Lorte;. i;ro.und Degen aneinander. Sandoval hatte große Mühe, sich in einer unbequemen Stellung, ' *
und gegen eine weit stärkere Macht zu halten: allein, Olid entsetzete ihn eben zu rechter Zeit-Gleich darauf erschien Cortez, welcher seinen Haufen, der in völliger Schlachtordnungstund, zu einem Nothtreffen verspüren wollte, mit dem Degen in der Faust, stürzete sichmitten unter pie Feinde hinein, und brach mit Gewalt durch. Seine Leute stürmeten so-gleich hinter ihm her. Der Feind mußte überall weichen; er verlor die Treppe, den Vor-ftal des Tempels lind das Geschütz. Einige flohen in ihre Wohnungen; andere hielten beydem Eingänge in den Hauptthurm von neuem Stand, und es wurde daselbst lange Zeitmit gleicher Tapferkeit gefochten.
Hierauf erschien Narvaez. Zwar hatte er eine ziemliche Zeit über dem Anlegen sei-ner Rüstung verloren: doch giebt man das Zeugniß, er habe, als er zum Gefechtekam, außerordentliche Dingegethan, um seine Leute aufzumuntern, und in der größten Ge-fahr eine große Unerschrockenheit bezeuget. Er wägete sich sogar mit des Sandovals Leu-ten in das Handgemenge: es wurde ihm aber mit der Pike ein Auge aus dem Kopfe ge-stoßen , darüber er ohnmächtig zu Boden sank. Sogleich erhob sich ein Geschrey, er wäretodt; seine Leute wurden darüber bestürzt. Einige ließen ihn schändlicher Weise im Sti-che und liefen davon, andere fochten nicht mehr. Diejenigen, die ihm zu Hülfe eileten,verhinderten wegen ihrer Menge einander selbst. Folglich wurden sie mit großer Unord-nung zurück getrieben. Diese Zeit machten die Ueberwinder sich zu Nutze, ergriffen denNarvaez und schleiften ihn über die Treppe herab, worauf ihn Sandoval zum Nothtreffenbringen ließ. Er hatte vor Scham und Unmuth des Todes seyn mögen, als er wieder zusich selbst kam, sich an Händen und Füßen gefesselt, und in seiner Feinde Gewalt sehenmußte. /).
Nachdem das Gefecht durch die gänzliche Flucht der Feinde ein Ende ge-Alle Spaiii»nommen hatte: so erhuben des Cortez Leute ein Siegesgeschrey, für den König, für Cortez vereinigen sichund für den heiligen Geist, und dieses Jauchzen vermehrte das Schrecken der Feindenicht wenig. Unterdessen bemerket die Geschickte einen gewissen Umstand, welcher nebstdem, daß ihr Anführer gefangen wurde, und Cortez heimliche Anhänger unter ihnen hatte,den Schimpf ihrer Niederlage vermindern hilft. Sie sahen nämlich bey finsterer Nacht aus
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bestieg die ersten Stuffen mit großer Hurtigkeit, wenigstens vierzig Mann bey sich hatte, eindringen,und kam an ein Gemach voll Schwarzen Von und Sandoval forderte ihn auf. Weil er aber eindiesen trat einer mit dem Lichte in der Hand her- beherzter Mann war: so focht er nebst den Seini-«us, wurde aber sogleich mit einem paar Pikenstößen gen sehr tapfer, ungeachtet sie keine so lange Lan-niedergesehet- Hierauf kam Sandovai und seine, zen als des Cortez Leute hatten, folglich nicht soLeute an des Narvaez Gemach. Sie fanden das viel damit ausrichten konnten. Ein Soldat desgrobe Geschütz zum Abfeuern fertig, es wurde auch, Sandvvals, Namens Lopez, steckte das Stroh, da-che sie es verhindern konnten, ein Stück abge- mit der Thurm gedecket war, in Brand, welchesfeuert, und tödtete ihnen zwey Mann- Allein, sie den Narvaez'nöthigte,heraus zu treten. Hier empfingfielen mit solcher Geschwindigkeit auf die übrigen, er einen Lanzenstoß ins Auge,Sanchez Forsan fiel ihmdaß man sie nicht losbrennen konnte. Darüber nebst dem Sandoval sogleich auf den Leib, und die-kam Cortez herbey, und ließ die Stücke alle mit ser letztere sagte zu ihm, du bist mein Gefangener,einander über die Treppe herab rollen. Man Darauf schleiften sie ihn über die Treppe herab, undwollte hierauf in des Narvaez Gemach, welcher legten ihm Fessel an die Füße-Herrerk lo B-z Cap.