in America. V Buch. ix Cap. M
schwinden zurück zu legen: Nichts desto weniger empfing sie Cortez mit eben der Freund- Ferdinandlichkcit, als wenn ihm ihre Ankunft die größten Vortheile verschaffte, und schickte sie nach Eorrex. i;ro.einigen Tagen mit vielem Danke und gütigem Bezeugen, das ihnen eine große Bereitwil- " ^ '
ligkeit zu ferneren Diensten einslößete, in ihr Land zurück. Der Cacique von Zampoala,welchen Narvaez bisher nicht besser, als einen Leibeigenen, gehalten hatte, legte seine Freudegleichfalls an den Tag, und die sämmtlichen Landeseinwohner begiengen den Sieg ihrer al-ten Bundesgenossen mit großem Frohlocken. Mitten unter diesen Anstalten erwog Cortez,wie viel ihm daran gelegen sey, die Flotte in seiner Gewalt zu erhalten. Er ließ demnachnicht nur alle Segel, Mäste und Steuerruder durch seine getreusten Befehlshaber von denSchiffen wegnehmen und nach Vera-Cruz bringen, sondern auch die Stelle der Ma-trosen und Steuerleute des Narvaez durch seine eigenen besehen. Die Oberaufsicht über siebekam einer, welchen Diaz Peter Cavallero nennet, und mit dem Titel eines Meeradmiralsbeehret.
Der VI Abschnitt.
Cortez geht wieder nach Mexico- Die Spanier inMexico werden belagert. Die Tkascaler biethenihre Hülfe an. Schlimme Anzeigungen. Wasbey des Cortez Abwesenheit vorgieng. Alvara-do wird getadelt. Gefecht zwischen den Spa-niern und Aufrührern. Klugheit und Tapfer-keit des Srdaz; zieht sich mit Ehren zurück.Die Mexicaner bestürmen des Cortez Quartier.Cortez thut einen Ausfall; schlägt einen Ver-gleich vor. Abermaliger Ausfall. Cortez ver-spricht, abzuziehen. Motezuma zeiget sich feinenUnterthanen. Seine Rede an die Aufrührer.Wirkung derselbigen. Motezuma wird tödtlichverwundet. Neue Anschläge des Cortez. DesMotezuma Leiche wird den Aufrührern zugeschi-cket. Abbildung des Motezuma. Neuer Kai-
ser in Mexico. Der Krieg fängt von neueinan. Gefährliche Unternehmung der Spanier.Ungemeine Tapferkeit des Cortez. Fernere Tha-ten desselben. Die Mexicaner wollen die Spa-nier aushungern. Anstalten des Cortez zumAbzüge. Ordnung unter seinen Truppen. Feh-ler, den er begeht. Nächtlicher Abzug der Spa-nier. Erstaunliche Schwierigkeiten. Sie wer-den angefallen. Verlust der Spanier. Siebekommen einige Ruhe; werden unterweaensangefallen. Zhr Zufluchtsort. Man setzet denZug bey der Nacht fort. Erstaunliche Schwie-rigkeiten dieses Zuges. Erstaunliches Heer.Cortez schlägt sich durch. Glücklicher Einfall.Das Reichspanier wird erobert.
A>oriht machte dem Cortez nichts mehr einige Unruhe in seinemGemüthe, als daß Alvarado Cortez gehtnebst seinen Gefährten des Motezuma Treu und Glauben überlassen war «). Nun wieder nachwar er zwar gesonnen, unverweilet nach Mexico umzukehren, und sich diese Bekümmerniß Mexico,in möglichster Geschwindigkeit vom Halse zu schaffen:, allein, tausend Spanier, die nunmehrin alier Gelassenheit unter ihm stunden, betrugen seines Ermessens ein allzu starkes Heer,dessen Ankunft die Mexicaner argwöhnisch machen könnte. Gleichwohl war es deswegennicht rathsam, einen Theil davon zu Vera-Cruz zu lassen, weil der Müßiggang bey neuen
Völ-
nicht in seinem ganzen Umfange. Eben daselbst.
/) Herrera z C.
,») Diese spanischen Sieger verlangeten ebennicht für Keuschheitsmuster gepriesen zu werden.Der Cacique von Zampoala verehrete dem Cortezeine vornehme und sehr schöne Weibesperson, wel-che Catharina genennet wurde. Die Hauptleute
versorgete er gleichfalls mit dergleichen Waare. Cor-tcz bezog der Catharina Hau«, welches fest war,und wurde daselbst prächtig bewirthet. Herrera4 Cap.
») Gleichwohl saget Herrera, es habe Alvaradodem Cortez von seinen Umständen Nachricht erthei-let, und dieser wiederum den Olmedo an ihn abge-schickt. ic> B. Cap.