Band 
Dreyzehnter Band.
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412 Reisen und Entdeckungen

Ferdinand Dammbrücken abzuwerfen gelernet hatten, kein anderes Mittel als fliegende Brücken übrigLorrex. lzro. hatte. Endlich fastete er die Entschließung, er wolle etwa ein Dutzend Brigantinen, dage-gen ihre Canoke nichts vermöchten, erbauen, und sein Heer damit bis mitten in die Stadtten zur Erobe- führen. Ungeachtet man nun von dein tluscalischen Gebirge bis an den See nicht wenigerrung Mexico, als sechzehen Meilen rechnete: so Hoffete er doch, es würden die indianischen Tamencs allezu seiner kleinen Flotte gehörige Schiffe, wofern man sie vorher aus einander nähme, garwohl auf dem Rücken dahin tragen können. Als nun Martin Lopez, dessen Geschicklichkeitin solchen Dingen ihm bekannt war, die Sache nicht für unmöglich hielt: so übergab er ihmnicht nur alle zum Zimmerwerke geschickte Spanier, sondern erlaubete ihm auch, das Holzdurch Indianer fällen zu lassen. Zu gleicher Zeit befahl er auch, alle Masten, Tauen,und das Eisenwerk der versenkten Schiffe von Vera-Cruz herbey zu schaffen. Corte; halteauf dem tlascalischen Gebirge einige Bäume, von denen man Pech bekommen konnte, be-merket. Diese ließ er, wie der Geschichtschreiber vorgiebt, schütteln, und dergestalt bekamman so viel, als zum Kalfatern der Brigantinen nöthig fiel.

Nur begonn es an Pulver zu fehlen. Doch seine Scharfsinnigkeit erfand ein Mit-tel , wie dergleichen, und zwar recht feines, zu verfertigen sen, indem er den Schwefel, vondessen Gebrauche die Indianer nicht das geringste wußten, in dem vorhin gemeldeten Feuer-berge, welchen Ordaz gesehen hatte, suchen ließ. Denn er schloß, es müsse eine Materie,welche so leicht zu entzünden falle, ein unfehlbares Nahrungsmittel der Flamme seyn.Die Stückhauptleute, Montano und Mesa, erbothen sich, das Abentheuer in Begleitung ei-niger Soldaten zu versuchen. Sie kamen auch mit einem ziemlichen Vorrathe an Schwe-fel zurück; und es konnte derselbige ohne weitere Zubereitung, sowohl bey dem groben Ge-schütze, als bey den Kugelbüchsen gebrauchet werden 2).

Zwey Schiffe Unterdessen, da er diesen wichtigen Gedanken nachhing , lief die Nachricht ein, cöausCuba wer-hab? Peter Cavallero, dem er die Aufsicht über die Küste anvertrauet hatte, zwey Schiffenvmnien^ arw Cuba, welche dem Narvaez eine Verstärkung an Mannschaft und Kriegeövorrathe über-bringen sollten, mit guter Art weggenommen. Weil der Statthalter zu Cuba es für eineausgemachte Sache hielt, Narvaez müßte ganz Neuspanien im Besitze haben: so schickte erden Befehlshaber zu Havana, Peter von Barba, an ihn ab, eben denjenigen, welcher demCorte; noch zuletzt den wichtigen Dienst erwiesen, und ihn von seiner Feinde Verfolgungenbefreyet hatte. Cavallero kam, um seine Absichten zu erforschen , selbst auf das Schiff,errieth auch des Barba Gedanken ohne sonderliche Mühe, als selbiger mit großer Begierdenach des Narvaez Umständen fragte. Er gab ihm ohne langes Bedenken zur Antwort,der General habe das ganze Land inne, Cortez hingegen schwärme mit einer geringen An-zahl seiner noch übrigen Leute in den Wäldern herum. Auf diese Versicherung kam Bar-ba mit seiner Mannschaft nach Vera-Cruz, wo man ihnen aber in des Cortez Namen denCortez erhält Verhaft ankündigte. Aber anstatt sich darüber zu betrüben, verlängeren sie vielmehr unter"°ch Obrere ihm 'zu dienen, und Barba wurde bald darauf zum Hauptmanne über eine CompagnieVerstärkn»,- Armrustschüßen gemacht. Auf gleiche Weise fiel nachgehends noch ein Schiff unter demRoderich Moreyon von Lobera der Pflanzstadt in die Hände, und trat mit gleicher Freu-digkeit,

r) Ebendas. a. d. Z24 und vorherg. S- ihre Soldatenkleldung anzogen. Ebendas zr4 S.

«) Ebend. a. d.zrp S. Ebend. a. d. ?6; S- e/) Dieser junge Indianer empfing gleich seineme) Sie erschienen sämmtlich in schwarzen aus- Vater, die Taufe, und zugleich den Namen Dendrücklich also gefärbten Ueberwürfen, die sie über Lorenz von Magiscatzin. Der Carique von Izu-