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Dreyzehnter Band.
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m America. V Buch. IX Cap. 411

allein, er überließ dem Ticotencatl die Anführung der Völker seines Staates, und behielt Ferdinandnicht mehr, als acht tausend wohlgewachsene und beherzte Tlascaler, nebst den Hauptleuten, Torrc;. i;ro.die ihm zu Mexico Proben ihrer Tapferkeit gezer'get hatten, bey sich. Als die Tepeaquen - '

in dem Mittelpuncte ihrer Macht angegriffen wurden, krochen sie zum Gehorsame und ge-stunden, sie hätten sich durch der Mexicaner Arglist zur Unruhe verleiten lassen. Ja, sieentsagten allem Vertrauen auf den Beystand derselbigen so gänzlich, daß sie nicht nur dieVerzeihung alles vorgegangenen im Namen des Königes von Spanien annahmen, son-dern auch den Cortez ersuchten, in ihrer Stadt zu verbleiben. Dieses brachte ihn auf denEinfall, eine Festung daselbst anzulegen. Zwar gab er vor, sein Absehen ziele bloß aufihre eigene Beschützuug, eigentlich aber wollte er, vermittelst eines Ortes, den die Naturselbst befestiget hatte, und der mit Beyhülfe der Kunst zu einer sichern Zuflucht bey widri-^^'^^gen Zufällen dienen konnte, den Weg nach Vera-Cruz in seiner Gewalt haben. Die inne- Frontera wirbre Verfassung bestund aus einem Erdwalle. Statt einer Mauer durfte man nur den Fel- angeleget,seit, da wo er nicht steil genug war, abhauen. Auf dem Gipfel des Berges wurde einScbloß angeleget, welches die Stadt nebst der ganzen umliegenden Gegend bestreichenkonnte. Die spanischen Befehlshaber gaben das Werk mit solcher Gescbicklichkeit an, unddie Tepeaquen selbst arbeiteten mit solchem Eifer daran, daß innerhalb wenig Tagen allesim Stande war «). Cortez legte einen Wachtmeister nebst zwanzig Mann zur Besatzungin diesen Ort, und benennete ihn Segura de la Fxonrera, und hiemit hatten die Spanierschon zwo Städte im mexicanischen Reiche tr).

Noch ein anderer Zug, von welchem es nicht gewiß ist, ob ihm Cortez in eigener ^Kaisers""'Person beywohnete^), unterwarf den spanischen Waffen Tecamalchadec, und einige andereOrte. Doch er bekam bald darauf weit wichtigere Sorgen. Man erfuhr, es sey derNachfolger des Motezuma mit Tode abgegangen, und die Mexicaner hätten den Guati- Nachfolgermostn, einen jungen Fürsten, dessen Gemüthsart wichtige Dinge zu versprechen schien, aufdesselbigen.den Thron gesetzet. Er legte sich gleich anfänglich mit allem Eifer auf die Regierungsge-schaffte. Er machte einige Verordnungen zum Besten des Soldarenstandes, und gewanndadurch sowohl die Befehlshaber, als die Gemeinen. Eben so sehr bemühete er sich auch,uin die Zuneigung des Volkes, und schaffete zu diesem Ende einige Auflagen ab. Mitdem Adel gieng er auf eine in Mexico bisher ganz ungewöhnliche Weise um, und gründe-te die Beherrschung ihrer Herzen auf eine majestätische Freundlichkeit, welche die von sei-nen Vorfahren geforderte dem Anböthen sehr ähnliche ganz ausschweifende Ehrerbiethungmäßigte. Cortez betrachtete dieses Vorspiel einer weisen Regierung, als eine gewaltige Hin- ^nsHläge desderniß seines Vorhabens. Er gedachte beständig aufdie Eroberung des mexicanischen Reiches.

In diesem Vorhaben bestätigte ihn nicht nur die unwandelbare Treue der Tlascaler, sonderner hatte auch über dieses noch viele andere Bundesgenossen, die ihm ihre Macht anbothen.

Nur setzte ihn der Uebergang über den See in große Verlegenheit. Denn es schien ihmdiese Hinderniß desto schrecklicher, weil er nunmehr, da die Mexicaner das Kunststück die

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)') Diaz del Castillo saget ausdrücklich, er sey Heer in eigener Person anzuführen genüthiget ge-nicht dabey gewesen, gleichwie er auch der Schlacht wesen sey. Da nun Solls dieses Zeugniß zwarbey Guaeachula gegen ein kaiserliches Heer von für unverwerflich halt, gleichwohl aber dem DiazZ-,000 Mann nicht bsygewohnet habe. Gleich- nicht gänzlich widersprechen will: so argwohnet erwvbl meldet Cortez selbst in einem Schreiben vom nur, e§ habe ihn füiudieses mal sein Gedächtniß be-zosten des Weinmonates die Ursachen, warum er da« trogen- Ebendas. zi4 S-