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Dreyzehnter Band.
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403
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in Arnerica. V Buch. IX Cap. 40z

pel für die Götzen, welche von den Mexicanern um reichliche Erndte angerufen wurden. LerdinandDer Umfang des Gebäudes war geräumig. Rings herum gieng eine Mauer, die von vie- Lsrte*. i;r».len Thürmen bestrichen wurde, und mit geringer Arbeit in guten Vertheidigungsstand ge- ' ^ '

setzet werden konnte. Die Freude über diesen Zufluchtsort war unbeschreiblich; man schriebdiese Führung einem besondern Schutze des Himmels zu; und diese Gedanken behielten ih-re Kraft noch immer, als die Gefahr längst vorbey war. Cortez stiftete nachgehends eineEinsiedlerey unter dem Namen U. r. Frau cie los Kemeäior daselbst. Die Feinde brach-ten den noch übrigen Tag mit Drohen und Schimpfen zu, und machten sich, ihrer Ge-wohnheit zu Folge, mit einbrechender Nacht auf die Seite ä).

Nun hatte man unter zwo Entschließungen die Wahl, und es kam darauf an, wel- Man setzetche die beste seyn möchte. Entweder mußte man an diesem Orte, welchem die Mexicaner den Zug beyschwerlich etwas anhaben konnten, verbleiben, oder den Zug noch diese Nacht weiter fort- ^ Nachtsetzen. Doch da man bereits Mangel an Lebensrnitteln verspührete: so ließ man das erste- 're Vorhaben als unthunlich fahren, und beschloß dagegen, ungeachtet Leute und Pferdeäußerst abgemattet waren, nach einer etlichstündigen Ruhe wieder aufzubrechen. DieseRuhe war so kurz, daß der Befehl zum Aufbruche schon vor Mitternacht gegeben wurde.

L!m dieses Vorhaben vor dem Feinde zu verbergen, ließ Cortez viele Feuer anzünden. Or-da; bekam den Vortrab, und die gekreuesten Tlascaler zu Wegweisern; Cortez hingegen, wel-chem der Vorgang bey dem See beständig im Sinne lag, wurde eben durch denselbigenauf die Entschließung gebracht, in eigener Person bey dem Nachzuge zu bleiben, und dieSicherheit seiner Leute mit seiner eigenen Gefahr zu erkaufen. Man zog in der Dunkel-heit zwo Meilen weit fort. Mit anbrechendem Tage erblickete man einen andern Tempel,welcher zwar nicht so hoch, als der vorige, gleichwohl aber so Vortheilhaft lag, daß voneinem feindlichen Angriffe nichts zu besorgen war. Hier machte man Halte, wiewohl nur Erstaunlichein der Absicht, auf die umliegende Gegend Acht zu geben, und wegen des heutigen Zuges Schwierigkei-bie nöthige Anstalt zu machen. Hierauf rückete das Heer weiter fort, ohne sich an einige tm dieses Zu-Haufen Bauern, die im Felde herum schwärmeten, zu kehren. Zwar schimpfeten sie, dro-heten, warfen auch von den Bergen mit Steinen herab, allein zum Handgemenge kames nicht. Nach zurückgelegten zwo Meilen erblickete man einen Flecken. Um nun Le-bensmittel zu bekommen, beschloß Cortez, sich den Eingang in selbigen zu öffnen, es möchteauch kosten, was es wollte. Man hatte zwar schlechte Mühe, die Einwohner in die Fluchtzu jagen: allein, es war so weniger Verrath anzutreffen, daß man nach einem gehaltenenRasttage i) den Zug weiter fortseßete. Nunmehr betrat man eine rauhe unfruchtbare Ge-gend, wo die Noth und Beschwerlichkeit beständig größer wurden. Hunger und Durstbenahmen den Soldaten alle Kräfte. Sie mußten Wurzeln und Kräuter essen, ohne ihreBeschaffenheit zu kennen, auf das bloße Zeugniß der Tlascaler, welche ohne Unterlaß aufdas Sammeln ausgeschicket wurden. Ein Pferd, das wegen seiner empfangenen Wundendamals umfiel, wurde unter die Kranken ausgetheilet. Dieser verdrießliche Zug dauerteeinige Tage, und das Beste dabey war, daß man vor den Mexicanern Ruhe hatte ä).

Endlich erreichte man des Abends ein Dorf. Die Einwohner desselben verlangetennicht wegzulaufen, wie in den übrigen Dörfern, die man bisher angetroffen hatte, geschehen

Eee 2 war,

dem Anfalle der Merieaner auszuweichen, das Heer meldet, man habe einige Nächte unter freyem Him-dnrch eins ziemlich unbewohnte Gegend. Solls mel zugebracht. Ebendas. a. d-rzr S-