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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX Cap. 40?

ausgestandenen Ungemachs und der Gefahr, davon sie nunmehr glücklich befreyet waren, Ferdinandgemäß. Die Tlascaler küsseten ihres Ortes den Boden ihres Vaterlandes, das sie wieder Lorrer. i;ro.zu sehen, nimmermehr geglaubet hätten. Man übernachtete bey einem Brunnen, welcher' ^ '

bey dieser.Gelegenheit ein ewiges Andenken in der Geschichte erwarb. Cortez erachtete die-se Zeit für bequem, seinen Leuten nachdrücklich vorzustellen, wie vielen Dank man diesemStaate für seinen Beystand schuldig sey, und wie hohe Ursache man habe, ihn durch allemögliche Beflissenheit bey guter Gesinnung zu erhalten. Ungeachtet nun er an derselbigenweiter nicht zweifelte, so beschloß er doch so lange, bis er von der Meynung des hohen Ra-thes genauere Nachricht bekomme, Halte zu machen. Man erreichte, vor Ablaufe des Ta-ges, einen großen Flecken, Namens Gualipar, dessen Einwohner mit Bezeugung unglaub-licher Freude und Liebe, dem Heere entgegen kamen. Cortez nahm ihr Anerbiethen an,und schlug sein Quartier in ihren Mauern auf.

Vor allen Dingen berichtete er dem hohen Rathe seine Verrichtungen und glückliche Wie erenu-Wiederkunft. Doch das Gerücht war seinen Abgesandten zuvor gekommen; denn eben als pfangen wird.sie sich auf den Weg machten, erschien eine Abordnung des Staates- Sie bestund aus demMagiscatzin, einem eifrigen Freunde der Spanier, aus dem blinden Ticotencatl, aus seinemSohne, dem Feldherrn, und einigen andern Vornehmen. Alle und jede Geschichtschrei-ber machen von dieser ersten Zusammenkunft eine sehr rührende Beschreibung />). Nachabgelegtem Glückwünsche und übrigen Höflichkeiten, meldeten die Abgeordneten: der Staathabe auf erhaltene Nachricht von des Cortez Rückzüge dreyßig tausend Mann, in der Ab-sicht ihm dieselbigen entgegen zu schicken, auf die Beine gebracht; indem ihnen aber die Ge-schwindigkeit seines Sieges keine Zeit zu Bewerkstelligung ihres Vorhabens gelassen habe,so erwarteten sie, was er etwa sonst zu befehlen beliebe. Sie bothen ihm ihre ganze Machtan, und gaben die stärkste Versicherung ihrer unwandelbaren Treue. Zugleich bezeugetensie eine ungemeine Begierde nach seiner Gegenwart in der Hauptstadt: dock bewilligten sieihm einige Rasttage, und zwar um so viel lieber, weil ihnen dieses Verweilen die zu Veran-staltung eines dergleichen prächtigen Einzuges als ihre Feldherren nach einem erhaltenen Sie-ge zu halten pflegten, nöthige Zeit verschaffte. Er an seinem Orte bezeugte alle möglicheErkenntlichkeit gegen diese freundschaftliche Aufnahme, indem er sie als ein neues Band, da-durch der Staat sich mit ihm verknüpfen wollte, betrachtete: ja weil er auf eine neueVerstärkung aus Spanien allmählich schlechte Rechnung machte, so Hoffete er, es werdeder Beystand dieser tapfern Nation zu einem förmlichen Versuche das mexikanische Reichzu erobern, hinlänglich seyn.

Der Einzug in Tlascala wurde nicht langer, als drey Tage aufgeschoben, und ge- Sein Einzugschah mit einer Pracht, dessen Beschreibung nicht das geringste Merkmaal ungeschliffener «nTlasiala.

Gebräu-

Zeit umarmet gehalten, einige Schritte zurück ge- armungen, zu verstehen. Hingegen bezeugte seinwichen, um ihn mit einer recht rührenden Zärtlich- Sohn dergleichen Eifer bey weitem nicht; und eskett zu betrachten, und nach Herzenslust zu bewun- mochte nun Stolz oder Mißgunst Ursache darandern. Der blinde Lieoteneatl streckte seine Arme seyn, so bemerkte man doch etwas kaltsinniges undnach dem Orte, da er des Cortez Stimme vernahm, gezwungenes an seiner Rede, daraus man eine Ver-sus, und gab seine liebreiche Gesinnung unter Ver- änderung seiner Gesinnung schließen komzte.gießung vieler Thränen, durch eben dergleichen Um-