Band 
Dreyzehnter Band.
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Reisei; und Entdeckungen

Ferdinand Hierauf wendete er alle Gedanken auf seine wichtige Unternehmung; und weil er wohlLortex. izro. begriff, es komme ihr glücklicher Auögang auf die Willigkeit seiner Völker an, so ließ er' "" ' öffentlich ausrufen, es könne jedweder, der keine Lust zu länger» Diensten habe, nach

Cuba zurück gehen, und werde man von denen an der Küste liegenden Schiffen so viele,als nöthig, hierzu gebrauchen. Viele Soldaten des Narvaez, jaDuero selbst e), ließensich das Anerbiethen gefallen, und Alvarado führete diejenigen, welche dem Ruhme, essey nun aus Liebe zur Ruhe, oder aus Furcht vor der Gefahr, schimpflich entsageten, anBord.

Nun blieb dem Cortez noch eine einzige Bekümmerniß übrig. Seine an den spani-schen Hof abgeschickten Abgeordnete, gaben ihm nicht die geringste Nachricht von dem Fort-gange ihres aufhabenden Geschäfftes, und diese lange Verzögerung erweckete ihm einen star-ken Zweifel, ob sie die verhoffte Gunst erlanget haben möchten. Er beschloß also,ehe er sich in eine neue Unternehmung einließ, die Abfertigung seiner ersten Bevollmäch-tigten durch noch andere betreiben zu lassen. Ordaz und Mendoza wurden zur Reise nachEuropa auSersehen; Avila und Chico hingegen sollten nach der Insel Hispaniola abgehen.Den erstem beyden gab er ein Schreiben mit, welches eine ausführliche Beschreibung so-wohl seiner erfochtenen Vortheile, als auch aller Widerwärtigkeiten, welche die Spanierseit ihrem Aufbruche von Zampoala erduldeten, enthielt. Hierzu kam noch ein Geschenkfür den Kaiser. Es bestund aus dem Golde und den übrigen Seltenheiten, die man beydem Rückzüge fortzubringen vermochte. Die letztem beyden wurden an die königliche Lan-desregierung zu St. Domingo abgeschicket, um bey selbiger eine schleunigere Verstärkung,als aus Spanien zu erhalten möglich war, auszuwirken.

Cortesl be- Das Jahr neigete sich zum Ende, als Cortez seine Entschließung, mit aller Macht in- IbernH Reichslande einzudringen, und die Entscheidung seines Unternehmens dem Waffenglü-

^ ^ ' cke anheim zu stellen, öffentlich kund machete. Zwar waren seine Brigantinen noch nicht

völlig im Stande: allein, die Völker des tlafcalischen Staates und seiner Bundesgenossen,stunden unweitder Stadt schon in völliger Bereitschaft, und er besorgete, es möchte die allerge-ringste Verzögerung das gewöhnliche Unheil des Müßigganges nach sich ziehen. Er be-rief den Kriegesrath zusammen, und verlanget? von den Anwesenden zu wissen, was für ei-nen Anfang man diesem Feldzuge geben solle? Die sämmtlichen Stimmen liefen da hinaus,mait müsse auf Tezcuco loSrücken. Weil diese Stadt auf dem Wege nach der Hauptstadt,und unweit des Sees lag: so beschloß man, ste wegzunehmen, und also zu befestigen, daß sieeinen Waffenplatz abgeben könnte; dergestalt erreichete man einen gedoppelten Vortheil, manwäre nämlich nicht nur im Stande, die Ankunft der Brigantinen in Sicherheit abzuwarten,sondern auch dem Feinde durch beständige Streiftreyen Schaden zu thun. Ueber dieses

hatte

e) Die Ursache seiner Abreise ist zwar nnbekannt,doch mag er, aller Wahrscheinlichkeit zu Folge, mitdem Cortez zerfallen seyn, weil er nachgehends dieForderungen des Statthalters von Cuba am spani-schen Hofe vertheidigte. Ebendas. W S.

/) Es ist das von uns bereits erwähnete.Cortez erwähnte darinnen auch seiner vorgebahntenAnstalten, nach Mexico umzukehren. Er machteviel Rühmens von dem großen Reichthums desLandes, von der Fruchtbarkeit des Bodens, und

von dem Vermögen der Caciquen. Er lobete denMuth und die Standhaftigkeit der Spanier- Erstrich den Eifer und die Treue der Tlascaler mitvielen Lobeserhebungen heraus. Er bath um Ge-rechtigkeit gegen die unbesonnene Verfolgung desStatthalters zu Cuba. Er drang nicht nur aufeine baldige Verstärkung, sondern er steilste auchauf das nachdrücklichste vor, wie unumgänglich nö-thig es sey, noch Mehrere Geistliche, welche demPater Olmedo beystehen könnten, abzuschicken.

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