Band 
Dreyzehnter Band.
Seite
413
JPEG-Download
 

in America. V Buch. IX Cap. 41z

dkgkeit, als das vorige, in des Generals Dienste. Bald hernach bekam man noch mehrere FerdinandProben, wie kräftig denselbigen sein Glücksstern gegen alle Künste seiner Neider beschützen Eorcez. izrowerde. Bis hieher hatte ihm der Statthalter von Cuba, wenn er ihn zu vertilgen gedach-te, allemal nur eine Verstärkung zugeschicket: ebenso glücklich für ihn schlugen auch dieBemühungen desGaray aus, als selbiger sich einen Theil von des Cortez Eroberungen zu-eignen wollte.

Dem geneigten Leser wird noch erinnerlich fallen, daß Garay, nachdem er an der Kü-ste von Vera-Cruz gewesen war, von den Indianern zu Panuco abgewiesen wurde. Doch,diese widrige Begebenheit schreckte ihn nicht ab; er kam mit stärkerer Macht wieder: allein,es lief diese zweyte Unternehmung eben so schlecht ab, als die erste. Kaum hatten seine Leuteden Strand betreten: so wurden sie von den Indianern in ihre Schiffe zurück gejagt. Jed-weder nahm hierauf denjenigen Weg, der ihm beliebte; sie schwarmeten einige Tage langauf ein Gerathewohl herum, und kamen endlich, ohne daß sie es vorher miteinander abge-redet hätten, fast zu gleicher Zeit nach Vera-Cruz, woselbst sie der Ruhm des Cortez be-wog, in seine Dienste zu treten. Ihr erstes Schiff hatte sechzig Spanier unter dem Haupt-manne Camargo am Borde. Das zweyte hatte fünfzig nebst sieben Pferden, war weitbesser als jenes ausgerüstet, und stund unter Michael Diaz von Aur, einem arragonischenEdelmanne, von so außerordentlicher Tapferkeit, daß seine einzige Person als eine wichti-ge Verstärkung zu schätzen gewesen wäre; das dritte, welches am stärksten ankam, und vierzigSoldaten, zehn Pferde, nebst einer großen Menge Gewehr und Pulver am Borde hatte,wurde von dem Hauptmanne Ramirez geführet. Die ganze Schaar dieser Kriegesleutenahm sogleich den Weg nach Tlascala, und erweckete dem Cortez durch ihre Ankunft eineunvermuthete Freude n). Endlich so führete das Glück auch noch ein Schiff aus den Ca-narieninseln an die Küste. Es hatte selbiges Kugelbüchsenpulver und andere Krieges-bedürfnisse, imgleichen drey Pferde und einige Reisende an Bord, welche letztere ihre Waa-ren an die spanischen Eroberer zu verkaufen sucheten. Der Statthalter zu Vera-Cruz er-handelte nicht nur die ganze Ladung ihres Schiffes, sondern er beredete auch die Befehlsha-ber, nebst dreyzehn Gemeinen, welche ihr Glück in Indien suchen wollten, unter desCortez Heere zu dienen ö).

Bey der großen Freude über so viele glückliche Zufälle, legeten doch die spanischen Be' Trauer der.fehlshaber zu Tlascala bey dem Absterben des Magiscatzin, der als ei» Vater des Vater-landes angesehen wurde, die Trauer an e). Dieses Bezeugen einer Empfindlichkeit über ^ Tod.' ^das allgemeine Leidwesen, machte sowohl bey dem hohen Rathe, als bey dem Volke einen °dermaßen großen Eindruck, daß man den Cortez ersuchete, die im hohen Rathe erledigteStelle mit seiner Person zu besetzen. Indem aber Magiscatzin nebst selbiger auch die Be-fehlshaberwürde über das vornehmste Vierthel der Stadt geführet hatte, und die Wichtig-keit beyder Aemter eine unaufhörliche Beschäfftigung, welche bey des Cortez übrigen Ab-sichten nicht bestehen konnte, erforderte: so lenkete er die Wahl auf des Verstorbenen älte-sten Sohn und Erben der guten Gesinnung desselbigen gegen die Spanier ei).

FffZ Hierauf

can, imgleichen der alte Xievteneatl nahmen das täusche der Waffen, als an einem Widerwillen ge-Christenthum gleichfalls an. Mehrere Bekehrun- gen die christlichen Lehrsätze. Nebst dem hatte, wiegen crfoiaten damals nicht; die Ursache davon lag, SoliS saget, der Pater Ölmedo keinen Menschen,den Geschichtschreibern zu Folge, mehr an dem Ge- der ihm hierinnen beystund. Ebendas. 327 S.