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Reiser: rmv Entdeckunger:
Ferdinand Stimmen folgen, und durfte folglich seine eigene Meynung nicht bloß geben. UnterdessenSorte). izio. sprengete er aus einem heimlichen Hasse gegen die Spanier unter der Hand das Gerücht^ ^ aus, der hohe Rath habe das gemeine Beste schlecht erwogen, als daß er das Anerbiethen
des Kaisers nicht annehmen wollen. Man müsse verblendet seyn, wenn man nicht merkenwolle, daß die Spanier nichts anderes im Schilde führeten, als die Religion, ja die gan-ze Verfassung des Staats über den Haufen zu werfen. Diese Reden waren nicht ohnealle Wahrscheinlichkeit; daher hatten sie auch, ehe sie zu des Cortez Wissenschaft gelangten,bereits Liebhaber gefunden. Er beschwerete sich bey dem hohen Rathe darüber. Hierwurde die Sache mit solcher Vorsichtigkeit, als es die Wichtigkeit derselbigen erforderte, ab-gehandelt. Es war unmöglich, daß die meisten Rathsglieder die Gefahr, damit der Staatwirklich bedrohet wurde, nicht hätten begreifen sollen, und es veränderten die Bewegungö-gründe des Ticotencatls, so, wie sie der Geschichtschreiber annimmt, nicht das geringste an derStärke seiner Vernunftschlüsse. Gleichwohl gewann die Ehre und Redlichkeit dieser Ver-sammlung die Oberhand.
Jedermann verwarf das schlimme Unterfangen eines jungen unruhigen Kopfes, wel-cher sich erkühnete, die öffentliche Ruhe zu stören, die Schlüsse des hohen Rathes verächtlich,und die ganze Nation verhasset zu machen. Einige Stimmen verdammten den Missethä-ter zum Tode, ja was das erstaunlichste, der leibliche Vater des Ticotencatls selbst. Erwohnete nicht nur, besagter Eigenschaft ungeachtet, der Rathsversammlung bey, sondernopferte auch dem Ruhme feines Vaterlandes alle natürliche Triebe auf, und drang amallerstarkesten auf die Hinrichtung seines Sohnes /). Unterdessen drang seine Standhaf-tigkeit und Großmuth denen, tvelche gleicher Meynung gewesen waren, so sehr zu Gemü-the, daß sie der gelindesten Meynung beytraten. Sein Sohn wurde durch die gewöhn-lichen Gerichtsdiener in Verhaft genommen, und unbewaffnet, in Ketten und Banden vorGericht geführet. Man nahm ihm den Feldherrnstab, und stieß ihn zur Beschimpfungüber die Treppe des Richterstuhles hinab r). Diese Bestrafung nöthigte ihn, die Vor-spräche des Cortez zu erbitten, welcher auch sogleich durch seine Verbitte es dahin brachte,daß er zu Gnade'- angenommen, und in seine vorige Würde eingesehet wurde. Allein, dieWunde war zu tief, als daß sie so geschwind heilen sollte. Dieser boshafte Mann unter-drückete seine rachgierigen Anschlage nur deswegen, damit er eine bequeme Gelegenheit zuihrer Bewerkstelligung ablauren möchte.
Krieg mit'den Indem gleich darauf der Krieg mit den Tepeaquen angkeng: so konnte er seinen
Tepeaqnen. ej„jge Wochen lang auf andere Weise auslasten. Der Krieg wurde mit äußerster
Hitze geführet. Zwar genoß der Feind den Beystand der Mexicaner; denn die Spaniermit im Spiele zu wissen, das war für dieselbigen ein hinlänglicher Bewegungsgrund, ihreHülfe zu bewilligen. Dem ungeachtet schlug Cortez feine und des Staates gemeinschaftlicheFeinde etliche mal aus dem Felde, und eroberte hierauf die Hauptstadt selbst. Zwar hatteer nicht mehr als vier hundert und zwanzig spanische Soldaten, und sechzehen Reiter übrig:
allein,
e) Eben das. z D. 286 S.
/) Ebendas.
«) Zn dieser kurzen Zeit erfuhr man, es erwar-te Maglftatzin, der treue Freund der Spanier, seinLebensende alle Augenblicke. Cortez schickte feinen
Feldpater zn ihm, und dieser brachte ihn so weit,daß er nicht nur die Taufe empfing, sondern auchmit Bezeugung großer Andacht verstarb. Sollsebendas a. d. Z17. zi8 S.
.v) Ebendas.«. d.rAKS.